Summerwinds Festival: Armin Kyūmei Lohbeck: Das alte Japan im Mondschein
Armin Kyūmei Lohbeck  
Benediktshof
Verth 41
48157 Münster
Tickets ab 22,00 €
*
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter:
GWK e.V. , Fürstenbergstraße 14, 48147 Münster, Deutschland
* Preise inkl. MwSt.,
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Veranstaltungsinfos
Armin Kyūmei Lohbeck Shakuhachi
Am 28. August ist Vollmond. Da bietet es sich für Armin Kyūmei Lohbeck an, Werke über den Mondschein, die Wandermönche im alten Japan für Shakuhachi geschrieben haben, auf sein Programm zu setzen. Lohbeck, der nach seinem Cello-Studium in Deutschland Mitglied des Japan Philharmonic Symphony Orchestra war und damals seine Liebe zur japanischen Bambusflöte entdeckte, lässt in „Das alte Japan im Mondschein“ das magische Gestirn musikalisch aufgehen. Er erklärt sein Instrument, die uns fremde Musik und spricht über seine Ausbildung zum Meister in der Kinko-ryu-Tradition bei Gunnar Jinmei Linder in Schweden und Ryumei Matsuyama in Japan.
Die japanische Bambusflöte ist eins der ältesten Musikinstrumente der Welt und seit 1.200 Jahren unverändert. Sie klingt holzig-hauchig, nach Weite und Wind. Sie ist aus dem Wurzelende des Madake-Bambus gemacht und ähnelt der Blockflöte, hat aber nur eine schlichte Anblaskante. Anblas- und Atemtechnik sind anspruchsvoll. Indem die Spielenden die fünf Grifflöcher ganz oder teilweise abdecken und Kopfneigung oder Lippenspannung verändern, können sie über mehr als zweieinhalb Oktaven jeden Ton und ein reiches Spektrum an Klangfarben erzeugen. Nahezu alles ist auf der Shakuhachi spielbar: traditionelle japanische Meditations- und Ensemblemusik, Arrangements klassischer Musik, Filmmusik, Jazz.
Im 13. Jahrhundert kam die Shakuhachi mit chinesischen Buddhisten nach Japan und wurde seitdem von wandernden Mönchen gespielt. Im 16. Jh. gründeten Bettelmönche einen Zen-Orden, dessen Wahrzeichen die Shakuhachi wurde. Für diese „Komusō“ war die Flöte ein Werkzeug der Meditation, das Spielen ein Weg zur Erleuchtung. Flöte spielend gingen die Mönche auch durch die Straßen, um für ihr Essen zu betteln. Ihre Musik wird „Honkyoku“, Hauptstücke, genannt. Honkyoku, die nicht mit Noten, sondern mit japanischen und chinesischen Schriftzeichen notiert sind, bestechen durch fehlenden Rhythmus und Freiheit von allem, was man im Westen unter Musik versteht.
Das alte Japan im Mondschein
Yobitake Uketake: Rufender Bambus – antwortender Bambus
Shin-Kyorei: Der wahre Geist der Leere
Kumoi Jishi: Himmlischer Shishi-Löwe
Gekkai: Mond-Meer
Tsuki No Kyoku: Mond-Stück
Am 28. August ist Vollmond. Da bietet es sich für Armin Kyūmei Lohbeck an, Werke über den Mondschein, die Wandermönche im alten Japan für Shakuhachi geschrieben haben, auf sein Programm zu setzen. Lohbeck, der nach seinem Cello-Studium in Deutschland Mitglied des Japan Philharmonic Symphony Orchestra war und damals seine Liebe zur japanischen Bambusflöte entdeckte, lässt in „Das alte Japan im Mondschein“ das magische Gestirn musikalisch aufgehen. Er erklärt sein Instrument, die uns fremde Musik und spricht über seine Ausbildung zum Meister in der Kinko-ryu-Tradition bei Gunnar Jinmei Linder in Schweden und Ryumei Matsuyama in Japan.
Die japanische Bambusflöte ist eins der ältesten Musikinstrumente der Welt und seit 1.200 Jahren unverändert. Sie klingt holzig-hauchig, nach Weite und Wind. Sie ist aus dem Wurzelende des Madake-Bambus gemacht und ähnelt der Blockflöte, hat aber nur eine schlichte Anblaskante. Anblas- und Atemtechnik sind anspruchsvoll. Indem die Spielenden die fünf Grifflöcher ganz oder teilweise abdecken und Kopfneigung oder Lippenspannung verändern, können sie über mehr als zweieinhalb Oktaven jeden Ton und ein reiches Spektrum an Klangfarben erzeugen. Nahezu alles ist auf der Shakuhachi spielbar: traditionelle japanische Meditations- und Ensemblemusik, Arrangements klassischer Musik, Filmmusik, Jazz.
Im 13. Jahrhundert kam die Shakuhachi mit chinesischen Buddhisten nach Japan und wurde seitdem von wandernden Mönchen gespielt. Im 16. Jh. gründeten Bettelmönche einen Zen-Orden, dessen Wahrzeichen die Shakuhachi wurde. Für diese „Komusō“ war die Flöte ein Werkzeug der Meditation, das Spielen ein Weg zur Erleuchtung. Flöte spielend gingen die Mönche auch durch die Straßen, um für ihr Essen zu betteln. Ihre Musik wird „Honkyoku“, Hauptstücke, genannt. Honkyoku, die nicht mit Noten, sondern mit japanischen und chinesischen Schriftzeichen notiert sind, bestechen durch fehlenden Rhythmus und Freiheit von allem, was man im Westen unter Musik versteht.
Das alte Japan im Mondschein
Yobitake Uketake: Rufender Bambus – antwortender Bambus
Shin-Kyorei: Der wahre Geist der Leere
Kumoi Jishi: Himmlischer Shishi-Löwe
Gekkai: Mond-Meer
Tsuki No Kyoku: Mond-Stück
Ort der Veranstaltung
Benediktshof
Verth 41
48157 Münster