Bild: Eine Erdnuss mit der Nase über die Ziellinie schubsen - Abschlusslesung der Romanwerkstatt von Julia Wolf

Eine Erdnuss mit der Nase über die Ziellinie schubsen - Abschlusslesung der Romanwerkstatt von Julia Wolf

Waldschmidtstraße 4
60316 Frankfurt am Main

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Veranstalter: Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V. , Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main, Deutschland
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Veranstaltungsinfos

»Eine erste Romanfassung zu vollenden ist, als schubse man eine sehr dreckige Erdnuss mit der Nase über den Boden.«
Joyce Carol Oates

Ein Jahr lang hat Julia Wolf die sechs Teilnehmerinnen ihrer Romanwerkstatt im Literaturforum dabei unterstützt, ihre Erdnuss-Projekte über oder nahe an eine Ziellinie zu bringen, und an diesem Abend lesen Anke Dörsam, Laura Kind, Lydia Lewitsch, Marcella Melien, Lena Müller und Mira Lina Simon aus ihren Manuskripten.
In ihnen begeben wir uns ins kriegumtoste Galizien von 1944, schwimmen mal in Berliner Schwimmbädern und mal im Meer rund um eine Ferieninsel, die plötzlich von der Außenwelt abgeschnitten ist. Wir erleben, wie selbst eine überstandene schwere Erkrankung Schatten über eine Partnerschaft zu werfen vermag, wir lehnen uns gegen den Kapitalismus auf und spüren solidarischen Alternativen eines gemeinsamen Lebens nach – und absolvieren einen irrwitzigen Parforceritt durch Berlin von den 80ern bis in die Zukunft. Was abschließend auch das richtige Stichwort ist: Nicht nur können Sie an diesem Abend also die Zukunft der deutschen Gegenwartsliteratur erleben – Sie werden ebenfalls feststellen, dass man sich um selbige keine Sorgen machen muss.

Moderation: Julia Wolf

Anke Dörsam wuchs in Moabit auf. Sie schreibt Prosa und Lyrik. Mit ihren Texten nahm sie an Werkstätten verschiedener Literaturhäuser und dem Irseer Pegasus teil, war Stipendiatin der Autorenwerkstatt Prosa am LCB, im Künstlerdorf Schöppingen und des Berliner Senatsstupendiums. Sie beschäftigt sich mit Ost und West, Anfängen und Umbrüchen, Bewegungen, Perspektive und dem Moment.

Laura Kind, geboren 1990, lebt in Frankfurt am Main. Sie schreibt Lyrik und Prosa und veröffentlichte in verschiedenen Literaturzeitschriften. Sie ist Mitbegründerin und Organisatorin der offenen Lesebühne Text & Tenor in Frankfurt. Ihr Debütroman »Untiefe« erscheint im Mai 2026 im Steidl Verlag.

Lydia Lewitsch wurde in Polen geboren und lebt seit 1979 in Deutschland. Nach dem Abitur studierte sie Germanistik und Philosophie. Unter anderem Namen schreibt sie Essays zu literarischen und gesellschaftspolitischen Themen sowie wissenschaftliche Aufsätze für verschiedene nationale und internationale Zeitschriften. 2024 erschien mit »Der Fall Miriam Behrmann« ihr erster Roman.

Marcella Melien, 1992 in Wiesbaden geboren, arbeitet als Projektmanagerin bei der Frankfurter Buchmesse, kuratiert die Lesungsreihe »Never wash them« und schreibt Prosa. Ihre Texte wurden in Zeitschriften veröffentlicht und mehrfach ausgezeichnet.

Lena Müller lebt als Literaturübersetzerin und Autorin in Berlin. Im Frühjahr 2021 erschien ihr Debütroman »Restlöcher« in der Edition Nautilus, ihr Hörspiel »Tiefer sinken auf sandigen Grund« (rbb) wurde Hörspiel des Monats Mai 2023. Ihr neuer Roman »Club der Verschwenderinnen« erscheint im Herbst 2026 wiederum in der Edtion Nautilus.

Mira Lina Simon wuchs in Kiel auf und studierte Theaterwissenschaften, Neuere deutsche Literatur, Romanistik und Tanz in München und Nizza. Sie übersetzt Theater und Prosa und lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Ort der Veranstaltung

Seit 1988 gilt das freie Theater Künstler*innenhaus Mousonturm als eines der wichtigsten internationalen Produktionshäuser für zeitgenössischen Tanz, Theater und Performance in Deutschland. Sein Programm weist eine enorme Bandbreite von Tanz, Musik und bildender Kunst über Literatur bis hin zu Film und Hörspiel auf.

Im Mittelpunkt der Programm- und Vermittlungsarbeit stehen intensive Begegnungen, Kooperationen und Vernetzungen mit und zwischen Kunstschaffenden der darstellenden Künste in der Rhein-Main-Region, im deutschsprachigen Raum und an vielen Orten weltweit. Die mit dem Mousonturm verbundenen künstlerischen Praktiken vereinen unterschiedlichste Kenntnisse und Erfahrungen - aus Biografie und Alltag, aus kunst- und gesellschaftskritischen Diskursen sowie Einflüsse aus Pop-, Sub- und Soziokultur. Wie erfolgreich dieses Konzept ist, beweisen diverse Auszeichnungen sowie regelmäßige Einladungen zum renommierten Berliner Theatertreffen. Inzwischen ist das Künstler*innenhaus Mousonturm eine der ältesten Produktionsstätten für experimentelles und innovatives Theater in Deutschland und gilt darüber hinaus als wichtige Plattform für Nachwuchskünstlerinnen und -künstler.

Die Anreise zum Künstler*innenhaus Mousonturm gelingt am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad. Die nächste Haltestelle der U-Bahn befindet sich nur wenige Gehminuten entfernt, die Anbindung an den Hauptbahnhof ist exzellent.
Künstler*innenhaus Mousonturm
Waldschmidtstraße 4
60316 Frankfurt am Main
Künstler*innenhaus Mousonturm