Veranstaltungsinfos
Oben oder unten: das ist eine Frage des Standpunktes.
Für den Stückeschreiber Bertolt Brecht (1898-1956)
nicht zuletzt eine Frage des Klassenstandpunktes. In seinem
Volksstück HERR PUNTILA UND SEIN KNECHT
MATTI bringt er die Herrschaftsverhältnisse eher mutwillig
in Schieflage. Als dramaturgischer Treibstoff dient
ihm hierzu der Alkohol, den er seinem Helden in einer
das Bewusstsein schädigenden Konzentration verabreicht.
Dieser Puntila braucht von allem viel: neben viel
Flüssigem auch viele Kühe, viele Bräute, viele Arbeiter,
viele Ländereien. Und alle müssen ihm zu Diensten sein.
Den Chauffeur Matti schikaniert er nach allen Regeln der
Kunst. Seine Tochter Eva verkuppelt er mit einem einflussreichen
Diplomaten – um die „befrackte Heuschrecke“ in
letzter Minute punschbeseelt vor die Tür zu setzen. Gewerkschaften
sind ihm ein rotes Tuch, lieber holt er sich
Zeitarbeiter ins Haus. Und das Recht versteht er so zu beugen,
dass es ihm nicht in die Quere kommt. Es ist noch
kein Wort gesprochen in diesem Schauspiel, da liegt der
Richter schon betrunken unterm Tisch. Mit seinem Personal
trinkt sich Puntila in eine immer neue Mitmenschlichkeit
hinein. Hoffend, dass am Ende keine Kluft mehr sei
zwischen schwarz und rot, arm und reich, groß und klein.
Doch verfliegt der Rausch der Gleichheit so schnell wie er
sich herstellen ließ. Die kapitalistische Logik tritt am Morgen
danach umso machtvoller zutage. Die Freundschaft
zwischen Herr und Knecht, so zeigt das 1940 im Exil entstandene
Stück, ist nur im Zustand künstlicher Bewusstseinstrübung
möglich.
Für den Stückeschreiber Bertolt Brecht (1898-1956)
nicht zuletzt eine Frage des Klassenstandpunktes. In seinem
Volksstück HERR PUNTILA UND SEIN KNECHT
MATTI bringt er die Herrschaftsverhältnisse eher mutwillig
in Schieflage. Als dramaturgischer Treibstoff dient
ihm hierzu der Alkohol, den er seinem Helden in einer
das Bewusstsein schädigenden Konzentration verabreicht.
Dieser Puntila braucht von allem viel: neben viel
Flüssigem auch viele Kühe, viele Bräute, viele Arbeiter,
viele Ländereien. Und alle müssen ihm zu Diensten sein.
Den Chauffeur Matti schikaniert er nach allen Regeln der
Kunst. Seine Tochter Eva verkuppelt er mit einem einflussreichen
Diplomaten – um die „befrackte Heuschrecke“ in
letzter Minute punschbeseelt vor die Tür zu setzen. Gewerkschaften
sind ihm ein rotes Tuch, lieber holt er sich
Zeitarbeiter ins Haus. Und das Recht versteht er so zu beugen,
dass es ihm nicht in die Quere kommt. Es ist noch
kein Wort gesprochen in diesem Schauspiel, da liegt der
Richter schon betrunken unterm Tisch. Mit seinem Personal
trinkt sich Puntila in eine immer neue Mitmenschlichkeit
hinein. Hoffend, dass am Ende keine Kluft mehr sei
zwischen schwarz und rot, arm und reich, groß und klein.
Doch verfliegt der Rausch der Gleichheit so schnell wie er
sich herstellen ließ. Die kapitalistische Logik tritt am Morgen
danach umso machtvoller zutage. Die Freundschaft
zwischen Herr und Knecht, so zeigt das 1940 im Exil entstandene
Stück, ist nur im Zustand künstlicher Bewusstseinstrübung
möglich.
Ort der Veranstaltung
Schloss Celle im niedersächsischen Celle ist eines der schönsten Schlösser Norddeutschlands. Hier vermischen sich Tradition und Moderne, denn Schloss Celle bietet vielfältige Möglichkeiten für kulturelle Erlebnisse wie exklusive Lesungen, hautnahe Theatervorstellungen und intensive Talkrunden.
Schloss Celle wurde im 14. Jahrhundert gebaut und verfügte ab 1670 in der zweiten Etage ein hauseigenes Hoftheater. Dieses wird seit 1950 vom Schlosstheater Celle getragen und wurde 2012 auf den neuesten Technikstand gebracht. Als eines der ältesten Barocktheater Deutschlands wartet es mit abwechslungsreichen und breit gefächerten Programm auf, wobei es ein eigenes festes Ensemble, ein Kinder- und Jugendtheater und den international renommierten Kammermusikring beheimatet. Neben der Schlosstheater-Bühne finden sich außerdem im Erdgeschoss von Schloss Celle die zwei intimen Studiobühnen „MALERSAAL“ und „TURMBÜHNE“, die durch ihre variable Bestuhlungen für jede Veranstaltung individuell genutzt werden können und neben der CD-Kaserne die HALLE 19. Der Schlossinnenhof bietet sich zudem für Open-Air-Veranstaltungen an. Über Führungen und Touren können Besucherinnen und Besucher jeden Alters die prunkvollen Säle auch außerhalb von Spielzeiten bewundern und mehr über die historischen Mauern und eines der ältesten noch dauerhaft bespielten Barocktheater erfahren.
Im Zentrum des malerischen Schlossparks gelegen, wird im Schloss Celle Kultur und Geschichte erfahrbar gemacht. Am besten ist Schloss Celle mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, da Haltestellen nur wenige Fußminuten entfernt liegen. Anreisende mit dem Auto finden aber auch in unter 10 Fußminuten Parkplätze und Parkhäuser.
Schloss Celle wurde im 14. Jahrhundert gebaut und verfügte ab 1670 in der zweiten Etage ein hauseigenes Hoftheater. Dieses wird seit 1950 vom Schlosstheater Celle getragen und wurde 2012 auf den neuesten Technikstand gebracht. Als eines der ältesten Barocktheater Deutschlands wartet es mit abwechslungsreichen und breit gefächerten Programm auf, wobei es ein eigenes festes Ensemble, ein Kinder- und Jugendtheater und den international renommierten Kammermusikring beheimatet. Neben der Schlosstheater-Bühne finden sich außerdem im Erdgeschoss von Schloss Celle die zwei intimen Studiobühnen „MALERSAAL“ und „TURMBÜHNE“, die durch ihre variable Bestuhlungen für jede Veranstaltung individuell genutzt werden können und neben der CD-Kaserne die HALLE 19. Der Schlossinnenhof bietet sich zudem für Open-Air-Veranstaltungen an. Über Führungen und Touren können Besucherinnen und Besucher jeden Alters die prunkvollen Säle auch außerhalb von Spielzeiten bewundern und mehr über die historischen Mauern und eines der ältesten noch dauerhaft bespielten Barocktheater erfahren.
Im Zentrum des malerischen Schlossparks gelegen, wird im Schloss Celle Kultur und Geschichte erfahrbar gemacht. Am besten ist Schloss Celle mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, da Haltestellen nur wenige Fußminuten entfernt liegen. Anreisende mit dem Auto finden aber auch in unter 10 Fußminuten Parkplätze und Parkhäuser.