Bild: Unterwegs: Schütz‘ "Exequien" in der Zips

Unterwegs: Schütz‘ "Exequien" in der Zips

Le Nuove Musiche / Capella dell'Halla / Jakub Mitrík / Jörn Hinnerk Andresen  

Zeitzer Straße 4
06667 Weißenfels

Tickets ab 18,00 € *
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter: Mitteldeutsche Barockmusik in Sachsen, Sachsen-Anhalt u. Thü , Immermannstr. 28, 39108 Magdeburg, Deutschland

Tickets

Veranstaltungsinfos

EXPORT I | Musik der protestantischen Diaspora um 1650

16.00 Uhr | Auf ein Wort… mit Prof. Dr. Silke Leopold
Einstimmung auf das Konzert "Unterwegs: Schütz‘ Exequien in der Zips"

Im 17. Jahrhundert war die Zipser Region ein kulturreicher Transitraum: zwischen dem Heiligen Römischen Reich, dem Königreich Ungarn und dem Sog der italienischen Madrigalkunst, verbunden durch lutherische Netzwerke, überregionale Handelsrouten und die stille Arbeit der Kopisten. Im slowakischen Levoča hat sich eine Tabulatur von Teilen der "Musikalischen Exequien" SWV 279-281 und der "Psalmen Davids" SWV 22-47 erhalten. Johann Schimrack (gest. 1657) eignete sich die Werke seines Dresdner Kollegen auf diese Weise an – und schrieb anschließend eigene Werke in einem verwandten Stil. Neben Schimrack rückt auch Samuel Marckfelner (1621–1674) in den europäischen Klangraum der Schütz-Zeit.
Das Ensemble Le Nuove Musiche (Bratislava) und die Capella dell'Halla (Bad Reichenhall) machen Schimracks Tabulatur zum Ausgangspunkt einer künstlerischen Erkundung. Werke der Zipser Komponisten treten in den Dialog mit Heinrich Schütz‘ "Exequien"und machen Spuren lebendiger Praxis hörbar, die im Austausch dachte und handelte.

Ort der Veranstaltung

Schloss Neu-Augustusburg war schon früher bedeutendes kulturelles Zentrum und ist dieser Tradition bis heute treu geblieben: Sowohl Schlosskeller als auch Schlosscafé sind beliebte Orte für hochkarätige Konzerte, aber auch für Comedy-Abende und Diskotheken. Zudem ist im Schloss das Stadtmuseum Weißenfels untergebracht.

Anstelle der im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Burg wurde 1660 das Schloss Neu-Augustusburg errichtet und diente den Herzögen von Weißenfels als repräsentative Residenz. Die frühbarocke Schlossanlage gilt als eine der größten des Landes und ist zu großen Teilen erhalten geblieben. Mit der Zeit wurde das Schloss ein bedeutendes kulturelles Zentrum: Das Talent Georg Friedrich Händels wurde hier entdeckt, Johann Sebastian Bach komponierte eigens für die Orgel der Schlosskirche und auch Musiker wie Telemann oder die Schauspielerin Friederike Caroline Neuber fühlten sich zum Schloss hingezogen. Seit 1993 ist das Schloss Neu-Augustusburg in Besitz der Stadt und wird schrittweise restauriert.

Das Stadtmuseum Weißenfels zeigt in den Räumen des Schlosses eine Ausstellung zum Schuhhandwerk, die auf dem Schuhmuseum der DDR beruht, das hier seinen Sitz hatte. Daneben finden sich zahlreiche Exponate zur Geschichte des Herzogtums Sachsen-Weißenfels. Auch in der Schlosskirche St. Trinitatis, die weitestgehend erhalten ist, gibt es allerhand zu sehen: Die prunkvolle Fürstengruft gilt als wichtiges Denkmal barocker Bestattungskultur und beherbergt die sterblichen Überreste zahlreicher herzoglicher Familienmitglieder.
Schloss Neu-Augustusburg
Zeitzer Straße 4
06667 Weißenfels
Schloss Neu-Augustusburg
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