Bild: Reality Show

Reality Show

MEXA  

Sophienstraße 18
10178 Berlin

Tickets ab 25,00 € *
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter: Sophiensaele GmbH , Sophienstraße 18, 10178 Berlin, Deutschland
* Preise inkl. MwSt., pro Bestellung

Anzahl wählen

1. Kategorie
Wunsch/Dream
je 25,00 €

Empfehlung/Recommendation
je 20,00 €

Regulär/Standard
je 15,00 €

Ermäßigt/Reduced
je 10,00 €

Ermäßigt (Behinderung)/Reduced (Disabled person)
je 10,00 €

Begleitticket (Behinderung)/Accompanying ticket (Disabled person)
je 0,00 €

Ermäßigt (Rollstuhl)/Reduced (Wheelchair)
je 10,00 €

Begleitticket (Rollstuhl)/Accompanying ticket (Wheelchair)
je 0,00 €

Sitzsack (nur bei Bedarf buchen)/Beanbag (only if required for accessibility)
je 10,00 €

Kinder bis 12 Jahre
je 5,00 €

Berlin WelcomeCard
je 11,25 €

Summe 0,00 €
* Preise inkl. MwSt. pro Bestellung

Ermäßigungsinformationen

Das reguläre Ticket kostet bei uns 15 Euro. Besucher*innen, die eine Ermäßigung benötigen, bekommen ein Ticket für 10 Euro. Für das ermäßigte Ticket ist kein weiter Nachweis nötig. Wir vertrauen darauf, dass ihr selbst am besten einschätzen könnt, ob ihr ein reduziertes Ticket braucht.

Diese Ticketpreise sind vergleichsweise günstig. Das möchten wir gerne so beibehalten, denn Kultur ist für alle da. Damit uns das auch weiterhin möglich ist, empfehlen wir – den Besucher*innen, die dazu finanziell in der Lage sind – ein Ticket für 20 Euro zu erwerben. Für alle, die darüber hinaus unserer Arbeit und die Arbeit der Künstler*innen unterstützen möchten und können, gibt es unseren Wunschpreis von 25 Euro.

Behinderte Personen erhalten ein ermäßigtes Ticket. Falls eine Begleitperson benötigt wird, erhält diese ein Freiticket. Das Begleitticket kann online, telefonisch oder an der Abendkasse in Kombination mit einem Ticket „Ermäßigt / Reduced“ gebucht werden.

Kinder bis 12 Jahre erhalten ein Ticket für 5 Euro.

Preise für Schulklassen und Gruppen auf Anfrage unter ticketing@sophiensaele.com
print@home
Postversand

Veranstaltungsinfos

English version below

Im Rahmen von/As part of Never Work – International Performance Festival
Theater, Performance
Festsaal
Portugiesisch mit deutschen und englischen Übertiteln/Portuguese with German and English surtitles
Ca. 1h 30 Min.

Das Künstler*innenkollektiv MEXA gründete sich in einer öffentlichen Unterkunft für wohnungslose Menschen in São Paulo. Die Bewohner*innen lebten unter ständiger Überwachung in einem gemeinschaftlichen Raum, in dem regelmäßig neue Menschen ankamen und andere wegen Regelverstößen schnell wieder gehen mussten. In über einem Jahrzehnt gemeinsamer Arbeit hat sich MEXA stark verändert. Dennoch prägen die Turbulenzen ihrer Ursprünge die Gruppe bis heute.

In Reality Show bewohnen zehn Performer*innen eine wandelbare Umgebung, die zugleich an ein Zuhause und an ein Fernsehstudio erinnert. Möbel und Kameras erscheinen und verschwinden allmählich, während Live-Projektionen in Echtzeit bearbeitet werden. Die vertraute Grammatik des Reality-TV spiegelt sowohl ihre vergangenen Erfahrungen des kollektiven Zusammenlebens als auch ihr heutiges Leben im Theater wider und ruft eine Sichtbarkeit ohne Macht hervor, einen mit Erschöpfung verbundenen Glamour sowie Intimität, die zur Ware wird.

Die Gruppe hat sich entschieden, die Aufführungen in eine tatsächliche Reality-Show zu verwandeln – in der der*die Gewinner*in durch ein Eliminationsspiel ermittelt wird und am Ende der Staffel den Preis mit nach Hause nimmt. So reflektiert MEXA die eigene Entwicklung: über die Arbeit mit Autobiografie und dokumentarischem Theater sowie über die Erfindung von Bühnenpersönlichkeiten, die nur hier überhaupt möglich sind.

Die Arbeit beleuchtet auf diese Weise die Narrative, die von einer Gruppe erwartet werden, die aus Instabilität hervorgegangen ist – wo die Geschichten von Not und Mangel oft „die Show gewinnen“. Reality Show macht eindrücklich erfahrbar, wie wir alle bisweilen Versionen unserer selbst aufführen, um akzeptiert zu werden und wie hoch der Preis dieser ständigen Arbeit am Selbst ist. Fiktion wird zu einer Strategie des Dazugehörens und Überlebens auf Arbeits- und Wohnungs-Märkten, die ständige Sichtbarkeit und Selbstoffenbarung verlangen.

Konzept: MEXA
Regie, Dramaturgie: João Turchi
Performance, Co-Creators: Aivan, Ale Tradução, Dourado, Laysa Elias, Lucas Heymanns, Ph Verissima, Podeserdesligado, Suzy Muniz, Tatiane Arcanjo, Veronika Verão
Produktionskoordination: Francesca Tedeschi/Casa do Povo
Recherche, Regieassistenz: Lucas Heymanns
Videoperformer, Videokunst, technische Leitung: Laysa Elias
Sounddesign, Originalmusik: Podeserdesligado
Bühnenbild: Vão
Produktionsdesign: Lu Mugayar
Kostümdesign: Anuro Anuro, Cacau Francisco
Grafikdesign, Visual Identity: Margem
Choreografie: Alexandre Paulikevitch
Dramaturgische Mitarbeit: Julia Pedreira
Titelsong: Dourado
Lichtdesign, Videoinstallation: Bio Riff, Juliana Bucaretchi
Videotechnik: Fagner Lourenço
Lichttechnik: Claudi
Danksagungen: Guilherme Giufrida, Team von Casa do Povo, Esponja

Eine Produktion von MEXA in Koproduktion mit Sophiensæle, Festival d' Automne à Paris, Kunstenfestivaldesarts, Festival Theaterformen und Casa do Povo. Das Gastspiel wird ermöglicht durch das Goethe Institut. Never Work – Internationales Performance-Festival ist ein Festival der Sophiensæle, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds. Die Sophiensæle werden gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Medienpartner: Berlin Art Link, Missy Magazine, Siegessäule, taz.
_______________

The artists’ collective MEXA emerged within a public shelter for unhoused people in São Paulo. There, residents lived under constant surveillance in a shared space where newcomers arrived regularly and others were quickly removed for breaking the rules. Over a decade of working together, MEXA has transformed significantly. Yet, the turbulence of its origins continues to shape the group.

In Reality Show, ten performers inhabit a mutable environment that evokes both a home and a television set. Furniture and cameras gradually appear and disappear, while live projections are edited in real time. The familiar grammar of reality TV echoes both their past experience of collective living and their present life in theater, conjuring a visibility without power, glamour intertwined with exhaustion, and intimacy turned into transaction.

The group decided to turn the performance into an actual reality show—in which the winner will be determined through an elimination game and take the prize home at the end of the season. Like this, MEXA reflects on its own trajectory: on working with autobiography and documentary theater and on inventing lives on stage that would not be possible beyond it.

The work exhibits the narratives expected from a group forged in instability, where stories of hardship and scarcity often emerge as the ones most likely to “win the show.” Reality Show powerfully illustrates how we all sometimes perform versions of ourselves to be accepted—and the costs of this constant work on our self. Fiction becomes a strategy for belonging and survival on labor and housing markets that demand constant visibility and self-revelation.

Creation: MEXA
Direction, dramaturgy: João Turchi
Performers, co-creators: Aivan, Ale Tradução, Dourado, Laysa Elias, Lucas Heymanns, Ph Verissima, Podeserdesligado, Suzy Muniz, Tatiane Arcanjo, Veronika Verão
Production coordination: Francesca Tedeschi/Casa do Povo
Research, direction assistance: Lucas Heymanns
Video performer, video creation, technical direction: Laysa Elias
Sound design, original music: Podeserdesligado
Scenography: Vão
Production design: Lu Mugayar
Costume design: Anuro Anuro, Cacau Francisco
Graphic design, visual identity: Margem
Choreography: Alexandre Paulikevitch
Dramaturgical collaboration: Julia Pedreira
Original song: Dourado
Lighting design, video installation: Bio Riff, Juliana Bucaretchi
Video operator: Fagner Lourenço
Lighting operator: Claudi
Acknowledgements: Guilherme Giufrida, Casa do Povo team, Esponja

A production by MEXA in co-production with Sophiensæle, Festival d'Automne à Paris, Kunstenfestivaldesarts, Festival Theaterformen and Casa do Povo. The guest performance is made possible by the Goethe Institut. Never Work – International Performance Festival is a festival by Sophiensæle, supported by the Capital Cultural Fund (HKF). Sophiensæle is supported by the Senate Department for Culture and Social Cohesion. Media partners: Berlin Art Link, Missy Magazine, Siegessäule, taz.

Ort der Veranstaltung

Als eine der Produktionsstätten für freie darstellende Künste in Berlin präsentieren die Sophiensæle ein facettenreiches, breit gefächertes Programm. Das ehemalige Handwerkervereinshaus in der Sophienstraße ist heute Gaststätte für Aufführungen in Tanz, Performance, Theater, Bildender Kunst, Diskurs und Text. 

Ursprünglich in Besitz des Handwerkervereins, schufen Sasha Waltz und Jochen Sandig in den 90er Jahren einen Ort für kreativen Austausch in den Räumlichkeiten der heutigen Sophiensæle. Das Konzept legt dabei besonders großen Wert auf die Begegnung von Kunstschaffenden und Publikum. Mit verschiedenen Formaten wie Konzerten, Vorträgen, Performances oder Festivals bietet das Programm einzigartige Möglichkeiten, neue Theaterformen zu entdecken und auszuprobieren. Das Gebäude umfasst den großen Festsaal, den Hochzeitssaal, die Kantine sowie ein Foyer. Diese können sowohl einzeln als auch als gesamte Location gemietet werden. Das gesamte Haus hat eine Kapazität von bis zu 350 Besuchenden.

Die Sophiensæle sind durch ihre zentrale Lage in Berlin mit den öffentlichen Verkehrsmitteln besonders gut erreichbar. In unmittelbarer Nähe befinden sich Haltestellen von U-Bahn und Tram. Für Gäste, die mit dem Auto anreisen, stehen in fußläufiger Umgebung öffentliche, gegebenenfalls gebührenpflichtige Parkplätze zur Verfügung.
Sophiensaele
Sophienstr. 18
10178 Berlin
Sophiensaele
Passend für Sie
Mehr Themen