Weißenburger Kammerorchester

Als Gründungsjahr für das Weißenburger Kammerorchester gilt das Jahr 1949, als der damalige Hauptlehrer E. W. Maier Musikbegeisterte um sich scharte, um in Weißenburg ein Laienorchester zu gründen.
Bereits am 29. September 1949 führte die „Instrumentengruppe von Musikliebhabern“ im Wildbadsaal ihr erstes Konzert durch und wurde 1950 in „Kammermusikkreis“ umbenannt. Die Presse zollte dem damaligen Kreis höchstes Lob. Auf Betreiben von Rechtsrat Littmann konnte am 21. Juli 1951 die erste Serenade am Martin-Luther-Platz veranstaltet werden. Die Serenaden im Innenstadtbereich prägen bis heute das musikalische Leben der Stadt und des Weißenburger Kammerorchesters.
1954 verlor das Orchester den damaligen Gründer, Leiter und Motor des Orchesters. E. W. Maier wurde als Schulrat nach Erlangen berufen. Es übernahm der damalige Treuchtlinger Kantor Helmut Scheller das Dirigat. Als auch dieser an eine Kantorenstelle nach Hof berufen wurde, übernahm der Weißenburger Studienprofessor Hermann Fried das Orchester für einige weitere Aufführungen, bevor das Orchester seinen Zusammenhalt verlor und für einige Jahre nicht mehr existierte. Der Initiative von Josef Lidl war es zu verdanken, dass sich im Jahr 1962 die interessierten Musiker aus Weißenburg wieder neu gefunden haben. Als „Weißenburger Kammerorchester“ fand bereits im selben Jahr das erste Konzert im Wildbadsaal statt.
Nach Josef Lidl übernahm der Weißenburger Musiker Josef Kerl für mehrere Jahrzehnte die Leitung des Orchesters und dirigierte zahlreiche Konzerte in Weißenburg und den umliegenden Gemeinden, bevor ab dem Jahr 2008 der Weißenburger Kantor KMD Michael Haag bis Anfang 2018 das Orchester leitete. 2018 entstand dann der Verein
Weißenburger Kammerorchester e.V., der die Tradition des Kammerorchesters als Projektorchester unter der Leitung verschiedener Dirigenten fortsetzt.
Quelle: Weißenburger Kammerorchester