Bild: Summerwinds Festival: Carousel Chamber Ensemble: Wiener Mélange

Summerwinds Festival: Carousel Chamber Ensemble: Wiener Mélange

Carousel Chamber Ensemble  

Gut Havichhorst
Havichhorster Mühle 100
48157 Münster

Tickets ab 28,00 € *
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter: GWK e.V. , Fürstenbergstraße 14, 48147 Münster, Deutschland
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Ermäßigungsinformationen

Ermäßigungen gibt es für GWK-Mitglieder, Studierende, Schüler:innen, Arbeitssuchende, Sozialhilfeempfänger:innen, Sozialdienstleistende, Schwerbehinderte (Ausweis).
Ist im Schwerbehindertenausweis ein B vermerkt, erhält die Begleitperson eine Freikarte. Rollstuhlplätze für Schwerbehinderte und die Freikarte für die jeweilige Begleitperson sind nur für barrierefreie Veranstaltungsorte und nur telefonisch bei der GWK buchbar unter Tel: 0251 591-3041

Bei entsprechend ausgezeichneten Konzerten zahlen Kinder, Student:innen, Schüler:innen und Auszubildende bis 25 Jahre 15 € pro Ticket. Bei Konzerteinlass ist ein entsprechender Ausweis vorzulegen.
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Veranstaltungsinfos

Annelien Van Wauwe Klarinette, Alexandra Soumm Violine, Samuel Nemtanu Violine, Mathis Rochat Viola, Louis Rodde Cello

Delikat, der Koffein-Kick aus der Weltstadt der Klassik. Carousel serviert eine „Wiener Mélange“, die es in sich hat. Extrem aromatisch, ist sie zugleich ausgewogen und raffiniert.

Das Ensemble aus Preisträger:innen großer Wettbewerbe, 2019 von Annelien Van Wauwe, leidenschaftliche Kammermusikerin und Solistin bei Spitzenorchestern weltweit, gegründet, genießt internationale Reputation. In der „Wiener Mélange“ kombiniert Carousel lebenshungrig-liebestrunkene solitäre Quartettsätze mit lebensbejahend-heiteren Klarinettenquintetten.
Nemesis

Hochromantische Emphase, Glück bis zur Ekstase und fiebrige Sehnsucht herrschen in Anton Weberns Quartettsatz. Der Kompositionsstudent ist 1905 noch nicht der atonale Zwölftöner der Zweiten Wiener Schule. Ob in sein Stück Biografisches einschlug? „Zwei Seelen hatten sich vermählt!“, notierte der 22-Jährige nach einem Wanderurlaub mit seiner späteren Frau in sein Tagebuch ... Strahlende Serenität dagegen im Klarinettenquintett von Robert Fuchs, das zu seinem 70. Geburtstag uraufgeführt wurde. Hier ist alles maßvoll. Dennoch berührt die Musik des Professors für Komposition am Wiener Konservatorium tief mit ihrem ausbalancierten Dialog von Klarinette und Streichern, den atmenden Melodien, der farbigen Harmonik. „Fuchs ist ein famoser Musiker“, lobte Brahms. „So fein und so gewandt, so reizvoll erfunden ist alles, man hat immer seine Freude daran!“

Dramatische Wucht, existenzielle Unruhe und Verletzlichkeit, Nervosität, schwebende Melancholie – eine fast schmerzliche Schönheit erfüllt den Quartettsatz c-Moll, den Schubert mit 23 schrieb. Ob Franz damals schon von seiner Syphilis wusste? Schubert starb nur wenig jünger als Mozart. Trotz seines frühen Todes spricht man von Mozarts Spätstil, auch beim Klarinettenquintett, mit dem er 1789 diese Gattung begründete. Die Klarinette ist Partnerin und Solistin im Hin-und-Her der Stimmen. Bezaubernd ihr inniges Lamento im langsamen Satz, das Menuett mit dem ländlerhaften ersten und dem vertrackt-virtuosen zweiten Trio. Spiel, Eleganz und Leuchten, sentimentalische Heiterkeit zum guten Schluss.


Wiener Mélange
Anton Webern (1883–1945): Langsamer Satz
Robert Fuchs (1847–1927): Quintett Es-Dur für Klarinette, zwei Violinen, Viola, Violoncello, Op. 102
Franz Schubert (1797–1828): Quartettsatz c-Moll, D. 703
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791): Quintett A-Dur für Klarinette, 2 Violinen, Viola und Violoncello, KV 581

Ort der Veranstaltung

Gut Havichhorst
Havichhorster Mühle 100
48157 Münster
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