Veranstaltungsinfos
Geschickt verpackt
LUCY VAN KUHL: Geschickt verpackt
Wir leben in einer Zeit, in der oft die Verpackung wichtiger als der Inhalt scheint: Jeder einfache Schokoriegel wird durch Werbung zum exklusiven Geschmacksevent, der Hausmeister bekommt statt einer Lohnerhöhung exklusiv den Titel Facilitymanager und die Liebe hüpft nicht mehr wie früher mit Amors zufälligem Pfeil, sondern maßgeschneidert und algorithmenbasiert über Tinder und Parship in unser Leben.
Der deutsche Heinz Günter verpackt sich im Frankreichurlaub plötzlich in Ringelshirt und Baskenmütze und wundert sich, dass er trotz Baguette unter beiden Armen nicht als Jean Pierre gesehen wird…Verpackung ist eben nicht alles.
Lucy van Kuhl verpackt ihre Erkenntnisse in ihrem fünften Programm auch äußerst geschickt:
Aberwitzige Betrachtungen werden in sanfte Klavierklänge gehüllt, winzigkleine Randbeobachtungen mit dem großen poetischen Vergrößerungsglas versehen und die Tristesse eines Altersheim verwandelt sich durch einen Mantel aus Fantasie plötzlich in eine mitreißende Ü80-Party.
Zarte Melancholie trifft auf krachenden Unfug, klassisches Klavier auf Boogie Woogie, und wenn Sie glauben, dass sowas nicht miteinander harmoniert – Lucys überbordende Fantasie ist ein starkes leuchtendes Geschenkband, mit dem sie all das spielend leicht zusammenhält und – sehr geschickt verpackt.
LUCY VAN KUHL: Geschickt verpackt
Wir leben in einer Zeit, in der oft die Verpackung wichtiger als der Inhalt scheint: Jeder einfache Schokoriegel wird durch Werbung zum exklusiven Geschmacksevent, der Hausmeister bekommt statt einer Lohnerhöhung exklusiv den Titel Facilitymanager und die Liebe hüpft nicht mehr wie früher mit Amors zufälligem Pfeil, sondern maßgeschneidert und algorithmenbasiert über Tinder und Parship in unser Leben.
Der deutsche Heinz Günter verpackt sich im Frankreichurlaub plötzlich in Ringelshirt und Baskenmütze und wundert sich, dass er trotz Baguette unter beiden Armen nicht als Jean Pierre gesehen wird…Verpackung ist eben nicht alles.
Lucy van Kuhl verpackt ihre Erkenntnisse in ihrem fünften Programm auch äußerst geschickt:
Aberwitzige Betrachtungen werden in sanfte Klavierklänge gehüllt, winzigkleine Randbeobachtungen mit dem großen poetischen Vergrößerungsglas versehen und die Tristesse eines Altersheim verwandelt sich durch einen Mantel aus Fantasie plötzlich in eine mitreißende Ü80-Party.
Zarte Melancholie trifft auf krachenden Unfug, klassisches Klavier auf Boogie Woogie, und wenn Sie glauben, dass sowas nicht miteinander harmoniert – Lucys überbordende Fantasie ist ein starkes leuchtendes Geschenkband, mit dem sie all das spielend leicht zusammenhält und – sehr geschickt verpackt.
Ort der Veranstaltung
Warum heißt das Kaberett Obelisk Potsdam überhaupt so, wenn in der Nähe des Gebäudes eigentlich weit und breit kein Obelisk zu sehen ist? Nun, die Geschichte des Theaterhauses geht schon einige längere Zeit zurück und beginnt bei den Toren Sanssoucis, vor denen besagter Obelisk steht, der einst namensgebend war.
1978 wurde dort das Potsdamer Kabarett in dessen Nähe (Schopenhauerstraße/Ecke Hegelallee) gegründet und in ein altes Kino, das dem Grundensemble provisorisch als Spielstätte dienen sollte, einquartiert. Dieses Provisorium hielt dann ganze 20 Jahre lang, bis schließlich 1997 der Umzug in die barocke Charlottenstraße bevorstand, wo das schon zu DDR-Zeiten immer etwas andere Satiretheater auch heute noch zu finden ist. Und wie sein festes Ensemble ist auch das Kabarett nicht mehr von dort wegzudenken, so sehr hat sein einmaliger Stil die Gegend geprägt.
Neben dem Saal und dem Nebengelass beherbergt das Gebäude außerdem die Kabarett-Kneipe „Koschuweit“ und den „Club Charlotte“ im Obergeschoss. Direkt an der Hinterfront des Hauses steht ein schöner Saal, in dem sich das Kabarett völlig nach seinem Motto „das einzig Witzige an Preußen“ ausleben darf.
1978 wurde dort das Potsdamer Kabarett in dessen Nähe (Schopenhauerstraße/Ecke Hegelallee) gegründet und in ein altes Kino, das dem Grundensemble provisorisch als Spielstätte dienen sollte, einquartiert. Dieses Provisorium hielt dann ganze 20 Jahre lang, bis schließlich 1997 der Umzug in die barocke Charlottenstraße bevorstand, wo das schon zu DDR-Zeiten immer etwas andere Satiretheater auch heute noch zu finden ist. Und wie sein festes Ensemble ist auch das Kabarett nicht mehr von dort wegzudenken, so sehr hat sein einmaliger Stil die Gegend geprägt.
Neben dem Saal und dem Nebengelass beherbergt das Gebäude außerdem die Kabarett-Kneipe „Koschuweit“ und den „Club Charlotte“ im Obergeschoss. Direkt an der Hinterfront des Hauses steht ein schöner Saal, in dem sich das Kabarett völlig nach seinem Motto „das einzig Witzige an Preußen“ ausleben darf.