Veranstaltungsinfos
»Wanda fühlte sich seltsam erschüttert von den Dingen, die sie plötzlich um sich wahrnahm.«
1983 reist Wanda, eine junge Sozialpsychologin aus Polen, nach Venedig, um ihren dort im Exil lebenden Landsmann Henryk Mrugalski zu seinen Forschungen zu interviewen. Der Spieltheoretiker war nach dem Krieg zunächst nach London emigriert und fand nach einem Aufenthalt in den USA in Italien ein Zuhause – um, so sagt er Wanda, »das alte Leben hinter sich zu lassen«. Warum aber liegt Mrugalski so viel daran, frühere Verbindungen zu kappen? Und will Wanda tatsächlich nur ein Fachgespräch mit einem Kollegen führen? Zwischen den beiden entspinnt sich nach und nach ein Spiel mit offenem Ausgang.
In »Das glückliche Schicksal« nimmt Matthias Nawrat anhand der Biographien zweier Menschen und ihrer Familien ein Land in den Fokus, das immer Spielball der Großmächte war, mehr denn je in der komplexen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Wir begleiten die Figuren von 1939 bis in die Anfangsjahre von Solidarność, lesen von Lagern und Gefängnissen, von Exil und Verrat. Formal brillant umkreist Matthias Nawrat dabei vor allem die Leerstellen, das Schweigen der Menschen über das, was sie erlebt, was sie getan haben, um zum Kern dessen vorzudringen, was ihn am meisten bewegt: zu erzählen, wie autoritäre Strukturen die Menschen aushöhlen und freien Willen zerstören.
Moderation: Björn Jager
Eintritt: € 6,-/9,-/12,- (pay as you wish)
Matthias Nawrat wurde 1979 im polnischen Opole geboren. Sein inzwischen fünf Romane und einen Gedichtband umfassendes Werk wurde viele Male ausgezeichnet, unter anderem mit dem Literaturpreis der Europäischen Union sowie dem Fontane-Literaturpreis (2023). Sein Roman »Unternehmer« war 2014 für den Deutschen Buchpreis nominiert, »Der traurige Gast« 2019 für den Preis der Leipziger Buchmesse. 2026 erhielt Matthias Nawrat den Berliner Literaturpreis für sein bisheriges Werk. Nawrat lebt in Berlin.
Foto (c) Alena Schmick
1983 reist Wanda, eine junge Sozialpsychologin aus Polen, nach Venedig, um ihren dort im Exil lebenden Landsmann Henryk Mrugalski zu seinen Forschungen zu interviewen. Der Spieltheoretiker war nach dem Krieg zunächst nach London emigriert und fand nach einem Aufenthalt in den USA in Italien ein Zuhause – um, so sagt er Wanda, »das alte Leben hinter sich zu lassen«. Warum aber liegt Mrugalski so viel daran, frühere Verbindungen zu kappen? Und will Wanda tatsächlich nur ein Fachgespräch mit einem Kollegen führen? Zwischen den beiden entspinnt sich nach und nach ein Spiel mit offenem Ausgang.
In »Das glückliche Schicksal« nimmt Matthias Nawrat anhand der Biographien zweier Menschen und ihrer Familien ein Land in den Fokus, das immer Spielball der Großmächte war, mehr denn je in der komplexen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Wir begleiten die Figuren von 1939 bis in die Anfangsjahre von Solidarność, lesen von Lagern und Gefängnissen, von Exil und Verrat. Formal brillant umkreist Matthias Nawrat dabei vor allem die Leerstellen, das Schweigen der Menschen über das, was sie erlebt, was sie getan haben, um zum Kern dessen vorzudringen, was ihn am meisten bewegt: zu erzählen, wie autoritäre Strukturen die Menschen aushöhlen und freien Willen zerstören.
Moderation: Björn Jager
Eintritt: € 6,-/9,-/12,- (pay as you wish)
Matthias Nawrat wurde 1979 im polnischen Opole geboren. Sein inzwischen fünf Romane und einen Gedichtband umfassendes Werk wurde viele Male ausgezeichnet, unter anderem mit dem Literaturpreis der Europäischen Union sowie dem Fontane-Literaturpreis (2023). Sein Roman »Unternehmer« war 2014 für den Deutschen Buchpreis nominiert, »Der traurige Gast« 2019 für den Preis der Leipziger Buchmesse. 2026 erhielt Matthias Nawrat den Berliner Literaturpreis für sein bisheriges Werk. Nawrat lebt in Berlin.
Foto (c) Alena Schmick
Teilnahmebedingungen
Bitte beachten!
Nacheinlass nur bis 20 Uhr möglich.
Ort der Veranstaltung
Seit 1988 gilt das freie Theater Künstler*innenhaus Mousonturm als eines der wichtigsten internationalen Produktionshäuser für zeitgenössischen Tanz, Theater und Performance in Deutschland. Sein Programm weist eine enorme Bandbreite von Tanz, Musik und bildender Kunst über Literatur bis hin zu Film und Hörspiel auf.
Im Mittelpunkt der Programm- und Vermittlungsarbeit stehen intensive Begegnungen, Kooperationen und Vernetzungen mit und zwischen Kunstschaffenden der darstellenden Künste in der Rhein-Main-Region, im deutschsprachigen Raum und an vielen Orten weltweit. Die mit dem Mousonturm verbundenen künstlerischen Praktiken vereinen unterschiedlichste Kenntnisse und Erfahrungen - aus Biografie und Alltag, aus kunst- und gesellschaftskritischen Diskursen sowie Einflüsse aus Pop-, Sub- und Soziokultur. Wie erfolgreich dieses Konzept ist, beweisen diverse Auszeichnungen sowie regelmäßige Einladungen zum renommierten Berliner Theatertreffen. Inzwischen ist das Künstler*innenhaus Mousonturm eine der ältesten Produktionsstätten für experimentelles und innovatives Theater in Deutschland und gilt darüber hinaus als wichtige Plattform für Nachwuchskünstlerinnen und -künstler.
Die Anreise zum Künstler*innenhaus Mousonturm gelingt am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad. Die nächste Haltestelle der U-Bahn befindet sich nur wenige Gehminuten entfernt, die Anbindung an den Hauptbahnhof ist exzellent.
Im Mittelpunkt der Programm- und Vermittlungsarbeit stehen intensive Begegnungen, Kooperationen und Vernetzungen mit und zwischen Kunstschaffenden der darstellenden Künste in der Rhein-Main-Region, im deutschsprachigen Raum und an vielen Orten weltweit. Die mit dem Mousonturm verbundenen künstlerischen Praktiken vereinen unterschiedlichste Kenntnisse und Erfahrungen - aus Biografie und Alltag, aus kunst- und gesellschaftskritischen Diskursen sowie Einflüsse aus Pop-, Sub- und Soziokultur. Wie erfolgreich dieses Konzept ist, beweisen diverse Auszeichnungen sowie regelmäßige Einladungen zum renommierten Berliner Theatertreffen. Inzwischen ist das Künstler*innenhaus Mousonturm eine der ältesten Produktionsstätten für experimentelles und innovatives Theater in Deutschland und gilt darüber hinaus als wichtige Plattform für Nachwuchskünstlerinnen und -künstler.
Die Anreise zum Künstler*innenhaus Mousonturm gelingt am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad. Die nächste Haltestelle der U-Bahn befindet sich nur wenige Gehminuten entfernt, die Anbindung an den Hauptbahnhof ist exzellent.