Get Well Soon - Séance Tour 2027
Get Well Soon  
Veranstalter:
Konzertdirektion Palme GmbH , Stresemannstraße 86, 22769 Hamburg, Deutschland
Veranstaltungsinfos
Auf seinem zweiten Album in diesem Jahr unternimmt Konstantin Gropper aka. GET WELL
SOON den Versuch, KI in den künstlerischen Schaffensprozess zu integrieren, statt sie nur
pauschal zu verteufeln. Glücklicherweise ist dieses Projekt gescheitert und SÉANCE wurde
ein Album über, keines mit Künstliche Intelligenz.
Der Titel deutet es an: Für Gropper hat die Kommunikation mit ChatGPT, Claude und Co. Viel mit Geisterbeschwörung gemeinsam. Daher geht es auf dem Album ziemlich gespenstisch zu. „SÉANCE ist mein Gothic-Album“ erklärt er. Erst im Mai 2026 erschien GET WELL SOONs siebtes Album Minus The Magic. Manche fragen sich also vielleicht, wie Konstantin Gropper nur wenige Monate später schon wieder ein neues Album, sein achtes, fertig stellen konnte. Sicher, seit Amen, veröffentlicht 2022, ist einige Zeit vergangen und genug, um einen Vorrat an Material anzulegen. Da das Projekt Get Well Soon 2026 aber auch sein 20-jähriges Jubiläum feiert, entstand die Idee, diesen Meilenstein mit zwei Alben in einem Jahr zu feiern. Trotzdem ist der Gedanke, dass Gropper dabei vielleicht Unterstützung hatte nicht abwegig und interessanterweise auch nicht falsch. Nur kam die Unterstützung aus einer anderen Ecke als man zunächst vermutet.
„Ich bin überzeugt, dass Künstler*innen nicht nach Themen suchen sollten“, betont Gropper. „Die Themen sollten die Künstler*innen finden. Und da dieses Thema allgegenwärtig und oft beunruhigend ist, kann ich ihm unmöglich ausweichen: SÉANCE handelt von Künstlicher Intelligenz.“ Das Album dokumentiert also das Experiment, mit einem nicht-menschlichen Sparringspartner zu arbeiten und glücklicherweise ist das Experiment gescheitert!
Als einer der versiertesten Songwriter seiner Generation gefeiert, als Multiinstrumentalist und vielseitiger Produzent bekannt, würde man Gropper sicherlich nicht auf der Liste jener Künstler vermuten, die diese umstrittene Technologie begeistert annehmen. „Trotz der völlig berechtigten Kritik aus der Musik- und Kunstszene wird es nichts bringen, KI zu ignorieren oder sie pauschal abzulehnen. KI wird nicht einfach wieder verschwinden. Ich hatte also das Gefühl, dass ich mich dem Thema direkt stellen muss. Auch um (m)eine Haltung dazu finden.“
Trotz der vertrauten Opulenz könnte SÉANCE daher Groppers eigenwilligstes Album sein.
Vielleicht liegt es an der Art der Unterstützung, die er sich anstelle von Mitmusiker*innen gesucht hat. Im Gegensatz zu Minus The Magic, dem letzten Album, das er live mit seiner Band einspielte und auf dem er die Begeisterung für den Sound seiner Jugend wiederentdeckte. So sind auf SÉANCE sind neben Konstantin nur drei weitere Musiker*innen zu hören: Verena Gropper (seine Schwester) und Alex Mayr am Gesang sowie Schlagzeuger Paul Kenny. Beim Mixing übergab Gropper jeweils zwei Songs an fünf langjährige „Partner in Crime“: Marcus Wüst, der an allen Get Well Soon-Alben mitgearbeitet hat; Philipp Schwär, der die ersten beiden LPs mischte; Markus Ganter, mit dem Gropper u.a. das Album ‚Hinterland‘ von Casper produzierte und der ebenso für Get Well Soon mischte und produzierte; sowie Philipp Hülsenbeck und Fritz Brückner, die als Live-Tontechniker seit Jahren zum Tourteam von Get Well Soon gehören. „Ein kleines Klassentreffen zu unserem Jubiläumsjahr“, sagt Gropper.
SÉANCE bewahrt zwar die für Gropper typische Dramatik, vor allem mit seiner opulenten Stimme. Es unterscheidet sich aber vor allem inhaltlich deutlich von seinem diesjährigen Vorgänger: Es wirkt nachdenklicher, dunkler und atmosphärischer. Da sind das bedrohliche „Goth 101“, das bewegende „Arthur And Harry“ und das fulminante „Hallucination No.4“. Das gespenstische „Holiday in Lily Dale“, das epische „Nothing Is Lost“ und ein mitreißender Shanty, „The Wreck of The Deutschland“, ganz zu schweigen vom Dark Wave-getränkten „Siri, What Ruined The West?“. Dazwischen finden sich kürzere Stücke: das nostalgische „Human Potential Advisor“, das jenseitige „The Undead Choir“ und das cineastische „Khaleesi“. Den Abschluss bilden die melancholische Atmosphäre von „Witness Impact“ und die leisen Drohungen von „You Need Me“. Gropper selbst nennt SÉANCE sein „Gothic-Album“.
Aber: Was als künstlerische Erkundungsreise in die Welt der Technologie begann, entwickelte sich schnell in eine andere Richtung. Groppers Herangehensweise wurde letztlich von einer unerwarteten, aber auf den zweiten Blick auch beruhigenden Erkenntnis geprägt: „Fast jeder Versuch, die kreative Arbeit der KI zu überlassen, führte ins Leere“, sagt er. „Sie hat für mich nur noch mehr Arbeit verursacht. Die interessantesten Ergebnisse entstanden durch ihre Fehler. Deshalb wurde aus SÉANCE ein Album über KI – und nicht eines, das mit KI gemacht wurde.“
Doch wie der Titel bereits andeutet, handelt SÉANCE nicht ausschließlich davon. „Wenn man sich mit dem meistdiskutierten Thema unserer Zeit beschäftigt, läuft man der Entwicklung immer hinterher. Deshalb war es für mich notwendig, eine recht ungewöhnliche Perspektive zu finden.“ Auf SÉANCE vertritt Gropper daher die Ansicht, dass Künstliche Intelligenz weit mehr mit Spiritualismus gemein hat, als man vielleicht vermuten würde. „KI ist im wörtlichen Sinne eine übernatürliche Kraft“, erklärt Gropper. „Und als solche ruft sie zwangsläufig die existenziellen Fragen der Philosophie, Psychologie und Soziologie auf den Plan. Und genau dort wird es interessant.“
Für manche mag die Verbindung von KI und der Kommunikation mit den Toten weit hergeholt erscheinen. Doch der aus Oberschwaben stammende Musiker hat darüber natürlich gründlich nachgedacht. Um seine Überzeugung zu untermauern, beschwört er nichts weniger als den Geist von Jacques Derrida herauf, jenem französischen Philosophen, der den Begriff „Hauntologie“ prägte – eine Verbindung aus „Haunting“ (Heimsuchung) und Ontologie.
„Ich verstehe es folgendermaßen“, führt Gropper aus. „Die Gegenwart wird immer von der
Vergangenheit heimgesucht. Jede vermeintlich neue Erkenntnis trägt Spuren dessen in sich, was ihr vorausging. Für mich ist das der große Widerspruch bei KI: Diese Technologie, die beansprucht, die Zukunft zu verkörpern, kann letztlich nur auf die Vergangenheit zurückgreifen. Sie ist niemals im wörtlichen Sinne kreativ. Sie ist ein Monster, zusammengeflickt aus Leichenteilen.“
Zwanzig Jahre nach der Gründung von GET WELL SOON ist Konstantin Gropper so inspiriert und kraftvoll wie eh und je: scharfsinnig, erfinderisch, ein Künstler, der noch immer genauso hungrig nach Ideen wie nach Antworten ist. Die Intelligenz von SÉANCE ist alles andere als künstlich, wohl aber kunstvoll, geistreich, herausfordernd und berauschend. Und im Gegensatz zur KI natürlich einfach „the real deal“.
SOON den Versuch, KI in den künstlerischen Schaffensprozess zu integrieren, statt sie nur
pauschal zu verteufeln. Glücklicherweise ist dieses Projekt gescheitert und SÉANCE wurde
ein Album über, keines mit Künstliche Intelligenz.
Der Titel deutet es an: Für Gropper hat die Kommunikation mit ChatGPT, Claude und Co. Viel mit Geisterbeschwörung gemeinsam. Daher geht es auf dem Album ziemlich gespenstisch zu. „SÉANCE ist mein Gothic-Album“ erklärt er. Erst im Mai 2026 erschien GET WELL SOONs siebtes Album Minus The Magic. Manche fragen sich also vielleicht, wie Konstantin Gropper nur wenige Monate später schon wieder ein neues Album, sein achtes, fertig stellen konnte. Sicher, seit Amen, veröffentlicht 2022, ist einige Zeit vergangen und genug, um einen Vorrat an Material anzulegen. Da das Projekt Get Well Soon 2026 aber auch sein 20-jähriges Jubiläum feiert, entstand die Idee, diesen Meilenstein mit zwei Alben in einem Jahr zu feiern. Trotzdem ist der Gedanke, dass Gropper dabei vielleicht Unterstützung hatte nicht abwegig und interessanterweise auch nicht falsch. Nur kam die Unterstützung aus einer anderen Ecke als man zunächst vermutet.
„Ich bin überzeugt, dass Künstler*innen nicht nach Themen suchen sollten“, betont Gropper. „Die Themen sollten die Künstler*innen finden. Und da dieses Thema allgegenwärtig und oft beunruhigend ist, kann ich ihm unmöglich ausweichen: SÉANCE handelt von Künstlicher Intelligenz.“ Das Album dokumentiert also das Experiment, mit einem nicht-menschlichen Sparringspartner zu arbeiten und glücklicherweise ist das Experiment gescheitert!
Als einer der versiertesten Songwriter seiner Generation gefeiert, als Multiinstrumentalist und vielseitiger Produzent bekannt, würde man Gropper sicherlich nicht auf der Liste jener Künstler vermuten, die diese umstrittene Technologie begeistert annehmen. „Trotz der völlig berechtigten Kritik aus der Musik- und Kunstszene wird es nichts bringen, KI zu ignorieren oder sie pauschal abzulehnen. KI wird nicht einfach wieder verschwinden. Ich hatte also das Gefühl, dass ich mich dem Thema direkt stellen muss. Auch um (m)eine Haltung dazu finden.“
Trotz der vertrauten Opulenz könnte SÉANCE daher Groppers eigenwilligstes Album sein.
Vielleicht liegt es an der Art der Unterstützung, die er sich anstelle von Mitmusiker*innen gesucht hat. Im Gegensatz zu Minus The Magic, dem letzten Album, das er live mit seiner Band einspielte und auf dem er die Begeisterung für den Sound seiner Jugend wiederentdeckte. So sind auf SÉANCE sind neben Konstantin nur drei weitere Musiker*innen zu hören: Verena Gropper (seine Schwester) und Alex Mayr am Gesang sowie Schlagzeuger Paul Kenny. Beim Mixing übergab Gropper jeweils zwei Songs an fünf langjährige „Partner in Crime“: Marcus Wüst, der an allen Get Well Soon-Alben mitgearbeitet hat; Philipp Schwär, der die ersten beiden LPs mischte; Markus Ganter, mit dem Gropper u.a. das Album ‚Hinterland‘ von Casper produzierte und der ebenso für Get Well Soon mischte und produzierte; sowie Philipp Hülsenbeck und Fritz Brückner, die als Live-Tontechniker seit Jahren zum Tourteam von Get Well Soon gehören. „Ein kleines Klassentreffen zu unserem Jubiläumsjahr“, sagt Gropper.
SÉANCE bewahrt zwar die für Gropper typische Dramatik, vor allem mit seiner opulenten Stimme. Es unterscheidet sich aber vor allem inhaltlich deutlich von seinem diesjährigen Vorgänger: Es wirkt nachdenklicher, dunkler und atmosphärischer. Da sind das bedrohliche „Goth 101“, das bewegende „Arthur And Harry“ und das fulminante „Hallucination No.4“. Das gespenstische „Holiday in Lily Dale“, das epische „Nothing Is Lost“ und ein mitreißender Shanty, „The Wreck of The Deutschland“, ganz zu schweigen vom Dark Wave-getränkten „Siri, What Ruined The West?“. Dazwischen finden sich kürzere Stücke: das nostalgische „Human Potential Advisor“, das jenseitige „The Undead Choir“ und das cineastische „Khaleesi“. Den Abschluss bilden die melancholische Atmosphäre von „Witness Impact“ und die leisen Drohungen von „You Need Me“. Gropper selbst nennt SÉANCE sein „Gothic-Album“.
Aber: Was als künstlerische Erkundungsreise in die Welt der Technologie begann, entwickelte sich schnell in eine andere Richtung. Groppers Herangehensweise wurde letztlich von einer unerwarteten, aber auf den zweiten Blick auch beruhigenden Erkenntnis geprägt: „Fast jeder Versuch, die kreative Arbeit der KI zu überlassen, führte ins Leere“, sagt er. „Sie hat für mich nur noch mehr Arbeit verursacht. Die interessantesten Ergebnisse entstanden durch ihre Fehler. Deshalb wurde aus SÉANCE ein Album über KI – und nicht eines, das mit KI gemacht wurde.“
Doch wie der Titel bereits andeutet, handelt SÉANCE nicht ausschließlich davon. „Wenn man sich mit dem meistdiskutierten Thema unserer Zeit beschäftigt, läuft man der Entwicklung immer hinterher. Deshalb war es für mich notwendig, eine recht ungewöhnliche Perspektive zu finden.“ Auf SÉANCE vertritt Gropper daher die Ansicht, dass Künstliche Intelligenz weit mehr mit Spiritualismus gemein hat, als man vielleicht vermuten würde. „KI ist im wörtlichen Sinne eine übernatürliche Kraft“, erklärt Gropper. „Und als solche ruft sie zwangsläufig die existenziellen Fragen der Philosophie, Psychologie und Soziologie auf den Plan. Und genau dort wird es interessant.“
Für manche mag die Verbindung von KI und der Kommunikation mit den Toten weit hergeholt erscheinen. Doch der aus Oberschwaben stammende Musiker hat darüber natürlich gründlich nachgedacht. Um seine Überzeugung zu untermauern, beschwört er nichts weniger als den Geist von Jacques Derrida herauf, jenem französischen Philosophen, der den Begriff „Hauntologie“ prägte – eine Verbindung aus „Haunting“ (Heimsuchung) und Ontologie.
„Ich verstehe es folgendermaßen“, führt Gropper aus. „Die Gegenwart wird immer von der
Vergangenheit heimgesucht. Jede vermeintlich neue Erkenntnis trägt Spuren dessen in sich, was ihr vorausging. Für mich ist das der große Widerspruch bei KI: Diese Technologie, die beansprucht, die Zukunft zu verkörpern, kann letztlich nur auf die Vergangenheit zurückgreifen. Sie ist niemals im wörtlichen Sinne kreativ. Sie ist ein Monster, zusammengeflickt aus Leichenteilen.“
Zwanzig Jahre nach der Gründung von GET WELL SOON ist Konstantin Gropper so inspiriert und kraftvoll wie eh und je: scharfsinnig, erfinderisch, ein Künstler, der noch immer genauso hungrig nach Ideen wie nach Antworten ist. Die Intelligenz von SÉANCE ist alles andere als künstlich, wohl aber kunstvoll, geistreich, herausfordernd und berauschend. Und im Gegensatz zur KI natürlich einfach „the real deal“.
Ort der Veranstaltung
Am östlichen Eingang zur Reeperbahn begrüßen zwei Tanzende Türme, 105 m über Elbniveau, die Besucherinnen und Besucher der Kultmeile. Doch nicht nur oben wird die Hüfte in Bewegung gesetzt. Unter den großen Bauwerken befindet sich mit dem Mojo Club eine der angesagtesten Tanzlocations der Stadt.
Wenn sich die beiden Bodenluken zur Öffnung des Clubs heben, ist es, als würde ein Tor in eine andere Welt geöffnet. Eine Welt, in der der Alltag der Stadt ausgeblendet wird und einzig du und die Musik im Vordergrund stehen. Egal, ob Electro, Dancefloor Jazz, Soul oder Bossa Nova, hier im Mojo Club spielen internationale Künstler ihre besten Lieder. Allerdings wird nicht nur großartige Musik geboten. Seit den 90ern finden regelmäßig Urban Poetry- und Macht Club-Lesungen statt. Lass auch du dich begeistern von britisch inspirierter internationaler Clubmusik in einer der beeindruckendsten Locations Hamburgs.
Der Mojo Club ist durch seine großartige Lage an der Reeperbahn optimal an die öffentlichen Verkehrsmittel angebunden. Auch mit dem Auto kommst du ins Zentrum der Stadt. Direkt an den Tanzenden Türmen befinden sich einige Tiefgaragen.
Wenn sich die beiden Bodenluken zur Öffnung des Clubs heben, ist es, als würde ein Tor in eine andere Welt geöffnet. Eine Welt, in der der Alltag der Stadt ausgeblendet wird und einzig du und die Musik im Vordergrund stehen. Egal, ob Electro, Dancefloor Jazz, Soul oder Bossa Nova, hier im Mojo Club spielen internationale Künstler ihre besten Lieder. Allerdings wird nicht nur großartige Musik geboten. Seit den 90ern finden regelmäßig Urban Poetry- und Macht Club-Lesungen statt. Lass auch du dich begeistern von britisch inspirierter internationaler Clubmusik in einer der beeindruckendsten Locations Hamburgs.
Der Mojo Club ist durch seine großartige Lage an der Reeperbahn optimal an die öffentlichen Verkehrsmittel angebunden. Auch mit dem Auto kommst du ins Zentrum der Stadt. Direkt an den Tanzenden Türmen befinden sich einige Tiefgaragen.