Veranstaltungsinfos
Mit der nächsten Ausgabe von AMT 44 – TALK widmen wir uns einer Frage, die nicht länger rhetorisch ist: Wie viel Rechtsruck hält eine Gesellschaft aus, bevor sie kippt?
Der Verfassungsschutz sagt »gesichert rechtsextrem« und seither kursiert das AfD-Verbot als Ja- oder Nein-Frage in der Öffentlichkeit. Doch greift diese Verkürzung zu kurz? Was bedeutet es, wenn sich politische Koordinaten verschieben und rechte Narrative in der Mitte der Gesellschaft anschlussfähig werden? Ist unsere Erinnerungskultur ein wirksames Korrektiv – oder längst nur ein Ritual, das uns moralisch beruhigt? Sind wir Musterschüler:innen der Aufarbeitung – oder haben wir gelernt, Geschichte so zu erzählen, dass sie uns nicht mehr verpflichtet?
Wir sprechen über das bequeme Sitzenbleiben, und diejenigen, die immer weiter nach rechts aufrücken. Über die Mechanik der Verschiebung: wie aus Empörung Relativierung wird, aus klarer Haltung taktisches Schweigen – und aus Abgrenzung ein Achselzucken. Und darüber, was passiert, wenn nicht Extremist:innen lauter werden, sondern Demokrat:innen leiser.
Unsere Gäste
Max Czollek – Autor und Essayist. In seinen vielbeachteten Büchern analysiert er die deutsche Erinnerungskultur und ihre blinden Flecken und plädiert für eine selbstkritische Auseinandersetzung mit nationalen Erzählungen. In Alles auf Anfang – Auf der Suche nach einer neuen Erinnerungskultur (gemeinsam mit Hadija Haruna-Oelker) hinterfragt er, warum das deutsche Erinnern heute versagt und entwickelt eine neue Praxis des Erinnerns, die verhindern soll, dass sich die Vergangenheit wiederholt.
Yasmine M’Barek – ist Journalistin, Autorin und Redakteurin bei DIE ZEIT. 2020 wurde sie als eine der Top 30 unter 30-Journalist:innen ausgezeichnet und ist regelmäßig in politischen TV-Formaten zu Gast. Bis 2025 war sie Gastgeberin des ZEIT-Podcasts Ehrlich jetzt?. In ihren Büchern setzt sie sich mit politischer Streitkultur und demokratischer Wirksamkeit auseinander. 2025 erschien ihr Essayband I feel you – Über Empathie.
Ulrich Chaussy – Journalist und investigativer Chronist rechter Gewalt. Seine Recherchen zum Oktoberfestattentat 1980 haben maßgeblich zur Neubewertung des Anschlags beigetragen. Er gilt als einer der profiliertesten Kenner rechtsextremer Strukturen in Deutschland.
Moderiert von Matthias Köhler – Regisseur und Teil der künstlerischen Leitung am schauspiel erlangen
Der Verfassungsschutz sagt »gesichert rechtsextrem« und seither kursiert das AfD-Verbot als Ja- oder Nein-Frage in der Öffentlichkeit. Doch greift diese Verkürzung zu kurz? Was bedeutet es, wenn sich politische Koordinaten verschieben und rechte Narrative in der Mitte der Gesellschaft anschlussfähig werden? Ist unsere Erinnerungskultur ein wirksames Korrektiv – oder längst nur ein Ritual, das uns moralisch beruhigt? Sind wir Musterschüler:innen der Aufarbeitung – oder haben wir gelernt, Geschichte so zu erzählen, dass sie uns nicht mehr verpflichtet?
Wir sprechen über das bequeme Sitzenbleiben, und diejenigen, die immer weiter nach rechts aufrücken. Über die Mechanik der Verschiebung: wie aus Empörung Relativierung wird, aus klarer Haltung taktisches Schweigen – und aus Abgrenzung ein Achselzucken. Und darüber, was passiert, wenn nicht Extremist:innen lauter werden, sondern Demokrat:innen leiser.
Unsere Gäste
Max Czollek – Autor und Essayist. In seinen vielbeachteten Büchern analysiert er die deutsche Erinnerungskultur und ihre blinden Flecken und plädiert für eine selbstkritische Auseinandersetzung mit nationalen Erzählungen. In Alles auf Anfang – Auf der Suche nach einer neuen Erinnerungskultur (gemeinsam mit Hadija Haruna-Oelker) hinterfragt er, warum das deutsche Erinnern heute versagt und entwickelt eine neue Praxis des Erinnerns, die verhindern soll, dass sich die Vergangenheit wiederholt.
Yasmine M’Barek – ist Journalistin, Autorin und Redakteurin bei DIE ZEIT. 2020 wurde sie als eine der Top 30 unter 30-Journalist:innen ausgezeichnet und ist regelmäßig in politischen TV-Formaten zu Gast. Bis 2025 war sie Gastgeberin des ZEIT-Podcasts Ehrlich jetzt?. In ihren Büchern setzt sie sich mit politischer Streitkultur und demokratischer Wirksamkeit auseinander. 2025 erschien ihr Essayband I feel you – Über Empathie.
Ulrich Chaussy – Journalist und investigativer Chronist rechter Gewalt. Seine Recherchen zum Oktoberfestattentat 1980 haben maßgeblich zur Neubewertung des Anschlags beigetragen. Er gilt als einer der profiliertesten Kenner rechtsextremer Strukturen in Deutschland.
Moderiert von Matthias Köhler – Regisseur und Teil der künstlerischen Leitung am schauspiel erlangen
Ort der Veranstaltung
Das Markgrafentheater Erlangen wurde 1719 eröffnet und ist somit das älteste noch bespielte Barocktheater Süddeutschlands. Im Herzen der Stadt gelegen, ist es heute die Hauptspielstätte des schauspiel erlangen und bietet bis zu 420 Zuschauer:innen Platz. Auf dem Spielplan stehen innovative Schauspielproduktionen in Verbindung mit Musik, Tanz oder Puppenspiel mit einem Fokus auf zeitgenössischer Dramatik.
Zwischen 1740 und 1743 wurde der Zuschauersaal durch den italienischen Theaterarchitekten Paolo Gaspari im Stil des Rokokos neugestaltet. In Auftrag gegeben wurde diese Umgestaltung von Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth. Das Theater wurde im Laufe der Jahre mehrfach aufwändig nach den Plänen Gasparis restauriert, sodass der Zuschauersaal bis heute sein historisches Rokoko-Gewand bewahrt hat.
Zwischen 1740 und 1743 wurde der Zuschauersaal durch den italienischen Theaterarchitekten Paolo Gaspari im Stil des Rokokos neugestaltet. In Auftrag gegeben wurde diese Umgestaltung von Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth. Das Theater wurde im Laufe der Jahre mehrfach aufwändig nach den Plänen Gasparis restauriert, sodass der Zuschauersaal bis heute sein historisches Rokoko-Gewand bewahrt hat.