Hamburger Kammermusikfest International

„Zahlreiche Faktoren erklären den fast ununterbrochenen Austausch von Melodien: soziale Bindungen, freiwillige oder zwangsweise Auswanderung und Kolonialisierung von Einzelnen oder Völkern.“ Béla Bartók (1881-1945) Ungarn / USA Beim diesjährigen Hamburger Kammermusikfest International stehen wie immer Werke der Spätromantik bis zu Moderne im Vordergrund. Sie werden ergänzt um das Schaffen junger Komponisten, die u.a. in Uraufführungen einen individuellen Blick auf die globale Gegenwart versprechen. Außergewöhnliche Musikerinnen und Musiker wurden wie immer eigens für das Kammermusikfest in zahlreichen einzigartigen Formationen zusammengestellt. In diesem Jahr sind sie bewusst kosmopolitisch aufgestellt, um die daraus entstehenden künstlerischen und gegenseitigen Beeinflussungen spürbar werden zu lassen. Jeder Konzertabend soll die unterschiedlichen Formen an Vitalität und Intensität der Kulturen erlebbar machen. Musik ist eine universelle Sprache, die auf der ganzen Welt verstanden wird, und somit alle Grenzen überschreitet. Viele Komponisten und Musiker verbreiten ihre Kunst auf der ganzen Welt. In wohl den meisten Musikerbiografien finden sich daher Hinweise auf mehr oder weniger lange Ortswechsel. Viele emigrieren freiwillig weil es ihr Beruf erfordert, oder sie sich anderswo bessere Bedingungen erhoffen. Andere wurden gezwungen ihre Heimat zu verlassen. Da Künstler Freiheiten brauchen um sich zu entwickeln, geraten sie häufig in Konflikt mit totalitären Regimes, was dann meistens eine Emigration nach sich zieht. "Ich bin ein Brückenbauer zwischen den Kulturen" sagt Fazil Say und zieht es vor in Deutschland zu leben, da er auf Grund seiner offenen Gegnerschaft zur derzeitigen Regierung in der Türkei mit Inhaftierung rechnen müsste. Getrieben durch ein Gefühl von Heimatlosigkeit oder von der Sehnsucht dort zu agieren wo die Wurzeln einer Musikrichtung liegen und dort zu wirken, wo sich gerade das aktuelle Zentrum eines gemeinsamen künstlerischen Schaffens befindet, sind wesentliche Bestandteile der künstlerischen Schaffenskraft. Durch diese Art der Migration von Komponisten und den damit verbundenen kulturellen Austausch entstehen immer wieder neue Werke, die es sonst in dieser ausgeprägten Vielfalt nicht geben würde. Diese "grenzenlose" Internationalisierung und Globalisierung in der Musik ist somit gleichzeitig auch eine große Bereicherung und verschafft dem Publikum neue interessante Hörgenüsse. Heute ist es an der Tagesordnung Künstler aus aller Welt zu Gast zu haben und beim diesjährigen Hamburger Kammermusikfest International steht das Thema Migration auch im Zusammenhang mit aktuell betroffenen Musikinnen und Musikern.

Quelle: Reservix

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