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Bild: Gerda Kümmel mit Ilona Kümmel - Kette der Menschlichkeit

Gerda Kümmel mit Ilona Kümmel - Kette der Menschlichkeit

Banter Deich 1A
26382 Wilhelmshaven

Tickets ab 10,00 € *
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter: Pumpwerk - Wilhelmshaven Touristik & Freizeit GmbH , Banter Deich 2, 26382 Wilhelmshaven, Deutschland
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Ermäßigungsinformationen

Bei Veranstaltungen, bei denen Ermäßigungen angeboten werden, gelten diese für Schüler, Studenten, Auszubildende und Bundesfreiwilligendienstleistende. Nachweis ist am Veranstaltungstag mitzuführen.
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Veranstaltungsinfos

Von Gerd Abeldt:
Der Nationalsozialismus in Deutschland ist 1945 untergegangen. Vor über 80 Jahren. Krieg, Vernichtungslager, Mord und Totschlag, Enteignung, Vertreibung und Denunziationen von Menschen sind seitdem unwiderruflicher Bestandteil der deutschen Geschichte. Ein Volk im Rassenwahn. Der Nachbar wird in kürzester Zeit zum Aussätzigen, der Freund zum Staatsfeind.
Alles vorbei? Der allergrößte Teil der Täter wurde gerichtet oder ist inzwischen gestorben. Und es gibt auch nur noch sehr, sehr wenige Opfer, die Konzentrationslager und Verfolgung überlebt haben, die unmittelbar von ihrem Schicksal berichten könnten.
… Aber für die Nachgeborenen, die in Frieden, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit aufgewachsen sind, bleibt die Frage unverändert dringlich: „Wie konnte es so weit kommen?" Wie konnte etwas so Unfassbares passieren? Warum hat sich niemand gewehrt?
Es wird ohne die mahnenden Stimmen von Zeitzeugen nicht einfacher werden, Erklärungen zu finden. Gerda Kümmels autobiografischer Familienroman gibt keine abschließende Antwort, schließt aber eine wichtige Lücke. Er sensibilisiert für die Arroganz von Dummheit und Gewalt, für Ausgrenzung und Entmenschlichung, für Machtmissbrauch durch die Herrschenden unter dem Deckmantel von vermeintlichem Recht und gebeugten Gesetzen.
… Die Stärke der Erzählung liegt in der Nähe zu den Protagonisten, dem Vater, der Mutter, dem Bruder, dem Arbeitskollegen auf der Werft, dem jüdischen Arbeitgeber, der geflüchteten Geliebten und, und, und. Der Weg in die Katastrophe führt dabei über wohl bekannte Schauplätze in der Stadt Wilhelmshaven und im benachbarten Landkreis Friesland. Gerade die Vertrautheit des lokalen Umfeldes und der vielen, zum Teil wiedererkennbaren Charaktere erzeugen eine Atmosphäre der Nähe, die dazu mahnt, die Gräuel der Vergangenheit nicht ins Reich des Vergessens abzudrängen.
Gerade in Zeiten, in denen autokratische Kräfte unser Weltbild erschüttern und rechtsextremistisches Gedankengut wieder hoffähig zu werden droht, ist diese Sensibilisierung ungemein wichtig. Aus der Frage: „Wie konnte das geschehen?" ist längst der Auftrag geworden: „So etwas darf nie wieder passieren!"
… Der Widerstand der „Kette der Menschlichkeit", der in der lokalhistorischen Betrachtung bislang kaum gewürdigt wurde, zeigt, dass es auch während der Nazi-Diktatur Aufrechte gab, die bereit waren, für ihre Moralvorstellungen einzustehen, indem sie an Leib und Leben bedrohten Menschen zur Flucht verhalfen. Kompromisslos. Ohne Rücksicht auf Gefahren für die eigene Existenz.
Gerda Kümmel würdigt in ihrem Roman diesen unfassbaren Mut zur Zivilcourage, dem Kern aller Menschlichkeit. Und unweigerlich konfrontiert sie damit ihre Leserschaft mit der Frage: „Wie hätte ich mich damals verhalten?" Damit ist der Weg geebnet für den unausgesprochenen Appell: „Verhalte dich menschlich, heute und morgen!"

AUS DEM VORWORT:
Es ist eine Wilhelmshavener Familiengeschichte, die nicht enger mit dem Schicksal der Stadt verbunden sein könnte. Der historische Aufstieg der Stadt nimmt die Menschen, die dorthin mit Hoffnungen auf ein besseres Leben gekommen sind, mit. Das bessere Leben und die Verpflichtung daran daran mitzuarbeiten, zeichnet die Menschen aus. Alle, ob Arbeiter oder Beamte, ob Soldaten oder Angestellte, ob Frauen oder Männer, prägen durch ihr Tun, ihr Leben und ihre stetig wachsende Identifizierung, Solidarität sowie die Enttäuschungen und auch die Liebe diese Stadt.
Dass sich viele dramatische Familiengeschichten in dem sich immer wiederholenden historischen Aufstieg und Fall einer Stadt widerspiegeln, ist wohl selbstverständlich.

Ort der Veranstaltung

Es ist das älteste soziokulturelle Zentrum Niedersachsens und prägt seit 1976 das gesellschaftliche und kulturelle Leben in Wilhelmshaven. Das „Pumpwerk“ ist Treffpunkt für die unterschiedlichsten Menschen und beliebte Location für die verschiedensten Veranstaltungen zugleich.

Der Name des Kultur- und Veranstaltungszentrums geht auf die frühere Nutzung des Gebäudes zurück, das von 1903 bis 1974 die Abwässer der Stadt in die Nordsee pumpte. 1976 entstand hier im Zuge einer alternativen Kulturbewegung eines der ersten soziokulturellen Zentren Deutschlands, die unter dem Motto „Kultur für alle“ Begegnungsstätte, politisches Forum und Bühne für ein breites Bevölkerungsspektrum darstellten. Das Pumpwerk verdankt seinen hohen Bekanntheitsgrad aber vor allem seinem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm. Neben Comedy- und Kleinkunstveranstaltungen finden hier regelmäßig Konzerte bekannter Künstler und Bands statt. Doch auch Amateurmusikern wird hier die Möglichkeit geboten, sich vor Publikum zu beweisen. So standen hier schon Größen und Legenden wie BAP, Trio oder Max Raabe auf der Bühne, als diese noch kaum jemand kannte.

Insgesamt finden im Pumpwerk jährlich bis zu 160 Veranstaltungen statt, zu denen um die 150.000 Gäste kommen. Seien auch Sie dabei und erleben Sie anspruchsvolle Unterhaltung sowie kulturelle Vielfalt in einem historischen Gebäude.
Kulturzentrum Pumpwerk
Banter Deich 1a
26382 Wilhelmshaven
Kulturzentrum Pumpwerk