Veranstaltungsinfos
Sibelius’ Seelenbeichte
Anton Spronk | Violoncello
Aivis Greters | Dirigent
Robert Schumann | Cellokonzert
Jean Sibelius | 2. Sinfonie
Was könnte er damit gemeint haben? Diese 2. Sinfonie sei »eine Seelenbeichte«, hat Jean Sibelius gesagt – doch was genau lag ihm auf der Seele? Wollte er beichten, bei Brahms abgeschrieben zu haben? Sicher nicht! Aber der klassisch-durchdachte Brahms-Ton steht ihr dennoch gut.
Beichte hin oder her, das Publikum war sofort begeistert von dieser Sinfonie. Und deutete sie, was gar nicht Sibelius’ Absicht war, als Akt des Widerstands gegen den Finnland-Bedroher Russland – eben als »einen in höchstem Maße überwältigenden Protest gegen all die Ungerechtigkeit, die in unserer Zeit die Sonne um ihr Licht und die Blumen um ihren Duft zu berauben droht«, so der Dirigent und Sibelius-Zeitgenosse Robert Kajanus. Mitunter wurde sie die »Sinfonie der Unabhängigkeit« genannt, vielleicht hat auch deswegen der Dirigent Aivis Greters ein besonderes Auge auf sie geworfen. Greters kommt, wie so viele herausragende junge Dirigenten derzeit, aus dem Baltikum. Das kompakte »Quick & Classy«-Programm wird ergänzt um ein Cellokonzert, das bewusst kein Virtuosenkonzert sein möchte. Bei Robert Schumann stehen Klangpoesie, Kantilene und Atmosphäre im Vordergrund, oder wie Clara Schumann es formulierte: »Von welchem Wohlklang und tiefer Empfindung sind alle die Gesangstellen darin!«
Konzertdauer: ca. 85 Minuten – keine Pause!
Im Anschluss »Meet & Greet« an der Bar mit den Musiker*innen des Abends
___________
What could he have meant by that? Jean Sibelius said that this Second Symphony was »a confession of the soul«—but what exactly was weighing on his mind? Did he want to confess to having copied from Brahms? Certainly not! But the classically refined Brahmsian tone suits it well nonetheless.
Confession or not, the audience was immediately captivated by this symphony. And they interpreted it—which was not at all Sibelius’s intention—as an act of resistance against Russia, the threat to Finland—precisely as »an extremely overwhelming protest against all the injustice that in our time threatens to rob the sun of its light and the flowers of their scent,« according to the conductor and Sibelius’s contemporary Robert Kajanus. It was sometimes called the »Symphony of Independence«; perhaps that is why conductor Aivis Greters has taken a special interest in it. Greters, like so many outstanding young conductors today, comes from the Baltic region. The compact «Quick & Classy» program is complemented by a cello concerto that deliberately does not aim to be a virtuoso piece. In Robert Schumann’s work, the focus is on sound poetry, cantilena, and atmosphere—or as Clara Schumann put it: »What melodiousness and deep feeling are found in all the vocal passages within it!«
Concert duration: about 85 minutes – without a break!
Afterwards »Meet & Greet« at the bar with the musicians of the evening
Anton Spronk | Violoncello
Aivis Greters | Dirigent
Robert Schumann | Cellokonzert
Jean Sibelius | 2. Sinfonie
Was könnte er damit gemeint haben? Diese 2. Sinfonie sei »eine Seelenbeichte«, hat Jean Sibelius gesagt – doch was genau lag ihm auf der Seele? Wollte er beichten, bei Brahms abgeschrieben zu haben? Sicher nicht! Aber der klassisch-durchdachte Brahms-Ton steht ihr dennoch gut.
Beichte hin oder her, das Publikum war sofort begeistert von dieser Sinfonie. Und deutete sie, was gar nicht Sibelius’ Absicht war, als Akt des Widerstands gegen den Finnland-Bedroher Russland – eben als »einen in höchstem Maße überwältigenden Protest gegen all die Ungerechtigkeit, die in unserer Zeit die Sonne um ihr Licht und die Blumen um ihren Duft zu berauben droht«, so der Dirigent und Sibelius-Zeitgenosse Robert Kajanus. Mitunter wurde sie die »Sinfonie der Unabhängigkeit« genannt, vielleicht hat auch deswegen der Dirigent Aivis Greters ein besonderes Auge auf sie geworfen. Greters kommt, wie so viele herausragende junge Dirigenten derzeit, aus dem Baltikum. Das kompakte »Quick & Classy«-Programm wird ergänzt um ein Cellokonzert, das bewusst kein Virtuosenkonzert sein möchte. Bei Robert Schumann stehen Klangpoesie, Kantilene und Atmosphäre im Vordergrund, oder wie Clara Schumann es formulierte: »Von welchem Wohlklang und tiefer Empfindung sind alle die Gesangstellen darin!«
Konzertdauer: ca. 85 Minuten – keine Pause!
Im Anschluss »Meet & Greet« an der Bar mit den Musiker*innen des Abends
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What could he have meant by that? Jean Sibelius said that this Second Symphony was »a confession of the soul«—but what exactly was weighing on his mind? Did he want to confess to having copied from Brahms? Certainly not! But the classically refined Brahmsian tone suits it well nonetheless.
Confession or not, the audience was immediately captivated by this symphony. And they interpreted it—which was not at all Sibelius’s intention—as an act of resistance against Russia, the threat to Finland—precisely as »an extremely overwhelming protest against all the injustice that in our time threatens to rob the sun of its light and the flowers of their scent,« according to the conductor and Sibelius’s contemporary Robert Kajanus. It was sometimes called the »Symphony of Independence«; perhaps that is why conductor Aivis Greters has taken a special interest in it. Greters, like so many outstanding young conductors today, comes from the Baltic region. The compact «Quick & Classy» program is complemented by a cello concerto that deliberately does not aim to be a virtuoso piece. In Robert Schumann’s work, the focus is on sound poetry, cantilena, and atmosphere—or as Clara Schumann put it: »What melodiousness and deep feeling are found in all the vocal passages within it!«
Concert duration: about 85 minutes – without a break!
Afterwards »Meet & Greet« at the bar with the musicians of the evening
Ort der Veranstaltung
Hier wird Musik zum Leben erweckt. Ob bei öffentlichen Konzerten, Proben des hr-Sinfonieorchesters, oder Live-Sendungen. Das breite Aufgabenspektrum des Sendesaals bietet Qualität der Spitzenklasse.
Im Nordosten Frankfurts gehört der hr-Sendesaal seit Anfang der 1950er Jahre zum Gebäudekomplex des Hessischen Rundfunks. Hier kann das Publikum auf bis ca. 868 Sitzplätzen großangelegte Orchesterwerke und bis zu hundertköpfige Chöre erleben. Zusätzlich verfügt der Saal über eine Orgel und das nötige technische Equipment, um Werke aus nahezu allen Gattungen der E-Musik aufführen zu können. Eine Technik, die der Ausstattung der Berliner Philharmonie in nichts nachsteht macht hochwertige Übertragungen möglich. Durch die computergesteuerte Bühne kann die Bühnenlandschaft binnen weniger Minuten komplett umgebaut werden. Und die gute Akustik des Saals perfektioniert den Bau des hr-Sendesaals. Schon längst sind diese Räumlichkeiten zu einer festen Konzert-Location avanciert. Neben der Alten Oper und dem Schauspiel Frankfurt hat sich hier eine weitere überregionale Kulturinstitution entwickelt.
Der hr-Sendesaal verbindet traditionelle Klänge mit modernster Übertragungstechnik, ältere Musik mit jungem Publikum. Das Programm des Hessischen Rundfunks und des Sinfonieorchesters hat für jeden etwas zu bieten. Erleben Sie Musik in ungeahnten Dimensionen.
Im Nordosten Frankfurts gehört der hr-Sendesaal seit Anfang der 1950er Jahre zum Gebäudekomplex des Hessischen Rundfunks. Hier kann das Publikum auf bis ca. 868 Sitzplätzen großangelegte Orchesterwerke und bis zu hundertköpfige Chöre erleben. Zusätzlich verfügt der Saal über eine Orgel und das nötige technische Equipment, um Werke aus nahezu allen Gattungen der E-Musik aufführen zu können. Eine Technik, die der Ausstattung der Berliner Philharmonie in nichts nachsteht macht hochwertige Übertragungen möglich. Durch die computergesteuerte Bühne kann die Bühnenlandschaft binnen weniger Minuten komplett umgebaut werden. Und die gute Akustik des Saals perfektioniert den Bau des hr-Sendesaals. Schon längst sind diese Räumlichkeiten zu einer festen Konzert-Location avanciert. Neben der Alten Oper und dem Schauspiel Frankfurt hat sich hier eine weitere überregionale Kulturinstitution entwickelt.
Der hr-Sendesaal verbindet traditionelle Klänge mit modernster Übertragungstechnik, ältere Musik mit jungem Publikum. Das Programm des Hessischen Rundfunks und des Sinfonieorchesters hat für jeden etwas zu bieten. Erleben Sie Musik in ungeahnten Dimensionen.