Sirka Elspaß & Alexander Schnickmann - Paulus Böhmer entdecken
Tickets ab 6,00 €
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Veranstalter:
Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V. , Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main, Deutschland
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Veranstaltungsinfos
»Allen Bakterien in mir ist das Verlangen nach Sanftmut und Wasser, nach Wurmnähe und Pasta nah.«
- Paulus Böhmer -
Die Langgedichte von Paulus Böhmer sind von einer Bewegung geprägt, die der Rezeptionsgeschichte dieses solitären Lyrikers nicht unähnlich ist: Wellenförmig bauen sie sich auf in ihrem Drang, die Welt im Ganzen zu durchdringen, und ebben dann langsam wieder in eine sanfte Ruhe, um sich ein weiteres Mal aufzutürmen. Über viele Jahre war Böhmer ein »writer’s writer«, hochgeschätzt von der lyrischen Avantgarde. Mit dem Hölty-Preis 2010, dem Robert-Gernhardt-Preis 2013 und dem Peter-Huchel-Preis 2015 wurde er in der Spätphase seines Schaffens auch dem breiten, lyrikinteressierten Publikum bekannt.
In diesem Jahr wäre Paulus Böhmer, der 2018 verstarb, 90 Jahre alt geworden – Zeit, einer neuen, jungen Lyrikgeneration dabei zuzuschauen, wie sie diesen sprachmächtigen Dichter entdeckt. Gemeinsam mit Romina Nikolic, die sich literarisch und wissenschaftlich lange mit dem Werk Paulus Böhmers auseinandergesetzt hat, gehen zwei eigensinnige und ganz und gar unterschiedliche Stimmen auf Erkundungsreise: Sirka Elspaß, deren kristalline Gedichtstrukturen mal erschütternd, mal mit Witz ein verletzliches Ich in der Welt verorten, und Alexander Schnickmann, dessen epische Langgedichte eine ganz ähnliche Traditionslinie verfolgen wie jene von Böhmer. Vom Kaddish bis zum Fuchsleuchten, vom Urschleim bis ins Weltall: Es wird alles seinen Platz finden auf unserer Bühne.
Moderation: Romina Nikolić
Paulus Böhmer (1936-2018) studierte Jura, Architektur und Germanistik, lernte Industriekaufmann und arbeitete u.a. als Stauden- und Ziergraszüchter, Reizwarenlieferant, Lektor und Werbetexter. Von 1985 bis 2001 leitete er das Hessische Literaturbüro (später: Hessisches Literaturforum im Mousonturm). 2010 wurde Paulus Böhmer für sein lyrisches Gesamtwerk mit dem Hölty-Preis ausgezeichnet, 2011 erhielt er die Goethe-Plakette des Landes Hessen. 2013 wurde ihm die Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt und der Robert Gernhardt Preis zugesprochen. 2015 wurde ihm der Peter-Huchel-Preis verliehen.
Sirka Elspaß, geboren 1995 in Oberhausen, hat Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim und Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst in Wien studiert. Ihr erster Gedichtband, »ich föhne mir meine wimpern«, erschien 2022. Er war u. a. für den Debütpreis des Österreichischen Buchpreises nominiert, eine der Lyrik-Empfehlungen 2023 und stand auf der ORF-Bestenliste. 2024 wurde Sirka Elspaß für »ich föhne mir meine wimpern« mit dem Orphil-Debütpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden ausgezeichnet.
Alexander Schnickmann, 1994 geboren, aufgewachsen in Bergkamen im Ruhrgebiet, lebt als Schriftsteller in Berlin. 2023 wurde er mit dem Leonce-und-Lena-Preis ausgezeichnet. Essays, Prosa und Gedichte erschienen in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien. Sein Debüt »requiem« erschien 2024 bei Matthes & Seitz Berlin. Zuletzt erschien der Gedichtband »Gestirne«, ebenfalls bei Matthes & Seitz Berlin. Für seine Erzählung Fuck Nature, Start Writing wurde er 2026 mit dem Deutschen Preis für Nature Writing ausgezeichnet.
Romina Nikolic, geboren 1985 in Suhl, wuchs in Schönbrunn/Thür. auf und studierte Literaturwissenschaft und Philosophie. Seit 2009 ist sie neben der eigenen schriftstellerischen Tätigkeit Organisatorin von Lesereihen und diversen literarischen Projekten. Sie ist zweifache Preisträgerin beim Jungen Literaturforum Hessen-Thüringen sowie Walter-Dexel-Stipendiatin der Stadt Jena und lebt als Projektmanagerin, Lyrikerin und Herausgeberin in Jena.
- Paulus Böhmer -
Die Langgedichte von Paulus Böhmer sind von einer Bewegung geprägt, die der Rezeptionsgeschichte dieses solitären Lyrikers nicht unähnlich ist: Wellenförmig bauen sie sich auf in ihrem Drang, die Welt im Ganzen zu durchdringen, und ebben dann langsam wieder in eine sanfte Ruhe, um sich ein weiteres Mal aufzutürmen. Über viele Jahre war Böhmer ein »writer’s writer«, hochgeschätzt von der lyrischen Avantgarde. Mit dem Hölty-Preis 2010, dem Robert-Gernhardt-Preis 2013 und dem Peter-Huchel-Preis 2015 wurde er in der Spätphase seines Schaffens auch dem breiten, lyrikinteressierten Publikum bekannt.
In diesem Jahr wäre Paulus Böhmer, der 2018 verstarb, 90 Jahre alt geworden – Zeit, einer neuen, jungen Lyrikgeneration dabei zuzuschauen, wie sie diesen sprachmächtigen Dichter entdeckt. Gemeinsam mit Romina Nikolic, die sich literarisch und wissenschaftlich lange mit dem Werk Paulus Böhmers auseinandergesetzt hat, gehen zwei eigensinnige und ganz und gar unterschiedliche Stimmen auf Erkundungsreise: Sirka Elspaß, deren kristalline Gedichtstrukturen mal erschütternd, mal mit Witz ein verletzliches Ich in der Welt verorten, und Alexander Schnickmann, dessen epische Langgedichte eine ganz ähnliche Traditionslinie verfolgen wie jene von Böhmer. Vom Kaddish bis zum Fuchsleuchten, vom Urschleim bis ins Weltall: Es wird alles seinen Platz finden auf unserer Bühne.
Moderation: Romina Nikolić
Paulus Böhmer (1936-2018) studierte Jura, Architektur und Germanistik, lernte Industriekaufmann und arbeitete u.a. als Stauden- und Ziergraszüchter, Reizwarenlieferant, Lektor und Werbetexter. Von 1985 bis 2001 leitete er das Hessische Literaturbüro (später: Hessisches Literaturforum im Mousonturm). 2010 wurde Paulus Böhmer für sein lyrisches Gesamtwerk mit dem Hölty-Preis ausgezeichnet, 2011 erhielt er die Goethe-Plakette des Landes Hessen. 2013 wurde ihm die Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt und der Robert Gernhardt Preis zugesprochen. 2015 wurde ihm der Peter-Huchel-Preis verliehen.
Sirka Elspaß, geboren 1995 in Oberhausen, hat Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim und Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst in Wien studiert. Ihr erster Gedichtband, »ich föhne mir meine wimpern«, erschien 2022. Er war u. a. für den Debütpreis des Österreichischen Buchpreises nominiert, eine der Lyrik-Empfehlungen 2023 und stand auf der ORF-Bestenliste. 2024 wurde Sirka Elspaß für »ich föhne mir meine wimpern« mit dem Orphil-Debütpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden ausgezeichnet.
Alexander Schnickmann, 1994 geboren, aufgewachsen in Bergkamen im Ruhrgebiet, lebt als Schriftsteller in Berlin. 2023 wurde er mit dem Leonce-und-Lena-Preis ausgezeichnet. Essays, Prosa und Gedichte erschienen in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien. Sein Debüt »requiem« erschien 2024 bei Matthes & Seitz Berlin. Zuletzt erschien der Gedichtband »Gestirne«, ebenfalls bei Matthes & Seitz Berlin. Für seine Erzählung Fuck Nature, Start Writing wurde er 2026 mit dem Deutschen Preis für Nature Writing ausgezeichnet.
Romina Nikolic, geboren 1985 in Suhl, wuchs in Schönbrunn/Thür. auf und studierte Literaturwissenschaft und Philosophie. Seit 2009 ist sie neben der eigenen schriftstellerischen Tätigkeit Organisatorin von Lesereihen und diversen literarischen Projekten. Sie ist zweifache Preisträgerin beim Jungen Literaturforum Hessen-Thüringen sowie Walter-Dexel-Stipendiatin der Stadt Jena und lebt als Projektmanagerin, Lyrikerin und Herausgeberin in Jena.
Teilnahmebedingungen
Bitte beachten!
Nacheinlass nur bis 20 Uhr möglich.
Ort der Veranstaltung
Seit 1988 gilt das freie Theater Künstler*innenhaus Mousonturm als eines der wichtigsten internationalen Produktionshäuser für zeitgenössischen Tanz, Theater und Performance in Deutschland. Sein Programm weist eine enorme Bandbreite von Tanz, Musik und bildender Kunst über Literatur bis hin zu Film und Hörspiel auf.
Im Mittelpunkt der Programm- und Vermittlungsarbeit stehen intensive Begegnungen, Kooperationen und Vernetzungen mit und zwischen Kunstschaffenden der darstellenden Künste in der Rhein-Main-Region, im deutschsprachigen Raum und an vielen Orten weltweit. Die mit dem Mousonturm verbundenen künstlerischen Praktiken vereinen unterschiedlichste Kenntnisse und Erfahrungen - aus Biografie und Alltag, aus kunst- und gesellschaftskritischen Diskursen sowie Einflüsse aus Pop-, Sub- und Soziokultur. Wie erfolgreich dieses Konzept ist, beweisen diverse Auszeichnungen sowie regelmäßige Einladungen zum renommierten Berliner Theatertreffen. Inzwischen ist das Künstler*innenhaus Mousonturm eine der ältesten Produktionsstätten für experimentelles und innovatives Theater in Deutschland und gilt darüber hinaus als wichtige Plattform für Nachwuchskünstlerinnen und -künstler.
Die Anreise zum Künstler*innenhaus Mousonturm gelingt am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad. Die nächste Haltestelle der U-Bahn befindet sich nur wenige Gehminuten entfernt, die Anbindung an den Hauptbahnhof ist exzellent.
Im Mittelpunkt der Programm- und Vermittlungsarbeit stehen intensive Begegnungen, Kooperationen und Vernetzungen mit und zwischen Kunstschaffenden der darstellenden Künste in der Rhein-Main-Region, im deutschsprachigen Raum und an vielen Orten weltweit. Die mit dem Mousonturm verbundenen künstlerischen Praktiken vereinen unterschiedlichste Kenntnisse und Erfahrungen - aus Biografie und Alltag, aus kunst- und gesellschaftskritischen Diskursen sowie Einflüsse aus Pop-, Sub- und Soziokultur. Wie erfolgreich dieses Konzept ist, beweisen diverse Auszeichnungen sowie regelmäßige Einladungen zum renommierten Berliner Theatertreffen. Inzwischen ist das Künstler*innenhaus Mousonturm eine der ältesten Produktionsstätten für experimentelles und innovatives Theater in Deutschland und gilt darüber hinaus als wichtige Plattform für Nachwuchskünstlerinnen und -künstler.
Die Anreise zum Künstler*innenhaus Mousonturm gelingt am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad. Die nächste Haltestelle der U-Bahn befindet sich nur wenige Gehminuten entfernt, die Anbindung an den Hauptbahnhof ist exzellent.