Bild: The Roaring Twenties - Stummfilm, Revue, Avantgarde - Kultursommer 2026

The Roaring Twenties - Stummfilm, Revue, Avantgarde - Kultursommer 2026

Achim Seyler & Kathrin Isabelle Klein  

Am Rossberg
66869 Kusel

Tickets ab 25,00 € *
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter: Kreisverwaltung Kusel , Trierer Str. 49 - 51, 66869 Kusel, Deutschland

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Sitzplatz
Normalpreis
je 25,00 €

Ermäßigt (Schüler und Studenten)
je 15,00 €

Abendkasse Erw.
je 30,00 €

Abendkasse Erm.
je 20,00 €

Kinder bis 12 Jahre
je 10,00 €

Summe 0,00 €

Ermäßigungsinformationen

Ermäßigungsberechtigt:
Kinder ab 3 Jahren, Schüler, Studenten

Rollstuhlfahrer und Schwerbehinderte Personen, die eine Begleitperson benötigen vor Ticket-Kauf bitte beim Veranstalter melden, Telefon 06381/424-278 oder Mail servicebuero-kultur@kv-kus.de
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Veranstaltungsinfos

The Roaring Twenties - Stummfilm, Revue, Avantgarde

Die 20er Jahre sind musikalisch eine ungemein spannende Zeit – doch auch der Film erlebte in diesen Jahren eine erste Blüte. Zum Ende des Jahrzehnts begann der Tonfilm, den Stummfilm zu verdrängen, doch bis dahin waren Stummfilme mit Live-Begleitung eines Ensembles üblich. „L’horloge magique“ („Die Wunderuhr“) und „La forêt enchantée“ („Der Zauberwald“) von Władysław Starewicz nehmen in der damaligen Filmproduktion eine Ausnahmestellung ein, da Starewicz zu den Pionieren des Puppen-Animationsfilms gehörte, insbesondere mit der hierfür verwendeten Stop-Motion-Technik.

Die beiden Filme zählen zu Starewiczs besten Werken und werden durch die Musik von Paul Dessau auf das Bild hin abgestimmt unterstützt.

Paul Dessau war im Übrigen von 1923-1925 Kapellmeister in Mainz, die arrangierte und rekonstruierte Fassung der Filmmusik (für Klarinette, Violine, Violoncello, Kontrabass, Akkordeon und Schlagzeug) stammt von dem im Mainz lebenden Komponisten und Arrangeur Bernd Thewes.

Zur Avantgarde gehörte auch Paul Hindemiths Kammermusik op. 24 Nr. 1 für zwölf Musiker. Das Stück mit seiner eigentümlichen Besetzung erlebte seine Uraufführung 1922 im zweiten Jahr der Donaueschinger Musiktage und provozierte einen Skandal, wonach Hindemith als „Bürgerschreck“ bezeichnet wurde.

Die Musik wurde vom Kritiker Heuß 1923 wie folgt beschrieben: „Es ist erreicht!
Der modernen deutschen Musik ist es endlich gelungen, das heutige Leben dort zu fassen, wo es sich am frivolsten und gemeinsten austobt. Man steht seiner Musik gegenüber, wie sie zu denken, geschweige zu schreiben, noch nie ein deutscher Komponist von künstlerischer Haltung gewagt hat, einer Musik von einer Laszivität und Frivolität, die nur einem ganz besonders gearteten Komponisten möglich sein kann.“ Hindemiths Werk begeistert durch seine Motorik, die an Strawinsky erinnert, greift aber im letzten Satz auch auf einen Foxtrott zurück.

Denn die Tanzmusik prägte die 20er Jahre noch mehr als die avantgardistischen Experimente. Bohuslav Martinů hat einige davon in seinem Ballett „La revue de cuisine“ (1928) aufgenommen. Wie Starewicz hatte es Martinů in das pulsierende Paris verschlagen. Mit einer Prise Ironie versehen ließ Martinů im Ballett Topf, Deckel, Schneebesen, Scheuerlappen und Besen tanzen.

In der für dieses Projekt vorgesehenen „Jazzsuite“ hat Martinů das Ballett für den Konzertsaal adaptiert. Ähnlich wie Hindemith weist auch Martinů in der Sextett-Besetzung aus Violine, Violoncello, Klarinette, Fagott, Trompete und Klavier auf die späteren freien Instrumentationen in der neuen Musik voraus. Die Märsche, der Tango und der Charleston lassen die Tanzmusik der 20er Jahre in ein kunstvoller Weise auch heute noch im Konzertsaal erfahrbar werden.

Projektleitung und Idee: Achim Seyler & Kathrin Isabelle Klein

Copyright Foto: L.B. Martin Starewitch

Ort der Veranstaltung

Die Fritz-Wunderlich-Halle in Kusel dient verschiedenen kulturellen Zwecken, auch Veranstaltungen der Kuseler Schlen finden hier statt. Das gemeinsame Kulturprogramm von Landkreis Kusel, Verbandsgemeinde Kusel und Stadt Kusel bietet neben Jazz-, Pop- und Rockkonzerten auch Klassik, Kabarett, Theater und andere Events an. Hier ist für jeden etwas dabei!

Der in Kusel geborene Kammersänger Fritz Wunderlich, der bekannt für seine beeindruckende Tenorstimme war, ist Namensgeber der Halle, in der bis zu 683 Personen Platz finden. Ganz gleich ob Reihen- oder Tischbestuhlung, die Veranstaltungshalle ist vielseitig einsetzbar und die Gestaltung ist durchaus flexibel. Das Parkett verfügt zudem über eine Tanzfläche, auf der bei Festen in der Fritz-Wunderlich-Halle das Tanzbein geschwungen und ausgelassen gefeiert werden kann.

Die Fritz-Wunderlich-Halle befindet sich im Süden der Stadt etwas außerhalb des Zentrums. Somit ist die Halle am Schulzentrum Kusel sehr gut mit dem Auto zu erreichen. Parkplätze stehen auf dem Gelände zur Verfügung, die Zufahrt ist ausgeschildert.
Fritz-Wunderlich-Halle Kusel
Am Roßberg
66869 Kusel
Fritz-Wunderlich-Halle Kusel
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