Veranstaltungsinfos
Christine Lavant nannte sich einst nach einem Fluss in Kärnten und wurde eine der großen Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts. Jenny Erpenbeck entdeckte die 1973 verstorbene Außenseiterin der österreichischen Literatur für sich, als sie mit Anfang 30 einige Jahre in Graz lebte. Es waren Jahre einer persönlichen Umorientierung, zu der auch die Verse der Lavant gehörten – in all ihrer Schönheit, Abgründigkeit und Brutalität, die mitunter aus einer anderen Wirklichkeit zu stammen scheinen. Jenny Erpenbeck hat über das Lavant-Lesen ein Buch für die von Volker Weidermann herausgegebene Reihe ›Bücher meines Lebens‹ geschrieben (Kiepenheuer & Witsch Verlag). Zudem hat sie eine Auswahl ihrer berührenden Gedichte im Wallstein Verlag herausgegeben. »Seit heute, aber für immer«, hat sie den Band genannt. Dieser Zeile wohnt eine Wucht inne, die durchaus an Erpenbecks eigene Bücher erinnert. Besonders an ihren Welterfolg Kairos, für den sie 2024 mit dem International Booker Prize ausgezeichnet wurde. Seitdem ist die Autorin viel auf Reisen. 2025 hat sie unter anderem auf Bali gelesen. Da schadet ein erneuter Blick auf eine ihrer Lieblingsautorinnen nicht – das Wiederlesen der immer noch viel zu unbekannten Gedichte und Briefe von Christine Lavant, von denen sich einige auch in den Magazinen des Deutschen Literaturarchivs finden.
Moderation: Jan Bürger.
Moderation: Jan Bürger.
Ort der Veranstaltung
Das Deutsche Literaturarchiv (DLA) Marbach ist eine der bedeutendsten Literaturinstitutionen weltweit und das größte deutsche Literaturarchiv in freier Trägerschaft. Die Sammlungen der deutschen Literatur seit 1750 umfassen Handschriften, eine Spezialbibliothek, bildliche Quellen, zahlreiche Zeitschriften und Bild- und Tondokumente.
Mit seinem Sitz in der Geburtsstadt Friedrich Schillers bildet das Deutsche Literaturarchiv Marbach den Mittelpunkt des literarischen und kulturellen Lebens in der Region. Die Institution, zu der auch die beiden Museen Schiller-Nationalmuseum und Literaturmuseum der Moderne gehören, macht sich zur Aufgabe, Texte und Dokumente deutscher Literatur zu sammeln und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im Mittelpunkt der Sammlungen stehen die Nachlässe bedeutender Schriftsteller und Gelehrter. Die ältesten Werke sind von schwäbischen Dichtern wie Eduard Mörike und Friedrich Schiller, während zur Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur unter anderem Schriften von Günter Eich, Paul Celan und Marie Luise Kaschnitz zu finden sind.
Das deutsche Literaturarchiv Marbach ist von unschätzbarere Bedeutung für die Erschließung und Bewahrung unseres Kulturguts und zählt zu den angesehensten wissenschaftlichen Institutionen Deutschlands.
Mit seinem Sitz in der Geburtsstadt Friedrich Schillers bildet das Deutsche Literaturarchiv Marbach den Mittelpunkt des literarischen und kulturellen Lebens in der Region. Die Institution, zu der auch die beiden Museen Schiller-Nationalmuseum und Literaturmuseum der Moderne gehören, macht sich zur Aufgabe, Texte und Dokumente deutscher Literatur zu sammeln und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im Mittelpunkt der Sammlungen stehen die Nachlässe bedeutender Schriftsteller und Gelehrter. Die ältesten Werke sind von schwäbischen Dichtern wie Eduard Mörike und Friedrich Schiller, während zur Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur unter anderem Schriften von Günter Eich, Paul Celan und Marie Luise Kaschnitz zu finden sind.
Das deutsche Literaturarchiv Marbach ist von unschätzbarere Bedeutung für die Erschließung und Bewahrung unseres Kulturguts und zählt zu den angesehensten wissenschaftlichen Institutionen Deutschlands.