Bild: Mozarts blinde Pianistin

Mozarts blinde Pianistin

Dorothee Mields, Christine Schornsheim  

Am Schloßpark 7
79189 Bad Krozingen

Tickets ab 25,00 € *
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Veranstalter: Kulturamt Bad Krozingen , Basler Str. 17, 79189 Bad Krozingen, Deutschland
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Veranstaltungsinfos

Programm:
Carl Philipp Emanuel Bach: Kantate „Die Grazien“ Wq 200/22
Wolfgang Amadé Mozart: Rondo a-Moll für Fortepiano solo KV 511
Leopold Kozeluh: Kantate auf Maria Theresia Paradis (Text: Pfeffel)
Maria Theresia Paradis: Fantasie G-Dur für Fortepiano solo
Maria Theresia Paradis: ausgewählte Lieder
Joseph Haydn: Canzonetten

Ob Maria Theresia Paradis wirklich das Klavierkonzert KV 456 von W.A. Mozart in Paris aufführte, wie der Vater des Komponisten vermerkt, ist fraglich, aber dass sie einander gut kannten, steht außer Frage. Und ähnlich wie Mozart begab sich auch die junge Pianistin auf eine dreijährige Europareise – mit Mutter statt Vater. Ist schon diese Tatsache für eine Frau des 18. Jahrhunderts erstaunlich genug, umso größer wird die Ver- und Bewunderung, wenn man weiß, dass Maria Theresia von Kindheit an blind war. Sie muss eine außergewöhnliche Persönlichkeit gewesen sein, musikalisch in den Disziplinen Klavier und Orgel, Gesang und Komposition ausgebildet, mit phänomenalem Gehör und Gedächtnis. Dazu von hohem pädagogischem Ethos getragen, als sie 1808 im Zentrum Wiens ein Institut für musikalische Erziehung einrichtete, an dem blinde und sehende Mädchen Unterricht in Klavier, Gesang und Musiktheorie erhalten konnten. Mit allen Komponisten, deren Werke in diesem Konzert aufgeführt werden, war Maria Theresia bekannt oder sogar befreundet: Kozeluh war ihr hoch verehrter Kompositionslehrer, von Carl Philipp Emanuel Bach soll sie alle Klavierkonzerte gespielt haben, Haydn studierte mit ihr sein Oratorium "Die Schöpfung" ein.

Dorothee Mields, Sopran
Christine Schornsheim, Hammerflügel

Ort der Veranstaltung

Im Süden von Bad Krozingen erhebt sich in einer malerischen Parkanlage das Schloss der Freiherren von Gleichenstein. Als wunderschönes Renaissancegebäude bildet es den stilvollen Rahmen für die einmaligen Schlosskonzerte, bei denen ausschließlich auf historischen Instrumenten gespielt wird. Diese stammen aus dem Bestand der im Schloss untergebrachten Sammlung historischer Tasteninstrumente.

Als ehemalige Propstei des Klosters St. Blasien wurde das Gebäude 1579 durch den Benediktinerabt Caspar II. errichtet. Im Zuge eines Umbaus im 18. Jahrhundert erhielt es sein heutiges Aussehen: Reiche Stuckarbeiten und die wertvolle Ausstattung des Festsaals stammen aus dieser Zeit. Im Gegensatz zum Interieur, das im Stil des Rokoko gehalten war, wurde das äußere Erscheinungsbild barock gestaltet und entsprach so dem Repräsentationsbedürfnis der damaligen Zeit. Auch die Schlosskapelle aus dem 17. Jahrhundert erhielt zu jener Zeit ein neues Gesicht und beherbergt seitdem neben dem Marienaltar auch ein kunstvolles Rokoko-Interieur. Das Schloss befindet sich heute im Privatbesitz der Familie Dr. Gombert / Gleichenstein.

Die seit 1974 im Schloss befindliche Sammlung, zusammengestellt vom Cembalisten Fritz Neumeyer, umfasst rund 50 historische Tasteninstrumente. Dazu gehören mit Spinett, Regal, Virginale, Cembali und Hammerflügel die wichtigsten Typen ihrer Zeit, die teilweise noch von 1600 stammen. Die sehr gut erhaltenen Instrumente machen es möglich, Musik vom 16. bis zum 19. Jahrhundert in ihrem ursprünglichen Klangbild aufzuführen. So erhält jedes der Schlosskonzerte in Bad Krozingen einen einzigartigen Klang und Charakter, den man so nur selten zu hören bekommt.
Schloss
Am Schloßpark 7
79189 Bad Krozingen