Jesuitenkolleg Trier

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Das Jesuitenkolleg in Trier wurde 1560 gegründet und hatte bis zu seiner Aufhebung durch Papst Klemens XIV. im Jahre 1773 Bestand. Das Jesuitenkolleg bildet heute mit seinem Kollegiengebäude, dem Universitätsneubau und dem Clementinum ein Ensemble, das immer noch Spuren der wechselvollen Geschichte in sich birgt.

Seit dem Jahr 1570 durften die Jesuiten die Klostergebäude der Franziskaner benutzen, die aus den Überresten der römischen Barbarathermen erbaut wurden. Die Jesuiten übernahmen fortan nicht nur die Priesterausbildung, sondern waren auch Träger der alten Universität, deren Unterricht im heutigen Priesterseminar stattfand. Das heutige Hauptgebäude des Seminars, das Clementinum, wurde 1779 im klassizistischen Stil erbaut. Im gleichen Jahr wurde auch die heutige Jesuitenkirche dem Kolleg übereignet, die wie die Klostergebäude von den Franziskanern stammt.

Nachdem das Jesuitenkolleg 1773 vom damaligen Papst aufgehoben wurde, hielt eine französische Schule in den Gebäuden Einzug. Die Auflösung währte jedoch nicht lange und schon 1805 öffnete das bischöfliche Priesterseminar erneut seine Tore. Das jüngste Seminargebäude, das Rudolfinum am Moselufer, beherbergt heute die Katholische Akademie.

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