Bild: Corinna Harfouch & Hideyo Harada

Corinna Harfouch & Hideyo Harada

"Unsere ganze Liebe, unser ganzes Unglück"  

Am Lustgarten
10178 Berlin

Tickets ab 16,95 € *
Veranstalter: MSK Events GmbH , Alexanderstr. 9, 10178 Berlin, Deutschland

Tickets

Veranstaltungsinfos

Die Konzertreihe MEISTERWERKE präsentiert im Berliner Dom das Kulturleben in seiner ganzen Vielfalt – von großer Klassik über literarisch-musikalische Abende bis hin zu Clubkultur. Inmitten sakraler Architektur und einzigartiger Akustik entstehen unvergessliche Abende – eindrucksvoll, bewegend, inspirierend.

Corinna Harfouch & Hideyo Harada
„Unsere ganze Liebe, unser ganzes Unglück - Ein Programm zu Marie d´Agoult und Franz Liszt“
Samstag, 17. April 2027
Einlass: 19:30 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr


Zu Beginn des Jahres 1833, als der einundzwanzigjährige Franz Liszt bei einer Soiree spielte, befand sich unter den Gästen eine der elegantesten Erscheinungen der Pariser Gesellschaft: Marie d’Agoult. Die Tochter des Grafen Maurice de Flavigny und Enkelin des Bankiers Moritz Bethmann wurde 1805 in Frankfurt am Main geboren. Sie ging 1827 in Paris eine Standesehe mit dem fünfzehn Jahre älteren Grafen Charles d’Agoult ein, mit dem sie zwei Kinder hatte. Die Ehe war nicht glücklich, aber man hatte sich arrangiert, und die Gräfin hatte völlige Freiheit, ihren intellektuellen Interessen nachzugehen. Sie eröffnete ihren eigenen Salon, in dem literarische Lesungen stattfanden. Marie d’Agoults betörende Schönheit, ihr Geschmack, ihre Klugheit fanden viele Bewunderer. Für Liszt sollte die Beziehung zu der sechs Jahre älteren Gräfin zur ersten erfüllten Liebe seines Lebens werden. In den Pariser Salons galt Maries Liebesbeziehung zu Liszt als Skandal. Vor dem gesellschaftlichen Druck flohen die beiden in die Schweiz. Diese Jahre wurden aber auch durch häufige Phasen der Trennung überschattet. Liszt brach immer öfter zu ausgedehnten Konzertreisen auf, und so entstand ein umfangreicher Briefwechsel zwischen beiden Liebenden, der sowohl ihre innige Beziehung als auch ihr zerrinnendes Glück dokumentiert.

Unter dem Motto Unsere ganze Liebe, unser ganzes Unglück gestalten Corinna Harfouch und Hideyo Harada ein musikalisch-literarisches Programm, welches sich dem Paar Liszt – d’Agoult widmet. Lesungen aus Maries Memoiren, dem Briefwechsel zwischen ihr und Liszt sowie Dokumenten von Zeitgenossen werden dabei mit Auszügen aus den Années de Pélerinage und anderen Klavierwerken des Komponisten verflochten. So verbinden sich Wort und Ton zu tiefgründigen Einblicken in eine der großen Liebesgeschichten des 19. Jahrhunderts.


Corinna Harfouch zählt zu den bekanntesten deutschen Charakterdarstellerinnen in Film, Fernsehen und Theater. Nachhaltig und überzeugend verkörpert sie die Extreme der menschlichen Existenz. Ihre Darstellung gerät immer wieder auch zur Gratwanderung zwischen den Abgründen des Lebens. Die in Suhl geborene Schauspielerin absolvierte ihr Studium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin und war seit ihrer Ausbildung auf allen wichtigen Theaterbühnen Deutschlands und in zahlreichen Gastpielen in Österreich und der Schweiz zu sehen. Seit ihrem Debüt vor der Filmkamera in 1995 hat sie in mehr als 100 Film- und Kinoproduktionen mitgewirkt. Aktuelle Filme sind Das Mädchen mit den goldenen Händen (2022) von Katharina Marie Schubert und Alles in bester Ordnung (2022) von Natja Brunckhorst. Für ihre Theaterarbeit wurde Corinna Harfouch mehrfach ausgezeichnet. Sie erhielt u. a. 1997 den Gertrud-Eysoldt-Ring für herausragende schauspielerische Leistungen und wurde im selben Jahr für ihre Rolle des General Harras in Des Teufels General (Regie: Frank Castorf) von der Zeitschrift Theater heute zur Schauspielerin des Jahres gekürt. Auch für ihre Filmarbeiten wurde Corinna Harfouch mit vielen Preisen geehrt, u. a. mit dem Bayerischen Filmpreis, Adolf-Grimme-Preis, Deutschen Fernsehpreis, Deutschen Filmpreis, Deutschen Schauspielerpreis, Günter-Rohrbach-Preis und Hessischen Filmpreis.

»Ob glühende Emotion oder traumverlorene Poesie, ob sanft oder wild: Hideyo Harada lässt sich von der Musik mitreißen, vom zarten Akkord bis zur Raserei schöpft sie alle Gefühlsregungen klanglich aus«, so die Süddeutsche Zeitung über die japanische Pianistin. Mit ihrem breitgefächerten Repertoire ist sie heute ein gern gesehener Gast bei internationalen Festivals und konzertiert mit bedeutenden Orchestern.

Haradas Vielseitigkeit spiegelt sich ebenfalls in ihrer umfangreichen Diskografie, die neben Werken von Samuel Feinberg und Michio Mamiya ebenso Kompositionen von Schubert, Chopin, Schumann, Grieg und Skrjabin umfasst. Im Rahmen von Kammermusikabenden arbeitet Hideyo Harada u. a. mit dem Borodin Quartett, den Geigern Latica Honda-Rosenberg und Mikhail Simonyan, dem Cellisten Jens Peter Maintz und dem Bariton Roman Trekel. Neben Aufnahmen bei internationalen Rundfunk- und Fernsehanstalten liegen mehrere mit Preisen bedachte Einspielungen der Pianistin vor.

Ort der Veranstaltung

Zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt gehört zweifellos der mächtige Berliner Dom, der mit seiner markanten Kuppel das Erscheinungsbild der Spreeinsel prägt. Ein absolutes Muss für jeden Kirchenliebhaber und diejenigen, die sich für hochwertige Veranstaltungen in einer atemberaubenden Kulisse begeistern können.

Die Geschichte des Berliner Doms lässt sich bis auf die Mitte des 15. Jahrhunderts zurückverfolgen. Das heutige Gotteshaus mit seiner vom Barock beeinflussten Renaissance-Architektur entstand zwischen 1894 und 1905 und löste damit den klassizistischen Vorgänger ab. Der Zweite Weltkrieg hinterließ auch hier seine zerstörerischen Spuren, als die Kirche durch eine Flüssigbrandbombe in eine Ruine verwandelt wurde. Es sollte dreißig Jahre dauern, bis der Wiederaufbau begann: 1983 waren die Außenarbeiten, 2002 die Innenarbeiten fertiggestellt.

Der Berliner Dom wird neben den regelmäßigen Gemeindegottesdiensten der evangelischen Kirche, Staatsakten und wichtigen politischen Ereignissen auch als Veranstaltungsort rege genutzt. Dank seiner zentralen Lage ist er auch bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.
Berliner Dom
Am Lustgarten
10178 Berlin