Bild: Bernd-Lutz Lange und Peter Ufer - „Wo der Spaß aufhört, fängt der Witz an“

Bernd-Lutz Lange und Peter Ufer - „Wo der Spaß aufhört, fängt der Witz an“

Schloßstraße 2
01067 Dresden

Tickets ab 29,00 € *
Veranstalter: DIE HERKULESKEULE GmbH , Schloßstr. 2, 01067 Dresden, Deutschland
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Veranstaltungsinfos

Bernd-Lutz Lange und Peter Ufer: „Wo der Spaß aufhört, fängt der Witz an“

Bei der Satire gilt das Prinzip: Wer sich getroffen fühlt, ist gemeint. Gesagt hat das Werner Finck, einer der prominentesten deutschen Kabarettisten, der den Nazis so lange einen Spiegel vorhielt, bis sein Kabarett 1935 von Reichspropaganda-Minister Joseph Göbbels persönlich verboten wurde und er ihn bei Dreharbeiten zu einem Film verhaften ließ. Aber auch nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Finck nicht müde, auch den neuen Mächtigen auf die Nerven zu gehen. In München, wohin es den in Görlitz geborenen Autor mutiger Satire und mehr als doppelbödiger Wortspiele verschlagen hatte. Bis heute ist er unvergessen - und hat mindestens zwei sehr prominente Fans: Bernd-Lutz Lange, den Mitbegründer des Leipziger Kabaretts "academixer" und Peter Ufer, bekannter Dresdner Journalist, Satiriker und Mundartexperte. Für sie ist Werner Finck eines der großen Vorbilder mutiger Satire und einer der geschicktesten deutschen Kabarettisten. Gemeinsam erzählen sie in ihrem Programm "Wo der Spaß aufhört, fängt der Witz an" aus dem Leben Fincks und präsentieren seine besten satirischen Texte. Ein Hochgenuss für alle Kabarettfans. Und für Dresdner ohnehin, denn auch hier hinterließ Finck Spuren - ging hier zur Schule und sammelte erste Theatererfahrungen, bevor es ihn nach Bunzlau und Berlin verschlug. Und schon in Dresden schrieb er doppelbödige Merksätze, wie diesen: "Auch die Bretter, die man vor dem Kopf hat, können die Welt bedeuten." Es wird ein kluger Abend mit noch immer hochaktueller Satire eines "schrägen Vogels des deutschen Kabaretts", wie Finck selbst von sich sagte ...

Foto: Robert Jentzsch

Ort der Veranstaltung

Als das „Nonplusultra des Ostkabaretts“ wird die Herkuleskeule bezeichnet. Aber das Dresdner Kabarett-Theater ist natürlich längst eine gesamtdeutsche Satire-Institution, eine der wenigen, die sich noch wirkliches politisches Kabarett zutraut. Mit Ostblick, aber gerade für das mutige „Zwischendiestühlesetzen“ auch von „Wessis“ geliebt. Jeden Abend gibt’s im Kabarettkeller im Kulturpalast am Altmarkt bissige Satire, die bei aller Ernsthaftigkeit natürlich auch den Spaß nicht vergisst.

1961 gründete der Kabarettist Manfred Schubert das Theater als Berufskabarett. „Keine Witzbeschwerden“ war das erste Stück des Ensembles, das 1961 uraufgeführt wurde. Dass es ausgerechnet die Kellerräume der Ruine der Reformierten Kirche am Altmarkt waren, in denen das Kabarett dann sein Domizil hatte, passte: Denn reformieren, verändern wollten die Kabarettisten ja auch. Das kleine Land DDR … Das fanden „die da oben“ nicht immer gut, 1969 wurde ein politisches Programm des Kabaretts verboten. Manfred Schubert wurde vorübergehend zum „Nachsitzen“ auf die Parteischule geschickt – doch er holte für die Übergangszeit Wolfgang Schaller als Dramaturg und Autor nach Dresden. Manfred Schubert kam als Kabarett-Leiter zurück, und auch Schaller blieb. Zum Glück für die „Keule“ und das ostdeutsche Kabarett insgesamt. Denn Wolfgang Schaller und der Schriftsteller Peter Ensikat wurden das erfolgreichste Autoren-Duo des DDR-Kabaretts. Im saarländischen St. Ingbert trat die Herkuleskeule im Jahr 1987 zum ersten Mal in der Bundesrepublik Deutschland auf. Es wurde der große Durchbruch auch im Westen. Und der Erfolg der Herkuleskeule ist ungebrochen, denn seit 2017 spielt die „Keule“ im Kabarettkeller im Kulturpalast. Also wieder direkt am Altmarkt. Und das jeden Abend.

Vom Dresdner Hauptbahnhof aus bringt Sie die Straßenbahn in die unmittelbare Nähe der Herkuleskeule. Wer zu Fuß gehen möchte, ist in circa 20 Minuten vor Ort. Für Gäste, die mit dem PKW anreisen, stehen um die Location herum kostenpflichtige Parkhäuser zur Verfügung.
Herkuleskeule
Schloßstraße 2
01067 Dresden
Herkuleskeule