Veranstaltungsinfos
Die Pforten des Trauerlands sind entriegelt, der Endsieg naht! Was "unser lieber Adolf" nicht geschafft hat, schaffen jetzt andere, die uns lieb sind. Wir nennen keine Namen, wir kennen sie alle, wir haben sie gewählt, oder auch nicht, das ist ab jetzt egal, wer siegt, hat recht. Demokratie, Leute! Wir sind das Volk, wir bestimmen, wer uns führt, leitet, lenkt! Und darüber hat die nicht ganz so liebe Elfi aus Österreich ein dramatisches Gedicht geschrieben.
Als Donald Trump 2017 erstmals Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wurde, reagierte die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek mit einer tiefschwarzen Humoreske auf den durchgeknallten Polit-Clown (Am Königsweg). 2024, kurz nach dem erneuten Wahlsieg Trumps, verfasste sie Endsieg. Tiefschwarz auch dieser Text, und der Humor hängt endgültig am Galgen. Donald Trump wird mit keinem Wort erwähnt, die Rede ist von einem König, einem Auserkorenen, einem Gott in Menschengestalt. Als solcher bringt er das Heil nicht nur über sein Land, sondern über den gesamten Globus. Auch in Deutschland kommt die messianische Botschaft des gottgleichen Führers mit dem gelbblonden Haar gut an. 2016 haben noch alle über seine Frisur gelacht, jetzt ist sie eine Krone. »Die Blonden gewinnen«, schreibt Jelinek, »sie müssen gewinnen. Vorteil für Blond. Die Meister nicht nur in Deutschland, die Meister jetzt überall.«
Nina Mattenklotz, die zuletzt "Nora oder Wie man das Herrenhaus kompostiert" am schauspiel erlangen inszenierte, führt Regie bei Jelineks düsterem Spottgedicht auf alles, was uns lieb ist. Uns, dem Volk.
Mit
Juliane Böttger
Romy Camerun
Tobias Graupner
Hermann Große-Berg
Luca Hass
Rumo Wehrli
Regie - Nina Mattenklotz
Bühne und Kostüme - Johanna Pfau
Musik - Romy Camerun
Dramaturgie - Anita Augustin
Regieassistenz und Abendspielleitung - Robert Sörgel
Kostümhospitanz - Sabrina Wegscheider
Live-Kamera - Sina Wider
Als Donald Trump 2017 erstmals Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wurde, reagierte die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek mit einer tiefschwarzen Humoreske auf den durchgeknallten Polit-Clown (Am Königsweg). 2024, kurz nach dem erneuten Wahlsieg Trumps, verfasste sie Endsieg. Tiefschwarz auch dieser Text, und der Humor hängt endgültig am Galgen. Donald Trump wird mit keinem Wort erwähnt, die Rede ist von einem König, einem Auserkorenen, einem Gott in Menschengestalt. Als solcher bringt er das Heil nicht nur über sein Land, sondern über den gesamten Globus. Auch in Deutschland kommt die messianische Botschaft des gottgleichen Führers mit dem gelbblonden Haar gut an. 2016 haben noch alle über seine Frisur gelacht, jetzt ist sie eine Krone. »Die Blonden gewinnen«, schreibt Jelinek, »sie müssen gewinnen. Vorteil für Blond. Die Meister nicht nur in Deutschland, die Meister jetzt überall.«
Nina Mattenklotz, die zuletzt "Nora oder Wie man das Herrenhaus kompostiert" am schauspiel erlangen inszenierte, führt Regie bei Jelineks düsterem Spottgedicht auf alles, was uns lieb ist. Uns, dem Volk.
Mit
Juliane Böttger
Romy Camerun
Tobias Graupner
Hermann Große-Berg
Luca Hass
Rumo Wehrli
Regie - Nina Mattenklotz
Bühne und Kostüme - Johanna Pfau
Musik - Romy Camerun
Dramaturgie - Anita Augustin
Regieassistenz und Abendspielleitung - Robert Sörgel
Kostümhospitanz - Sabrina Wegscheider
Live-Kamera - Sina Wider
Ort der Veranstaltung
Das Markgrafentheater Erlangen wurde 1719 eröffnet und ist somit das älteste noch bespielte Barocktheater Süddeutschlands. Im Herzen der Stadt gelegen, ist es heute die Hauptspielstätte des schauspiel erlangen und bietet bis zu 420 Zuschauer:innen Platz. Auf dem Spielplan stehen innovative Schauspielproduktionen in Verbindung mit Musik, Tanz oder Puppenspiel mit einem Fokus auf zeitgenössischer Dramatik.
Zwischen 1740 und 1743 wurde der Zuschauersaal durch den italienischen Theaterarchitekten Paolo Gaspari im Stil des Rokokos neugestaltet. In Auftrag gegeben wurde diese Umgestaltung von Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth. Das Theater wurde im Laufe der Jahre mehrfach aufwändig nach den Plänen Gasparis restauriert, sodass der Zuschauersaal bis heute sein historisches Rokoko-Gewand bewahrt hat.
Zwischen 1740 und 1743 wurde der Zuschauersaal durch den italienischen Theaterarchitekten Paolo Gaspari im Stil des Rokokos neugestaltet. In Auftrag gegeben wurde diese Umgestaltung von Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth. Das Theater wurde im Laufe der Jahre mehrfach aufwändig nach den Plänen Gasparis restauriert, sodass der Zuschauersaal bis heute sein historisches Rokoko-Gewand bewahrt hat.