Veranstaltungsinfos
COMEDY
NILS HEINRICH
BRÜCKENTAGE IN ÜBERGANGSJACKE
Nils Heinrich stellt sich auf die kommenden Zeiten ein. Er ist guter Dinge. Heinrich heißt nämlich Heinrich. Mega! Deutscher geht's nicht. Er ist fein raus, haha! Dunkelblond, blaugraue Augen. Halt: BlauGRAU, das Blau ist ostdeutsch akzentuiert! Er ist noch dazu hetero, verheiratet und hat einige Söhne! Keine Mädchen, Söhne, haha! Die hat er mit Erbgut gezeugt, das in einer Diktatur mit Nudossi angefüttert wurde. Dem Nutella für Desillusionierte.
Das war streichfähige Braunkohle, angereichert mit pürierter sowjetischer Baumrinde. Wenn das Justizsystem geschliffen, der Polizeiapparat umgebaut und die Medien synchronisiert wurden, sagt er einfach wie früher das, was die da oben
hören wollen.
Privat jedoch erzählt er ganz was anderes. Er hat das noch drauf. Seitdem er verheiratet ist, konnte er seine Systemeinstellung sogar noch mehr verfeinert: Er denkt sogar ganz was anderes, als er denkt, haha!
Vorsichtig ist er nur bei Dunkelflaute. Dann wird’s nämlich finster im Meinungskorridor. Der befindet sich in der Denkfabrik direkt neben der Echokammer, da wo das Zeitfenster ist, gegenüber vom Spielraum.
Im Meinungskorridor liegen Teppiche aus roten Linien, die nicht überschritten werden dürfen, aber werden. Die wirklich wichtigen Fragen sind aber eh „Was findest du cringe, was ist nice, was geht ab?“
Mein Nagellack. So ist sie, die Gen-Z. Guckt auf Tiktok Deepfakes und rennt mit T-Shirts rum, auf denen ‚Nirvana‘
oder ‚Friends‘ steht. Das ist so, als hätte Heinrich in den 80ern T-Shirts getragen, auf denen ‚Comedian Harmonists‘ oder „Heinz Rühmann“ steht.
Doch er geht mit der Zeit: wenn er was auf Insta kommentiert, ist das mehrfach codiert: ein rotes Herz bedeutet Liebe, orange heißt „alles wird gut“. Blumenkohl heißt „Wegen dir hab ich Clamydien“. Ganz schlimm ist ein Windrad. Ein Windrad als Emoji heißt: es gibt Ärger in der Familie. Schnell weg! Aber wohin?
Im Gegensatz zu 80 Prozent der US-Amerikaner hat Heinrich zwar einen Reisepass. Aber er verreist nicht mehr. Höchstens nach Rügen. Eventuell auf den Mars. Da ist es nicht so überlaufen.
BRÜCKENTAGE IN ÜBERGANGSJACKE
Das neue Programm von Nils Heinrich
Jetzt mit 40 Prozent weniger Zukunftsangst.
Mit Bewegungsmelder. Und: Mega lustig!
Foto: Marvin Ruppert
NILS HEINRICH
BRÜCKENTAGE IN ÜBERGANGSJACKE
Nils Heinrich stellt sich auf die kommenden Zeiten ein. Er ist guter Dinge. Heinrich heißt nämlich Heinrich. Mega! Deutscher geht's nicht. Er ist fein raus, haha! Dunkelblond, blaugraue Augen. Halt: BlauGRAU, das Blau ist ostdeutsch akzentuiert! Er ist noch dazu hetero, verheiratet und hat einige Söhne! Keine Mädchen, Söhne, haha! Die hat er mit Erbgut gezeugt, das in einer Diktatur mit Nudossi angefüttert wurde. Dem Nutella für Desillusionierte.
Das war streichfähige Braunkohle, angereichert mit pürierter sowjetischer Baumrinde. Wenn das Justizsystem geschliffen, der Polizeiapparat umgebaut und die Medien synchronisiert wurden, sagt er einfach wie früher das, was die da oben
hören wollen.
Privat jedoch erzählt er ganz was anderes. Er hat das noch drauf. Seitdem er verheiratet ist, konnte er seine Systemeinstellung sogar noch mehr verfeinert: Er denkt sogar ganz was anderes, als er denkt, haha!
Vorsichtig ist er nur bei Dunkelflaute. Dann wird’s nämlich finster im Meinungskorridor. Der befindet sich in der Denkfabrik direkt neben der Echokammer, da wo das Zeitfenster ist, gegenüber vom Spielraum.
Im Meinungskorridor liegen Teppiche aus roten Linien, die nicht überschritten werden dürfen, aber werden. Die wirklich wichtigen Fragen sind aber eh „Was findest du cringe, was ist nice, was geht ab?“
Mein Nagellack. So ist sie, die Gen-Z. Guckt auf Tiktok Deepfakes und rennt mit T-Shirts rum, auf denen ‚Nirvana‘
oder ‚Friends‘ steht. Das ist so, als hätte Heinrich in den 80ern T-Shirts getragen, auf denen ‚Comedian Harmonists‘ oder „Heinz Rühmann“ steht.
Doch er geht mit der Zeit: wenn er was auf Insta kommentiert, ist das mehrfach codiert: ein rotes Herz bedeutet Liebe, orange heißt „alles wird gut“. Blumenkohl heißt „Wegen dir hab ich Clamydien“. Ganz schlimm ist ein Windrad. Ein Windrad als Emoji heißt: es gibt Ärger in der Familie. Schnell weg! Aber wohin?
Im Gegensatz zu 80 Prozent der US-Amerikaner hat Heinrich zwar einen Reisepass. Aber er verreist nicht mehr. Höchstens nach Rügen. Eventuell auf den Mars. Da ist es nicht so überlaufen.
BRÜCKENTAGE IN ÜBERGANGSJACKE
Das neue Programm von Nils Heinrich
Jetzt mit 40 Prozent weniger Zukunftsangst.
Mit Bewegungsmelder. Und: Mega lustig!
Foto: Marvin Ruppert
Ort der Veranstaltung
Der Studentenclub Bärenzwinger verbindet Kneipe und Kultur unter einem historischen Gewölbe. Das Begegnungszentrum ist seit mehreren Jahrzehnten ein beliebter Treffpunkt für die unterschiedlichsten Generationen von Studenten und Jugendlichen Dresdens. Somit zählt er zu den ältesten und zugleich schönsten Studentenclubs der Stadt.
Was heute als „Bärenzwinger“ bezeichnet wird, entstand zwischen 1519 und 1521 im Zuge der Erweiterung der Dresdner Stadtbefestigung. Der Studentenclub an sich nahm seinen Betrieb im Sommer 1968 auf und kann seitdem auf eine turbulente Geschichte mit strukturellen Veränderungen und räumlichen Wechseln zurückblicken. Mittlerweile ist der Ort für viele Menschen nicht mehr aus dem Kulturleben Dresdens wegzudenken.
Der Studentenclub Bärenzwinger bietet Partys, Konzerte, Lesungen, gemütliche Bierabende und vieles mehr. Er liegt unweit vom Albertinum entfernt und ist am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln über die Haltestelle „Synagoge“ erreichbar. Kostenpflichtige Parkplätze finden sich in der näheren Umgebung.
Was heute als „Bärenzwinger“ bezeichnet wird, entstand zwischen 1519 und 1521 im Zuge der Erweiterung der Dresdner Stadtbefestigung. Der Studentenclub an sich nahm seinen Betrieb im Sommer 1968 auf und kann seitdem auf eine turbulente Geschichte mit strukturellen Veränderungen und räumlichen Wechseln zurückblicken. Mittlerweile ist der Ort für viele Menschen nicht mehr aus dem Kulturleben Dresdens wegzudenken.
Der Studentenclub Bärenzwinger bietet Partys, Konzerte, Lesungen, gemütliche Bierabende und vieles mehr. Er liegt unweit vom Albertinum entfernt und ist am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln über die Haltestelle „Synagoge“ erreichbar. Kostenpflichtige Parkplätze finden sich in der näheren Umgebung.