Bild: Martin Piekar - »Vom Fällen eines Stammbaums«. Buchpremiere.

Martin Piekar - »Vom Fällen eines Stammbaums«. Buchpremiere.

Waldschmidtstraße 4
60316 Frankfurt am Main

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Veranstalter: Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V. , Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main, Deutschland
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Veranstaltungsinfos

Marcin und seine Mutter leben zu zweit in einer kleinen Wohnung – und das funktioniert nicht besonders gut. Die Mutter ist in den Achtzigerjahren von Polen nach Deutschland geflohen, um ihr Kind in einem Land großzuziehen, das kein Überwachungsstaat ist. Doch nach dem Tod der Großmutter verliert sie den Boden unter den Füßen. Von Depressionen geplagt beginnt sie zu trinken und nimmt ihren Sohn nur noch als Feind wahr. Und während sie nebenan mit den Wänden spricht, sitzt Marcin in seinem Zimmer und spielt World of Warcraft, hört Nu-Metal oder schreibt Gedichte. Als die Mutter Jahre später schwer erkrankt und Marcin ihre Pflege übernehmen muss, nähern sich die beiden wieder an und finden Zugang zu einer Familiengeschichte, die sie untrennbar miteinander verbindet.
In seinem ersten Roman »Vom Fällen eines Stammbaums« beweist der Lyriker Martin Piekar, dass seine Prosa ebenso kraft- und gefühlvoll ist wie seine Gedichte. Selten hat jemand so klar und schonungslos darüber geschrieben, was Verwandtschaft bedeutet, was es bedeutet, jemanden zu pflegen, was es bedeutet, jemandem ausgeliefert zu sein – und was es bedeutet, jemanden zu lieben.

Moderation: Björn Jager

Eintritt: € 6,-/9,-/12,- (pay as you wish)

Martin Piekar, geboren 1990 in Bad Soden am Taunus, ist Schriftsteller, Lyriker und Lehrer. Er veröffentlichte drei Lyrikbände: »Bastard Echo« (2014), »Amok PerVers« (2018) und zuletzt »Livestram & Leichen« (2023). Bei den 47. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt wurde er mit dem Kelag-Preis und dem Publikumspreis ausgezeichnet. Für das Manuskript seines Debütromans erhielt er 2024 den Robert-Gernhardt-Preis und wurde 2025 für den Alfred Döblin-Preis nominiert. Martin Piekar lebt in Frankfurt am Main.  

Foto (c) Charlotte Werndt

Ort der Veranstaltung

Seit 1988 gilt das freie Theater Künstler*innenhaus Mousonturm als eines der wichtigsten internationalen Produktionshäuser für zeitgenössischen Tanz, Theater und Performance in Deutschland. Sein Programm weist eine enorme Bandbreite von Tanz, Musik und bildender Kunst über Literatur bis hin zu Film und Hörspiel auf.

Im Mittelpunkt der Programm- und Vermittlungsarbeit stehen intensive Begegnungen, Kooperationen und Vernetzungen mit und zwischen Kunstschaffenden der darstellenden Künste in der Rhein-Main-Region, im deutschsprachigen Raum und an vielen Orten weltweit. Die mit dem Mousonturm verbundenen künstlerischen Praktiken vereinen unterschiedlichste Kenntnisse und Erfahrungen - aus Biografie und Alltag, aus kunst- und gesellschaftskritischen Diskursen sowie Einflüsse aus Pop-, Sub- und Soziokultur. Wie erfolgreich dieses Konzept ist, beweisen diverse Auszeichnungen sowie regelmäßige Einladungen zum renommierten Berliner Theatertreffen. Inzwischen ist das Künstler*innenhaus Mousonturm eine der ältesten Produktionsstätten für experimentelles und innovatives Theater in Deutschland und gilt darüber hinaus als wichtige Plattform für Nachwuchskünstlerinnen und -künstler.

Die Anreise zum Künstler*innenhaus Mousonturm gelingt am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad. Die nächste Haltestelle der U-Bahn befindet sich nur wenige Gehminuten entfernt, die Anbindung an den Hauptbahnhof ist exzellent.
Künstler*innenhaus Mousonturm
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