Veranstaltungsinfos
Olivier Guez erzählt das faszinierende Leben der Gertrude Bell, eingebettet in die bewegte Geschichte Mesopotamiens. Ein Premierengespräch mit Heike Specht und Christian Dunker.
Archäologin, Abenteurerin, Agentin des Britischen Empire: Gertrude Bell war mit Lawrence von Arabien seelenverwandt, eine enge Vertraute von Winston Churchill und die einzige Frau unter den mächtigen Männern Mesopotamiens. Sie liebte den Orient und wollte diese Region um jeden Preis befrieden. Mit fließenden Arabischkenntnissen baute sie ein umfangreiches Netzwerk zu lokalen Stammesführern und Würdenträgern auf, was ihr Beinamen wie "Königin der Wüste" oder "Tochter Arabiens" einbrachte. Sie war an der Gestaltung des modernen Irak nach dem Ersten Weltkrieg maßgeblich beteiligt und sorgte mit der Gründung des Irakischen Nationalmuseums dafür, dass archäologische Funde im Land blieben.
Olivier Guez hat der zu Unrecht Vergessenen mit seinem neuen Werk "Die Welt in ihren Händen" (KiWi) ein fesselndes Denkmal gesetzt. Atmosphärisch dicht und historisch versiert verwebt er die Lebensgeschichte von Gertrude Bell mit den Ereignissen im Nahen Osten nach dem Ersten Weltkrieg. Zur Premiere spricht Olivier Guez mit der Historikern und Autorin Heike Specht über das Leben und Wirken einer faszinierenden Frau aus viktorianischen Hause und die Ursprünge der heutigen Konfliktregion. Christian Dunker von den Geistesblüten moderiert das Gespräch.
Olivier Guez, 1974 in Straßburg geboren, ist ein preisgekrönter Bestsellerautor und Journalist. Er studierte Politische Wissenschaften und Internationale Beziehungen sowie Rechtswissenschaften. Als Journalist war er in Frankreich, Belgien und Mittel- und Lateinamerika u.a. für Le Monde, New York Times und die Frankfurter Allgemeine Zeitung tätig. Für das Drehbuch von »Der Staat gegen Fritz Bauer« erhielt er den Deutschen Filmpreis. Sein Roman »Das Verschwinden des Josef Mengele« wurde zum internationalen Bestseller. Olivier Guez lebt in Rom.
Heike Specht, Jahrgang 1974, studierte Geschichte und Literaturwissenschaft in München. Sie promovierte über die Familie Lion Feuchtwangers und arbeitete mehrere Jahre als Verlagslektorin. Heute lebt sie als freie Autorin in Zürich. Zuletzt erschienen die Biografien „Lilli Palmer. Die preußische Diva“ und „Curd Jürgens. General und Gentleman“ sowie bei Piper „Ihre Seite der Geschichte. Deutschland und seine First Ladies von 1949 bis heute“, „Die Ersten ihrer Art. Frauen verändern die Welt“ und "Die Frauen der Familie Feuchtwanger".
Foto © JF Paga
Archäologin, Abenteurerin, Agentin des Britischen Empire: Gertrude Bell war mit Lawrence von Arabien seelenverwandt, eine enge Vertraute von Winston Churchill und die einzige Frau unter den mächtigen Männern Mesopotamiens. Sie liebte den Orient und wollte diese Region um jeden Preis befrieden. Mit fließenden Arabischkenntnissen baute sie ein umfangreiches Netzwerk zu lokalen Stammesführern und Würdenträgern auf, was ihr Beinamen wie "Königin der Wüste" oder "Tochter Arabiens" einbrachte. Sie war an der Gestaltung des modernen Irak nach dem Ersten Weltkrieg maßgeblich beteiligt und sorgte mit der Gründung des Irakischen Nationalmuseums dafür, dass archäologische Funde im Land blieben.
Olivier Guez hat der zu Unrecht Vergessenen mit seinem neuen Werk "Die Welt in ihren Händen" (KiWi) ein fesselndes Denkmal gesetzt. Atmosphärisch dicht und historisch versiert verwebt er die Lebensgeschichte von Gertrude Bell mit den Ereignissen im Nahen Osten nach dem Ersten Weltkrieg. Zur Premiere spricht Olivier Guez mit der Historikern und Autorin Heike Specht über das Leben und Wirken einer faszinierenden Frau aus viktorianischen Hause und die Ursprünge der heutigen Konfliktregion. Christian Dunker von den Geistesblüten moderiert das Gespräch.
Olivier Guez, 1974 in Straßburg geboren, ist ein preisgekrönter Bestsellerautor und Journalist. Er studierte Politische Wissenschaften und Internationale Beziehungen sowie Rechtswissenschaften. Als Journalist war er in Frankreich, Belgien und Mittel- und Lateinamerika u.a. für Le Monde, New York Times und die Frankfurter Allgemeine Zeitung tätig. Für das Drehbuch von »Der Staat gegen Fritz Bauer« erhielt er den Deutschen Filmpreis. Sein Roman »Das Verschwinden des Josef Mengele« wurde zum internationalen Bestseller. Olivier Guez lebt in Rom.
Heike Specht, Jahrgang 1974, studierte Geschichte und Literaturwissenschaft in München. Sie promovierte über die Familie Lion Feuchtwangers und arbeitete mehrere Jahre als Verlagslektorin. Heute lebt sie als freie Autorin in Zürich. Zuletzt erschienen die Biografien „Lilli Palmer. Die preußische Diva“ und „Curd Jürgens. General und Gentleman“ sowie bei Piper „Ihre Seite der Geschichte. Deutschland und seine First Ladies von 1949 bis heute“, „Die Ersten ihrer Art. Frauen verändern die Welt“ und "Die Frauen der Familie Feuchtwanger".
Foto © JF Paga
Ort der Veranstaltung
Wer in Berlin auf der Suche nach interessanten Events ist, der landet mit Sicherheit früher oder später in der Urania. Seit der Gründung im 19. Jahrhundert setzt die Urania mit ihrer einzigartigen Philosophie, wissenschaftliche Bildung allen Bürgern zugänglich zu machen, neue Maßstäbe. Auf dem Programm stehen hier von Lesungen, über Diskussionsrunden bis hin zu künstlerischen Darbietungen jede Menge interessante Events aus den Bereichen Wissenschaft und Kultur.
Die Urania in Berlin hat sich seit ihrer Entstehung weit über die Grenzen der Hauptstadt hinaus einen Namen gemacht. 1888 wurde in Berlin auf Impulse von Alexander von Humboldt hin das einzigartige Projekt verwirklicht, wissenschaftliche Erkenntnisse auch einem Laien-Publikum verständlich zu machen: die Urania war geboren! Das erste „Science-Center“ der Welt war damals noch in der Invalidenstraße im Moabit untergebracht. Nach einer turbulenten Geschichte und zahlreichen Standort-Wechseln, befindet sich die heutige Urania in den ehemaligen Räumlichkeiten der Technischen Universität. Der bereits vorhandene Altbau, der zudem auf eine bewegte Geschichte als Jüdisches Logenhaus und spätere Reichsfilmakademie zurückblickt, wurde geschickt mit einem ansprechenden Neubauteil zusammengefügt. Heute befinden sich hinter der verspiegelten Glasfassade mehrere Veranstaltungssäle, darunter der große Humboldt-Saal, weitläufige Foyers, eine Art Loft sowie die Cafeteria. Alle Räume sind mit modernster Projektions- und Vortragstechnik ausgestattet und versprechen damit jedes Event perfekt in Szene zu setzen!
Circa 1400 Veranstaltungen finden jährlich in der Urania statt und damit zählt sie zu einem der Event-Locations in Berlin. Seit ihrer Gründung hat sich das Veranstaltungszentrum über zwei Weltkriege und die Wirtschaftskrise hinweg gehalten. Seitdem haben hier zahlreiche Highlights stattgefunden – darunter u.a. Lesungen berühmter Literaten wie Heinrich Böll, Max Frisch und Günter Grass‘. Und auch in der Zukunft werden in der Urania noch einige interessante Events stattfinden – überzeugen Sie sich selbst!
Die Urania in Berlin hat sich seit ihrer Entstehung weit über die Grenzen der Hauptstadt hinaus einen Namen gemacht. 1888 wurde in Berlin auf Impulse von Alexander von Humboldt hin das einzigartige Projekt verwirklicht, wissenschaftliche Erkenntnisse auch einem Laien-Publikum verständlich zu machen: die Urania war geboren! Das erste „Science-Center“ der Welt war damals noch in der Invalidenstraße im Moabit untergebracht. Nach einer turbulenten Geschichte und zahlreichen Standort-Wechseln, befindet sich die heutige Urania in den ehemaligen Räumlichkeiten der Technischen Universität. Der bereits vorhandene Altbau, der zudem auf eine bewegte Geschichte als Jüdisches Logenhaus und spätere Reichsfilmakademie zurückblickt, wurde geschickt mit einem ansprechenden Neubauteil zusammengefügt. Heute befinden sich hinter der verspiegelten Glasfassade mehrere Veranstaltungssäle, darunter der große Humboldt-Saal, weitläufige Foyers, eine Art Loft sowie die Cafeteria. Alle Räume sind mit modernster Projektions- und Vortragstechnik ausgestattet und versprechen damit jedes Event perfekt in Szene zu setzen!
Circa 1400 Veranstaltungen finden jährlich in der Urania statt und damit zählt sie zu einem der Event-Locations in Berlin. Seit ihrer Gründung hat sich das Veranstaltungszentrum über zwei Weltkriege und die Wirtschaftskrise hinweg gehalten. Seitdem haben hier zahlreiche Highlights stattgefunden – darunter u.a. Lesungen berühmter Literaten wie Heinrich Böll, Max Frisch und Günter Grass‘. Und auch in der Zukunft werden in der Urania noch einige interessante Events stattfinden – überzeugen Sie sich selbst!