Bild: Ritornelli - Das farbenreiche Dazwischen

Ritornelli - Das farbenreiche Dazwischen

Ensemble tiefsaits (Berlin)  

Schlossstraße 6
06712 Zeitz

Tickets ab 13,00 € *
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter: Mitteldeutsche Barockmusik in Sachsen, Sachsen-Anhalt u. Thüringen e. V. , Immermannstraße 28, 39108 Magdeburg, Deutschland

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1. Kategorie
Normalpreis
je 13,00 €

Ermäßigt
je 10,00 €

Junior
je 1,00 €

Summe 0,00 €

Ermäßigungsinformationen

Ermäßigungsberechtigt sind Studierende, Auszubildende, Schwerbehinderte und Empfänger:innen laufender Leistungen nach SGB II und SGB XII bei Vorlage eines gültigen Nachweises. Für anspruchsberechtige Schwerstbehinderte erhält die Begleitperson freien Eintritt; diese Karten sind nur in der Tourist-Information Zeitz oder beim Förderverein Musikfreunde EULE-ORGEL Zeitzer Dom e.V. (+49 34 41 53 93 90 / Mail: euleorgelzeitz@gmail.com) zu buchen.
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Veranstaltungsinfos

„Klänge wie goldene Staubkörner im Raum… Die Musikerinnen verschmelzen zu einer Einheit mit ganz eigenem Charme.“
Donauwörther Zeitung

„Ritornelli – das farbenreiche Dazwischen“ zeichnet eine Entwicklungslinie der Ritornell-Technik durch verschiedene Epochen nach. Im Zentrum stehen David Pohles „Herr, wenn ich nur dich hab“ und Theiles „Ach, dass ich hören sollte“. Beide Komponisten waren Schüler von Schütz, der stark von Monteverdis Klangwelt beeinflusst war und diese Einflüsse nach Mitteldeutschland brachte.

Das Programm verknüpft arrangierte Ausschnitte aus Monteverdis Marienvesper, Schütz‘ Weihnachtshistorie und Werke von Pohle und Theile mit zwei Quartetten der zeitgenössischen Komponistin Caroline Shaw, die Monteverdis Klangwelt ins Heute überführt – In Shaws Quartett „Another Song“ benutzt die Komponistin beispielsweise liegende, consortartige Akkorde plus Solostimme und seufzende Motive, ganz ähnlich wie in „Ach, das ich hören sollte“ von Theile. Shaws Entr`acte benutzt dieselben bebenden „Consort-“ Klänge wie sie auch bei Schütz, Theile oder Pohle zu finden sind. Die konstante Besetzung aus Gambenconsort, Continuo und Stimme, teils angereichert durch Blockflöten, offenbart überraschende klangliche Parallelen zwischen den Jahrhunderten.

Ort der Veranstaltung

Was im 10. Jahrhundert als ottonische Kaiserpfalz begann, ist heute der Dom St. Peter und Paul, der eine beeindruckende Station der Straße der Romanik ist. Der Zeitzer Dom dient nicht nur als katholische Pfarrkirche der Stadt, sondern ist neben den sonntäglichen Gottesdiensten auch Schauplatz zahlreicher Konzerte und Sonderveranstaltungen.

Nachdem 967 das Bistum Zeitz gegründet wurde, benötigte man natürlich auch eine Kirche: Der Bau der Domkirche St. Peter und Paul war beschlossen. Aber schon vor Ende der Errichtung des Gotteshauses wurde der Bischofssitz verlegt, die Kirche als Basilika um 1100 vollendet. Große Teile dieses Baus sind noch heute erhalten. In den folgenden Jahren wurde die Kirche immer wieder ergänzt: Der gotische Chor, die Sakristei und die Empore werden so hinzugefügt. Außerdem wird die bis dahin romanische Basilika in eine gotische Hallenkirche umgebaut. Nach dem Einsturz eines der Querschiffe wurden die Renaissance-Fenster eingebaut, die Kirche später zur Schlosskirche umgebildet.

Vor allem die Glocken in der Kirche sind von großem kunsthistorischen Belang: Auf ihnen sind bedeutsame Glocken-Ritzzeichnungen zu finden, die vom Gießer seitenverkehrt in die Gussform der Glocke eingearbeitet wurden und so von der großen Kunstfertigkeit der Gießer zeugen. Auch die Ruhestätte Georgius Agricolas, dem bekannten Wissenschaftler und Vater der Mineralogie, ist von großer Bedeutung.
Dom St. Peter und Paul
Schlossstraße 6
06712 Zeitz