Daniel Kehlmann - AFRIKA - Buchpräsentation
Daniel Kehlmann  
Veranstalter:
MSK Events GmbH , Alexanderstr. 9, 10178 Berlin, Deutschland
Veranstaltungsinfos
AFRIKA
Daniel Kehlmann geht mit seinem neuen Roman „Afrika“ auf Tour
Eine koloniale Ordnung nimmt Gestalt an, während einer ihrer Verhandler verzweifelt versucht, einen privaten Betrug zu vertuschen. In seinem neuen Roman „Afrika“ führt Daniel Kehlmann in das Berlin des Winters 1884/85. Auf Einladung Bismarcks beraten dort Vertreter europäischer Staaten, der USA und des Osmanischen Reiches über Handel, Besitzansprüche und die Regeln kolonialer Expansion. Afrikanische Vertreter sind nicht beteiligt. Die Schlussakte wird zur Grundlage für die anschließende Aufteilung Afrikas in Kolonien.
Für Österreich-Ungarn sitzt Legationsrat Strinetzky am Verhandlungstisch, weil der Botschafter verhindert ist: Franz Liszt hat ihm ein Klavierstück gewidmet, das geübt werden muss. Strinetzky selbst hat beträchtliche Gelder an einen erfundenen Gutachter namens Doktor Waldbach überweisen lassen, um seine Affäre mit einer Schauspielerin zu finanzieren. Als in Berlin ein wirklicher Waldbach auftaucht, droht der Betrug aufzufliegen. Strinetzky muss 5.000 Gulden beschaffen. Dann fordert ihn auch noch ein preußischer Offizier zum Duell im Grunewald.
Mit diesen Sorgen irrt Strinetzky durch die Konferenz und entwickelt ausgerechnet unter Druck ein Talent für Verhandlungen. Seine private Panik entfaltet sich in der routinierten Sprache der Diplomatie. Der Roman zeigt, wie Verantwortung sich in Verfahren auflösen kann. Seine Komik richtet den Blick auf die Banalität, mit der Geschichte gemacht wird.
Nach „Lichtspiel“ wählt Kehlmann erneut eine historische Konstellation, in der ein Einzelner Teil einer politischen Katastrophe wird, ohne ihre Dimension zu begreifen. Daniel Kehlmann liest aus „Afrika“. Im Gespräch geht es darum, wie Literatur historische Wirklichkeit verwandelt und die koloniale Vergangenheit in die Gegenwart hinein sichtbar macht.
Daniel Kehlmann, 1975 in München geboren, lebt in Berlin und New York. Mit „Die Vermessung der Welt“ gelang ihm einer der größten Erfolge der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. „Tyll“ stand 2020 auf der Shortlist des International Booker Prize; die englische Ausgabe von „Lichtspiel“ stand 2026 ebenfalls auf der Shortlist und machte international Furore. Daniel Kehlmann lebt in New York und Berlin.
Daniel Kehlmann geht mit seinem neuen Roman „Afrika“ auf Tour
Eine koloniale Ordnung nimmt Gestalt an, während einer ihrer Verhandler verzweifelt versucht, einen privaten Betrug zu vertuschen. In seinem neuen Roman „Afrika“ führt Daniel Kehlmann in das Berlin des Winters 1884/85. Auf Einladung Bismarcks beraten dort Vertreter europäischer Staaten, der USA und des Osmanischen Reiches über Handel, Besitzansprüche und die Regeln kolonialer Expansion. Afrikanische Vertreter sind nicht beteiligt. Die Schlussakte wird zur Grundlage für die anschließende Aufteilung Afrikas in Kolonien.
Für Österreich-Ungarn sitzt Legationsrat Strinetzky am Verhandlungstisch, weil der Botschafter verhindert ist: Franz Liszt hat ihm ein Klavierstück gewidmet, das geübt werden muss. Strinetzky selbst hat beträchtliche Gelder an einen erfundenen Gutachter namens Doktor Waldbach überweisen lassen, um seine Affäre mit einer Schauspielerin zu finanzieren. Als in Berlin ein wirklicher Waldbach auftaucht, droht der Betrug aufzufliegen. Strinetzky muss 5.000 Gulden beschaffen. Dann fordert ihn auch noch ein preußischer Offizier zum Duell im Grunewald.
Mit diesen Sorgen irrt Strinetzky durch die Konferenz und entwickelt ausgerechnet unter Druck ein Talent für Verhandlungen. Seine private Panik entfaltet sich in der routinierten Sprache der Diplomatie. Der Roman zeigt, wie Verantwortung sich in Verfahren auflösen kann. Seine Komik richtet den Blick auf die Banalität, mit der Geschichte gemacht wird.
Nach „Lichtspiel“ wählt Kehlmann erneut eine historische Konstellation, in der ein Einzelner Teil einer politischen Katastrophe wird, ohne ihre Dimension zu begreifen. Daniel Kehlmann liest aus „Afrika“. Im Gespräch geht es darum, wie Literatur historische Wirklichkeit verwandelt und die koloniale Vergangenheit in die Gegenwart hinein sichtbar macht.
Daniel Kehlmann, 1975 in München geboren, lebt in Berlin und New York. Mit „Die Vermessung der Welt“ gelang ihm einer der größten Erfolge der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. „Tyll“ stand 2020 auf der Shortlist des International Booker Prize; die englische Ausgabe von „Lichtspiel“ stand 2026 ebenfalls auf der Shortlist und machte international Furore. Daniel Kehlmann lebt in New York und Berlin.
Ort der Veranstaltung
Gegründet von keinem Geringeren als Bertolt Brecht persönlich ist das Berliner Ensemble die wohl berühmteste Bühne der Hauptstadt. In einem wahrhaft prachtvollen Gebäude bietet das Berliner Ensemble nicht nur hochkarätige Inszenierungen sondern auch einen äußerst reizvollen Rahmen dafür. Legendäre Uraufführungen fanden hier schon statt und auch heute noch erregt das Berliner Ensemble mit modernen Aufführungen zahlreicher Klassiker immer wieder Aufsehen.
Im Jahr 1949 wurde das Berliner Ensemble von Bertolt Brecht und seiner Frau Helene Weigel gegründet, um die Kulturszene Ostberlins zu beleben. Schon vor Brecht war das Schauspielhaus Zeuge großer Uraufführungen, beispielsweise von Hauptmanns „Die Weber“ oder auch Zuckmayers „Fröhlicher Weinberg“. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde im Theater eine der ersten Drehbühnen eingebaut und eröffnete völlig neue Möglichkeiten der Inszenierung. Auch Brecht feierte in seinem Haus große Erfolge, seine Dreigroschenoper ging erstmals hier über die Bühne, das epische Theater begeisterte die Zuschauer. Anspruchsvolle Bühnenbilder, spannende Inszenierungen, das exzellente Ensemble und ein facettenreicher Spielplan sorgen seit der Gründung des Berliner Ensembles für ausverkauftes Haus. Deutsche Klassik steht ebenso auf dem Programm wie klassische Moderne, auch dem Werk des unsterblichen Shakespeare gebührt am Haus große Aufmerksamkeit.
Das Theater am Schiffbauerdamm ist seit kurz nach seiner Gründung die Heimat des Berliner Ensembles. 1892 wurde es mit Goethes Iphigenie auf Tauris feierlich eröffnet und ist seither Zeuge zahlreicher Meilensteine deutscher Theaterwelt gewesen. Das schlichte und dennoch repräsentative Theaterhaus beherbergt einen glanzvollen Zuschauerraum: Plastisch und dekorativ im barocken Stil ausgestattet, erwartet er seine Gäste auf zwei Rängen mit goldenen Stuckaturen und rotem Gestühl.
Im Jahr 1949 wurde das Berliner Ensemble von Bertolt Brecht und seiner Frau Helene Weigel gegründet, um die Kulturszene Ostberlins zu beleben. Schon vor Brecht war das Schauspielhaus Zeuge großer Uraufführungen, beispielsweise von Hauptmanns „Die Weber“ oder auch Zuckmayers „Fröhlicher Weinberg“. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde im Theater eine der ersten Drehbühnen eingebaut und eröffnete völlig neue Möglichkeiten der Inszenierung. Auch Brecht feierte in seinem Haus große Erfolge, seine Dreigroschenoper ging erstmals hier über die Bühne, das epische Theater begeisterte die Zuschauer. Anspruchsvolle Bühnenbilder, spannende Inszenierungen, das exzellente Ensemble und ein facettenreicher Spielplan sorgen seit der Gründung des Berliner Ensembles für ausverkauftes Haus. Deutsche Klassik steht ebenso auf dem Programm wie klassische Moderne, auch dem Werk des unsterblichen Shakespeare gebührt am Haus große Aufmerksamkeit.
Das Theater am Schiffbauerdamm ist seit kurz nach seiner Gründung die Heimat des Berliner Ensembles. 1892 wurde es mit Goethes Iphigenie auf Tauris feierlich eröffnet und ist seither Zeuge zahlreicher Meilensteine deutscher Theaterwelt gewesen. Das schlichte und dennoch repräsentative Theaterhaus beherbergt einen glanzvollen Zuschauerraum: Plastisch und dekorativ im barocken Stil ausgestattet, erwartet er seine Gäste auf zwei Rängen mit goldenen Stuckaturen und rotem Gestühl.