Summerwinds Festival: Joolaee Trio & Parisa Saeednezhad: Schnittstellen, Amalgame
Joolaee Trio & Parisa Saeednezhad  
Veranstalter:
GWK e.V. , Fürstenbergstraße 14, 48147 Münster, Deutschland
* Preise inkl. MwSt.,
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Veranstaltungsinfos
Joolaee Trio & Parisa Saeednezhad Klarinette
Misagh Joolaee Kamancheh
Schaghajegh Nosrati Klavier
Sebastian Flaig Perkussion
Hochexpressiv und klangschön, reiche Harmonik und Melodik, pulsierende Rhythmen: das deutsch-iranische Joolaee Trio hat eine eigene musikalische Sprache gefunden als ein innovatives Amalgam verschiedener Kulturen, in dem die Trennung von West und Ost, persischer Klassik und europäischer Klassik und Jazz, Tradition und Moderne aufgehoben ist.
Mit Misagh Joolaee an der Kamancheh – die iranische Stachelgeige klingt brüchig-rauchig und nasal –, mit der klassischen Pianistin Schaghajegh Nosrati, die mit ihren Bach-Interpretationen den internationalen Durchbruch erzielte, und dem Ethno- und Jazzperkussionisten Sebastian Flaig ist das Joolaee Trio eine der außergewöhnlichsten Kammermusikformationen überhaupt. Sein Gast, die Iranerin Parisa Saeednezhad, die wie das Trio in Deutschland lebt, beherrscht die westliche Klarinette virtuos und bringt überdies Improvisationskunst und persische Klangfarben ein.
In „Schnittstellen, Amalgame“ demonstriert Saeednezhad, dass es im Westen „schon immer“ Schnittstellen des Dur-Moll-Systems mit anderen Tonleitersystemen, sog. Modi, gab. Auch die hier vorherrschenden Zweier-, Dreier- und Vierertakte wurden mit asymmetrischen Rhythmen kombiniert. Hat sich die Kunstmusik doch dadurch erneuert, dass sie sich „Fremdes“ mit Begeisterung zu eigen machte, z.B. Volksmusik. So spielt die gebürtige Teheranerin Bartóks „Rumänische Volkstänze“, dazu „Vier hebräische Bilder“ des russisch-amerikanischen Klarinettisten Simeon Bellison, die in der osteuropäischen Klezmer-Tradition stehen. Abseits von Dur und Moll hat Olivier Mesiaen auf der Suche nach spiritueller Entgrenzung u.a. Vogelstimmen gelauscht und ganz individuelle Modi entwickelt, etwa für das ergreifende Klarinettensolo „Abgrund der Vögel“.
Misagh Joolaees Kompositionen basieren auf dem Radif, einer alten Sammlung von über 350 Guschehs – Melodien, Motiven, Modi –, die die Grundlage der klassischen persischen Musik bildet. Dabei hat jeder Modus seine spezielle Charakteristik und Stimmung. Joolaee studierte den Radif bei persischen Meistern: „Man muss diese Guschehs auswendig lernen. Und dann kommt das Spannende: die eigene Variation, Kombination und Ornamentik zu finden“. Aus seiner kompositorischen Vorgabe machen er, Nosrati, Flaig und Saeednezhad mit improvisatorischer Freiheit und grenzenloser Fantasie das mitreißende Joolaee Trio- und Quartett-Amalgam.
Schnittstellen, Amalgame
Olivier Messiaen (1908–1992): Abîme des oiseaux
Béla Bartók (1881–1945): Rumänische Volkstänze
Simeon Bellison (1881–1953): Four Hebraic Pictures
Traditional: Sari Gelin
Misagh Joolaee (*1983): Gefährten| Be Hich Diyar | Mehrabani | Mahjur | Negarin | Vashagh | Sharar
Improvisationen, u.a.
Misagh Joolaee Kamancheh
Schaghajegh Nosrati Klavier
Sebastian Flaig Perkussion
Hochexpressiv und klangschön, reiche Harmonik und Melodik, pulsierende Rhythmen: das deutsch-iranische Joolaee Trio hat eine eigene musikalische Sprache gefunden als ein innovatives Amalgam verschiedener Kulturen, in dem die Trennung von West und Ost, persischer Klassik und europäischer Klassik und Jazz, Tradition und Moderne aufgehoben ist.
Mit Misagh Joolaee an der Kamancheh – die iranische Stachelgeige klingt brüchig-rauchig und nasal –, mit der klassischen Pianistin Schaghajegh Nosrati, die mit ihren Bach-Interpretationen den internationalen Durchbruch erzielte, und dem Ethno- und Jazzperkussionisten Sebastian Flaig ist das Joolaee Trio eine der außergewöhnlichsten Kammermusikformationen überhaupt. Sein Gast, die Iranerin Parisa Saeednezhad, die wie das Trio in Deutschland lebt, beherrscht die westliche Klarinette virtuos und bringt überdies Improvisationskunst und persische Klangfarben ein.
In „Schnittstellen, Amalgame“ demonstriert Saeednezhad, dass es im Westen „schon immer“ Schnittstellen des Dur-Moll-Systems mit anderen Tonleitersystemen, sog. Modi, gab. Auch die hier vorherrschenden Zweier-, Dreier- und Vierertakte wurden mit asymmetrischen Rhythmen kombiniert. Hat sich die Kunstmusik doch dadurch erneuert, dass sie sich „Fremdes“ mit Begeisterung zu eigen machte, z.B. Volksmusik. So spielt die gebürtige Teheranerin Bartóks „Rumänische Volkstänze“, dazu „Vier hebräische Bilder“ des russisch-amerikanischen Klarinettisten Simeon Bellison, die in der osteuropäischen Klezmer-Tradition stehen. Abseits von Dur und Moll hat Olivier Mesiaen auf der Suche nach spiritueller Entgrenzung u.a. Vogelstimmen gelauscht und ganz individuelle Modi entwickelt, etwa für das ergreifende Klarinettensolo „Abgrund der Vögel“.
Misagh Joolaees Kompositionen basieren auf dem Radif, einer alten Sammlung von über 350 Guschehs – Melodien, Motiven, Modi –, die die Grundlage der klassischen persischen Musik bildet. Dabei hat jeder Modus seine spezielle Charakteristik und Stimmung. Joolaee studierte den Radif bei persischen Meistern: „Man muss diese Guschehs auswendig lernen. Und dann kommt das Spannende: die eigene Variation, Kombination und Ornamentik zu finden“. Aus seiner kompositorischen Vorgabe machen er, Nosrati, Flaig und Saeednezhad mit improvisatorischer Freiheit und grenzenloser Fantasie das mitreißende Joolaee Trio- und Quartett-Amalgam.
Schnittstellen, Amalgame
Olivier Messiaen (1908–1992): Abîme des oiseaux
Béla Bartók (1881–1945): Rumänische Volkstänze
Simeon Bellison (1881–1953): Four Hebraic Pictures
Traditional: Sari Gelin
Misagh Joolaee (*1983): Gefährten| Be Hich Diyar | Mehrabani | Mahjur | Negarin | Vashagh | Sharar
Improvisationen, u.a.
Ort der Veranstaltung
Auf Burg Vischering mit dem Wassergraben, den Toren, Wehrmauern und Zugbrücken wird das Mittelalter wieder lebendig. In zahlreichen Ausstellungen, darunter einer speziell für Kinder, wird die Zeit der Knappen und Ritter und damit auch die wechselvolle Geschichte der Burg anschaulich dargestellt.
Im 13. Jahrhundert wurde die Burg auf Pfählen in der Steveraue errichtet, bis heute rauscht das Wasser geräuschvoll über das Mühlenwehr. Die Familie Droste zu Vischering, die sich für den Bau der Anlage verantwortlich zeichnete, ist auch jetzt noch im Besitz der Burg. Die ursprüngliche Burg wurde durch eine Feuersbrunst im 16. Jahrhundert zerstört, jedoch im Stile der Renaissance wieder aufgebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg pachtete der Landkreis die Feste, um sie als Kultur- und Bürgerzentrum zu nutzen, was sie auch heute noch ist.
Hier gibt es Kunst und Kultur von internationalem Rang: Rockige Open-Air-Konzerte, smoother Jazz oder Crossover kommen in der trutzigen Wehranlage voll zur Geltung. Vor allem im Rittersaal finden regelmäßige Konzerte und Vorträge statt. Ebenfalls in der Burg beheimatet ist das Museum Burg Vischering, zu dem jährlich rund 80.000 Besucher pilgern. Für das leibliche Wohl ist im ehemaligen Pferdestall der Vorburg gesorgt.
Im 13. Jahrhundert wurde die Burg auf Pfählen in der Steveraue errichtet, bis heute rauscht das Wasser geräuschvoll über das Mühlenwehr. Die Familie Droste zu Vischering, die sich für den Bau der Anlage verantwortlich zeichnete, ist auch jetzt noch im Besitz der Burg. Die ursprüngliche Burg wurde durch eine Feuersbrunst im 16. Jahrhundert zerstört, jedoch im Stile der Renaissance wieder aufgebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg pachtete der Landkreis die Feste, um sie als Kultur- und Bürgerzentrum zu nutzen, was sie auch heute noch ist.
Hier gibt es Kunst und Kultur von internationalem Rang: Rockige Open-Air-Konzerte, smoother Jazz oder Crossover kommen in der trutzigen Wehranlage voll zur Geltung. Vor allem im Rittersaal finden regelmäßige Konzerte und Vorträge statt. Ebenfalls in der Burg beheimatet ist das Museum Burg Vischering, zu dem jährlich rund 80.000 Besucher pilgern. Für das leibliche Wohl ist im ehemaligen Pferdestall der Vorburg gesorgt.