Museum am Dom

Bischof-Stein-Platz 1, 54290 Trier, Deutschland Route planen

Im ehemaligen königlich-preußischen Gefängnis ist ein Museum zu finden, wie es in keinem größeren Kontrast zu den Räumlichkeiten stehen könnte: Im Museum am Dom werden herausragende Werke christlicher Kunst und religiösen Brauchtums gezeigt, die das Bistum Trier in einer einzigartigen Sammlung zusammengetragen hat.

Im Jahr 1904 wurde das Museum unter dem Namen Diözesan-Museum eröffnet, aus dem in den Fünfzigern das Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum hervorging. Seit 1988 ist das Museum in der ehemaligen Haftanstalt untergebracht, das einstmals Durchgangsstation für viele jüdische Deportierte war. In der facettenreichen Sammlung stehen alte Werke neben zeitgenössischer Kunst und regen so die Auseinandersetzung zwischen Kunst und Religion, klerikaler Kunst und religiöser Wirklichkeit in unserer heutigen Welt an. Dem Museum obliegt die Aufgabe, die Vorgängerbauten des Trierer Doms, der ältesten deutschen Bischofskirche, zu erforschen. Dementsprechend finden sich in der Sammlung zahlreiche wertvolle historische Funde, die Aussehen und Ausstattung der Kirche aus dem 4. Jahrhundert belegen. Wertvolle konstantinische Deckenmalereien aus der Entstehungszeit der Kirche wurden mühevoll aus hunderten Mosaiken zusammengesetzt, Modelle zeugen vom Aussehen der damaligen Kirchenanlage. Doch die Geschichte des Doms reicht noch weiter zurück: An seiner Stelle fand man heidnische und frühchristliche Grabmonumente, die im Museum zu sehen sind.

Christus- und Marienbildern im Wandel der Jahrhunderte, damit auch Zeugnissen Christi Kindheit und der Passion aber auch Gnadenbildern Mariens ist ein Teil der Ausstallung gewidmet. Eine bedeutende Sammlung religiöser Volkskunst beinhaltet neben Klosterarbeiten auch kostbare Seidenkunst und Reliquiare, aber auch einfachen Kitsch. Das bedeutendste aller Stücke ist der Heilige Rock, der seit Jahrhunderten Ziel tausender Pilgern zur Heilig-Rock-Wallfahrt ist und nur zu diesem Zeitpunkt öffentlich zugänglich. Eine ganz besondere Atmosphäre schaffen die liturgischen Gewänder und Geräte, die außerdem einen faszinierenden Einblick in die Kirchenausstattung durch die Jahrhunderte geben.

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