Bild: Simone Young & Christian Tetzlaff

Simone Young & Christian Tetzlaff

Gendarmenmarkt
10117 Berlin

Tickets ab 63,00 € *
Veranstalter: FUNKE Medien Berlin GmbH , Friedrichstr. 70, 10117 Berlin, Deutschland
* Preise inkl. MwSt., pro Bestellung

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Veranstaltungsinfos

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Glück kann sehr romantisch sein

Noch einmal erweist uns Christian Tetzlaff die Ehre. Der Artist in Residence der RSB-Saison
2025/2026 hat für sein letztes Konzert in diesem Rahmen den Gattungsbeitrag von Antonín
Dvořák ausgesucht, so recht frei von eitler Selbstsucht und virtuoser Prahlerei. Das hat dem
Werk in den Augen von Joseph Joachim zwar geschadet, aber heute nutzt es ihm umso
mehr. Der langsame Mittelsatz als wahrer Kern des Werkes bezieht seine beseelte
Dringlichkeit aus dem herrlich geigerisch komponierten Solopart und den herzensklug
nachfragenden, abwägend beipflichtenden und harmonisch ergänzenden Orchesterstimmen.
Im Finale hingegen brilliert und tiriliert das Soloinstrument in höchster Lage, stürzt sich
lustvoll in einen temperamentvollen Ballwechsel mit den Gruppen des Orchesters um die
Krone in einem rasanten Spiel der slawischen Volkstänze und -lieder, die den berühmtesten
Duftmarken Dvořáks in nichts nachstehen.
Ein ebenso erfindungsreicher Komponist, der sich allerlei Nörgeleien von den trockenen
Verfechtern einer akademischen Musik gefallen lassen musste, ist Erich Wolfgang Korngold.
Sein Statement anno 1952 beleuchtet selbstbewusst den Platz im großen Kanon der
romantischen Musik, den er für seine Sinfonie Fis-Dur in Anspruch nimmt: „Ich glaube, meine
neue Symphonie wird der Welt zeigen, daß Atonalität und häßlicher Mißklang unter
Preisgabe von Inspiration, Form, Ausdruck, Melodie und Schönheit letztlich im Untergang
der Tonkunst enden werden.“

Konzerteinführung: 19:10 Uhr, Ludwig-van-Beethoven-Saal, Steffen Georgi

Copyright (Bild): Sandrah Steh

Ort der Veranstaltung

Am Gendarmenmarkt, einem der schönsten Plätze Berlins, steht mit dem Konzerthaus eines der Meisterwerke klassizistischer Baukunst in Deutschland. Doch nicht nur von außen bietet das Gebäude viel Sehenswertes, noch mehr findet man in seinem Inneren. In den stilvoll eleganten Räumen bietet das Konzerthaus ein facettenreiches Programm, das von Alter bis zu Neuer Musik reicht und spezielle Angebote für jede Altersklasse bereithält.

Aus den Überresten des Königlichen Nationaltheaters wurde durch Karl Friedrich Schinkel, dem bedeutendsten klassizistischen Architekten Europas, ab 1818 das Schauspielhaus errichtet. Über eine breite Freitreppe betritt man den beeindruckenden Theaterbau, der mit seinem vorgebauten und figurenbekrönten Giebelaufsatz einen wahrhaft repräsentativen Eindruck macht. Plastiken der neun Musen und Szenen antiker Mythologie verzieren das Konzerthaus, das nach seiner Zerstörung 1945 nach originalen Plänen wieder aufgebaut wurde. Das bis dahin als Preußisches Staatstheater geführte Haus unterstand sogar der Intendanz des fast legendären Gustaf Gründgens, der Klaus Mann zu „Mephisto – Roman einer Karriere“ inspirierte. Mit neuer Konzeption des Innenraums wurde das damalige Schauspielhaus dann zum Konzerthaus erkoren, wobei die prachtvolle Innenausstattung auch weiterhin am klassizistischen Stil ausgerichtet war.

Der Große Konzertsaal bietet bis zu 1.600 Besuchern Hörgenuss vom Feinsten. Auch visuell hat der Saal viel zu bieten: Reiche Stuckaturen und Marmorarbeiten, Kronleuchter und Wandmalereien sorgen für festliches Flair. Neben dem repräsentativen Konzertsaal bietet auch der Werner-Otto-Saal einen stilvollen Rahmen. Als sachlicher Raum mit dazu in Kontrast stehenden farbigen Stühlen dient er nicht nur als Konzertraum, sondern kann multifunktional genutzt werden. Kunst aller Art, nicht nur ausschließlich Musik, findet so in den Räumlichkeiten des Konzerthauses am Gendarmenmarkt einen Platz. Dabei liegen Schwerpunkte nicht nur auf der Pflege Alter Musik, sondern verstärkt auch auf Uraufführungen neuer Werke.
Konzerthaus am Gendarmenmarkt
Gendarmenmarkt 2
10117 Berlin
Konzerthaus am Gendarmenmarkt
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