Renata Carvalho - Manifesto Transprofágico
Veranstalter:
Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main GmbH , Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main, Deutschland
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Veranstaltungsinfos
Der Körper als Schauplatz: In „Manifesto transprofágico“ steht die brasilianische Aktivistin und Performerin Renata Carvalho nackt vor dem Publikum – nackt, das bedeutet für Carvalho travesti*. Mit einer Mischung aus autobiografischer Erzählung und politischem Manifest berichtet sie von einem Leben unter ständiger Beobachtung. „Mein Körper ist mir immer voraus“, sagt sie und setzt ihn bewusst den Blicken des Publikums aus; sie lädt dazu ein, ihn unvoreingenommen zu betrachten.
Dabei spricht sie auch über dessen bewusste, stufenhafte Verwandlung – durch Hormone, Industriesilikon, Brustimplantate: „Auf gewisse Weise wurde ich mit mir selbst schwanger. Ich habe mich selbst geboren.“ Carvalhos Arbeit öffnet den Blick bewusst für die Performativität, die Veränderbarkeit und die fluide Identität von Körpern und stellt sich selbst in einen größeren Zusammenhang von „Transpophagie“ – einem Prozess des Aneignens und Verwandelns der eigenen wie der kollektiven trans* Vorfahr*innenschaft – der „transcestralidade*“.Bestrafung, Masseninhaftierung, Zensur, Pathologisierung, AIDS, Diaspora sowie strukturelle Gewalt gegen und Ermordung von trans* und travesti-Körpern bilden den historischen und politischen Hintergrund von Carvalhos Manifest. Carvalho sagt: „Ich habe mich nicht als travesti entdeckt – sie haben es mir entgegengeschrien.“
* Travesti bezeichnet im brasilianischen Kontext eine eigenständige trans* Identität und wird daher bewusst nicht übersetzt.
* Auch der Begriff transcestralidade ist mehr als eine poetische Metapher. Er beschreibt die Vorstellung einer trans* Genealogie – einer Verbindung zu den Geschichten, Kämpfen und Wissensformen früherer travestis und trans* Personen, die in offiziellen Geschichtsschreibungen häufig unsichtbar geblieben sind.
Dabei spricht sie auch über dessen bewusste, stufenhafte Verwandlung – durch Hormone, Industriesilikon, Brustimplantate: „Auf gewisse Weise wurde ich mit mir selbst schwanger. Ich habe mich selbst geboren.“ Carvalhos Arbeit öffnet den Blick bewusst für die Performativität, die Veränderbarkeit und die fluide Identität von Körpern und stellt sich selbst in einen größeren Zusammenhang von „Transpophagie“ – einem Prozess des Aneignens und Verwandelns der eigenen wie der kollektiven trans* Vorfahr*innenschaft – der „transcestralidade*“.Bestrafung, Masseninhaftierung, Zensur, Pathologisierung, AIDS, Diaspora sowie strukturelle Gewalt gegen und Ermordung von trans* und travesti-Körpern bilden den historischen und politischen Hintergrund von Carvalhos Manifest. Carvalho sagt: „Ich habe mich nicht als travesti entdeckt – sie haben es mir entgegengeschrien.“
* Travesti bezeichnet im brasilianischen Kontext eine eigenständige trans* Identität und wird daher bewusst nicht übersetzt.
* Auch der Begriff transcestralidade ist mehr als eine poetische Metapher. Er beschreibt die Vorstellung einer trans* Genealogie – einer Verbindung zu den Geschichten, Kämpfen und Wissensformen früherer travestis und trans* Personen, die in offiziellen Geschichtsschreibungen häufig unsichtbar geblieben sind.
Ort der Veranstaltung
Das Frankfurt LAB steht für zeitgenössische Kunst und schreckt auch nicht vor unkonventionellen Inszenierungen zurück. Überzeugen Sie sich selbst von den spannenden Darbietungen aus Tanz, Performance-Kunst, Theateraufführungen und Konzerten.
Als Experimentierfeld für künstlerische Moderne hat sich das Frankfurt LAB als Kulturinstitution in Hessen etabliert. Dieser Ruf hat dazu geführt, dass hier Projekte von international renommierten Ensembles aufgeführt werden, die für volle Spielsäle sorgen. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist dem LAB aber auch die Vermittlung seiner Projekte an Studierende sowie Schülerinnen und Schüler durch regen Austausch.
Das Frankfurt LAB erreichen Sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in nur wenigen Minuten zu Fuß von der nächstgelegenen Haltestelle aus. Anreisende mit dem Auto finden Parkplätze nördlich des Gebäudes.
Als Experimentierfeld für künstlerische Moderne hat sich das Frankfurt LAB als Kulturinstitution in Hessen etabliert. Dieser Ruf hat dazu geführt, dass hier Projekte von international renommierten Ensembles aufgeführt werden, die für volle Spielsäle sorgen. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist dem LAB aber auch die Vermittlung seiner Projekte an Studierende sowie Schülerinnen und Schüler durch regen Austausch.
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