Theodor-Zink-Museum

Steinstraße 48, 67657 Kaiserslautern, Deutschland Route planen

Wer sich in Kaiserslautern über die Geschichte der Stadt schlau machen will, der ist im Theodor-Zink-Museum genau richtig. In den Räumlichkeiten des historischen Wadgasserhofs im Herzen Kaiserslautern werden die unterschiedlichen Lebensverhältnisse, die die Stadt seit jeher prägen, anhand von typischen bäuerlichen und bürgerlichen Exponaten dargestellt, auch das Gebäude selbst wird so zum Anschauungsgegenstand. Natürlich kommt auch die Geschichte der Barbarossa-Stadt nicht zu kurz.

Nach umfassender Sanierung des historischen Gebäudes konnte 1978 das Theodor-Zink-Museum eröffnet werden. Im Gedenken an den Initiator der ursprünglichen Sammlung und des ersten Stadtmuseums Theodor Zink, trägt das Museum seinen Namen. Die Geschichte Kaiserslauterns, aber auch der gesamten Region, wird hier in einem spannenden Rundgang durch mehr als sieben Jahrtausende gezeigt: Von der Vor- und Frühgeschichte mit ihren Keramikfunden über die mittelalterliche Stadtgeschichte und die Reformation bis hin zur jüngsten Vergangenheit. Eng verbunden mit der Geschichte der Stadt ist vor allem Kaiser Friedrich I., auch bekannt als Barbarossa, dessen Kaiserpfalz bis heute das Bild der Innenstadt prägt. In der ständigen Sammlung gibt es eine Vielzahl wertvollen Porzellans zu bestaunen, bürgerliches sowie bäuerliches Mobiliar erzählt vom Leben vergangener Zeiten und Fotos zeugen von wichtigen Kaiserslauterer Firmen wie Pfaff.

Als typisches Beispiel eines innerstädtischen Anwesens, das aber ebenso landwirtschaftlich genutzt wurde, ist das Haus „Zum Rheinkreis“, in dem das Theodor-Zink-Museum beheimatet ist, selbst interessantes Anschauungsobjekt. Im Jahr 1817 erbaut, wurde der Vierseithof zunächst als Gasthof betrieben, dann als Brauerei, bis er zur Nutzung als Museum komplett saniert wurde. Neben den Wohngebäuden und den Stallungen wurde auch die Scheune mit einbezogen und hat sich als kultureller Veranstaltungsort etabliert. Auch der gegenüber liegende Wadgasserhof ist Teil des Museums-Komplexes: Das ehemalige mittelalterliche Hospital bestand schon im 15. Jahrhundert und birgt zahlreiche Schätze in seinem Inneren. In der kleinen Kapelle von 1475 wurden einst Heilige verehrt, ein prachtvolles Stuckzimmer zeugt vom repräsentativen Anspruch des 18. Jahrhunderts und zählt zu den bedeutendsten Stuckaturen Südwestdeutschlands.

Derzeit sind leider keine Termine verfügbar.