Bild: Chemins de Bach - Die Wege Bachs - Pygmalion - 1685-Geburtsjahr von drei Genie

Chemins de Bach - Die Wege Bachs - Pygmalion - 1685-Geburtsjahr von drei Genie

Pygmalion Chor & Orchester Dirigent: Raphaël Pichon  

Am Domänenhof
21337 Lüneburg

Tickets ab 28,50 € *
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter: Kulturforum Lüneburg e.V. , Gut Wienebüttel 1, 21339 Lüneburg, Deutschland
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Ermäßigungsinformationen

Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, SchülerInnen, Studierende, Auszubildende, Absolvierende eines freiwilligen Jahres, Erwerbslose, Gäste mit Behinderungen und Bezieher einer Grundsicherung (gegen Vorlage einer gültigen Bescheinigung) erhalten in der Regel einen ermäßigten Preis, wenn einer angegeben ist. Nutzer der Versandart print@home werden gebeten, den Ausdruck an der Abendkasse vorzulegen.

Ermäßigte Karten haben nur in Verbindung mit einem Nachweis der Berechtigung zum ermäßigten Eintritt Gültigkeit. Eintrittskarte und Nachweis sind beim Einlass vorzuzeigen.
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Veranstaltungsinfos

Einladung zum gemeinsamen Spaziergang zum Kloster Lüne gemeinsam mit den Musiker:innen. Treffpunkt ist 15:30 Uhr vor St. Michaelis.

Drei bedeutende Komponisten der europäischen Musikgeschichte wurden 1685 geboren: Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Domenico Scarlatti. Auch wenn sie im selben Jahr geboren wurden, schlugen sie doch ganz unterschiedliche Wege ein und prägten jeder für sich die Musiklandschaft eines noch jungen Europas. Dieses Konzert stellt die italienische Pracht von Händels Dixit Dominus, die protestantische Intimität von Bach und die mediterrane Ausdruckskraft von Scarlattis zehnstimmigem Stabat Mater gegenüber und bietet so einen kontrastreichen Einblick in den großen Reichtum der Barockmusik an der Schwelle zum 18. Jahrhundert.

Programm:
Johann Sebastian Bach: Kantate BWV 12 « Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen »
Domenico Scarlatti: Stabat Mater
Georg Friedrich Haendel: Dixit Dominus

Dieses Konzert ist Teil des Festivals Die Wege Bachs, das vom 23.-25.05.2026 in Lüneburg stattfindet und vom Kulturforum Lüneburg in Kooperation mit Pygmalion und ensemble reflektor veranstaltet wird.

Über Die Wege Bachs
Im Jahr 1705 ist Johann Sebastian Bach zwanzig Jahre alt. Als junger Organist aus bescheidenen Verhältnissen möchte er seine musikalische Bildung vervollkommnen – und so macht er sich von Arnstadt aus auf den Weg nach Lübeck, um den Komponisten Dietrich Buxtehude zu treffen, einen unbestrittenen Meister seines Fachs. Über seine mehr als 400 Kilometer lange Reise, die teils zu Fuß auf der römischen Salzstraße erfolgt sein muss, sind nur wenige Details bekannt. Für Bach stellt sie unterdessen eine persönliche und künstlerische Erweckung dar, die sein gesamtes zukünftiges Werk prägen wird. Pygmalion wurde 2006 von Raphaël Pichon gegründet. Anlässlich seines 20-jährigen Bestehens unternimmt das französische Ensemble Pygmalion teils zu Fuß eine ähnlich prägende Reise, die Konzerte ebenso wie Begegnungsprojekte einschließt. Die Wege Bachs wurde 2024 von ARTE Concert und France Musique begleitet. Begleiten Sie uns auf der letzten Etappe unserer Reise!

Pygmalion Chor & Orchester
2006 von Raphaël Pichon gegründet, setzt sich Pygmalion aus Sängern sowie Instrumentalisten zusammen, die auf historischen Instrumenten musizieren. Seinen Schwerpunkt legt das Ensemble darauf, musikalische Verbindungen zwischen Komponisten aufzuspüren, zum Beispiel das Erbe Bachs bei Felix Mendelssohn Bartholdy oder die Nähe von Heinrich Schütz und Johannes Brahms. Regelmäßig tritt das Ensemble mit Konzerten und Opernproduktionen in den renommiertesten Konzerthäusern Frankreichs und international auf, seine zahlreichen Aufnahmen werden bei harmonia mundi veröffentlicht. Zuletzt erschienen die Motetten, die Matthäuspassion und die Johannespassion von Bach, das Album Mein Traum mit dem Bariton Stéphane Degout, Monteverdis Vespro della Beate Vergine und ein Bach-Händel-Album mit Sabine Devieilhe.

Ort der Veranstaltung

Im Herzen Lüneburgs, inmitten einer idyllischen Grünanlage und umgeben von alten Bäumen liegt das Kloster Lüne. In ihrer Gesamtheit erhalten, fühlt man sich in der fast 800 Jahre alten Anlage des Klosters auf beeindruckende Weise in vergangene Zeiten zurückversetzt und kann dem hektischen Alltag hier für einige Momente entfliehen. Noch dazu beherbergt das Kloster Lüne zahlreiche wertvolle Kunstschätze, die im Textilmuseum ausgestellt sind.

Bereits im Jahr 1172 wurde Lüne als Benediktinerinnenkloster gegründet, schon 1380 fiel die Anlage einem verheerenden Brand zum Opfer. Mühevoll wurde das Kloster im regionaltypischen Stil der Backsteingotik wiederaufgebaut und konnte in dieser architektonisch so bemerkenswerten Form über die Jahrhunderte hinweg bewahrt werden. Schon beim Eintreten in den Klosterhof, der durch den Duft blühender Rosen und das satte Grün von Efeu bestimmt wird, fühlt man sich wie im Märchen. Der malerische Hof wird umsäumt von den gotischen, roten Backsteingebäuden und dem beeindruckenden spätbarocken Gästehaus. Als eines der Highlights im Kloster Lüne zählt die Brunnenhalle, in deren Mitte der 600 Jahre alte gotische Brunnen noch immer vor sich hin gurgelt. Die Klosterkirche stammt aus dem Jahr 1410 und beherbergt mit einem Beweinungsbild Lucas Cranachs des Älteren einen besonders wertvollen Kunstschatz. Daneben ziehen aber auch das gotische Triptychon und die imposante Barockorgel die Blicke auf sich.

Im Textilmuseum, das seit 1995 seine Pforten im Kloster öffnet, sind noch zahlreiche weitere kostbare Besitztümer ausgestellt. Weißstickereien und Bildteppiche im Klosterstich stellen Heiligenlegenden und biblische Themen dar und wurden über Jahrhunderte von den Bewohnerinnen im Kloster aufbewahrt. Die Stickarbeiten in Wolle auf Leinwand stammen teilweise sogar noch aus dem Jahr 1250.
Kloster Lüne
Am Domänenhof
21337 Lüneburg