Veranstaltungsinfos
Die Schriftstellerin Marica Bodrožić erhält 2025 vom Oldenburger Literaturhaus auf der Grundlage einer Förderung durch die Kulturstiftung Öffentliche Oldenburg das Landgang-Stipendium, ein Reisestipendium durch das Oldenburger Land. Vom 7. bis 15. Oktober 2025 bereist sie den Nordwesten und macht dabei Station in sieben Landkreisen und kreisfreien Städten. Im Frühjahr 2026 tritt sie die Reise ein weiteres Mal an. Während die besuchte Region von ihr bei der ersten Rundtour in Augenschein genommen wird, stellt Marica Bodrožić bei der zweiten Reise, die als Lesereise den Stationen der Erkundungstour entspricht, einen Text vor, der durch die Region inspiriert wurde. Monika Eden, die Leiterin des Oldenburger Literaturhauses, begleitet die Lesereise als Projektleiterin und Moderatorin.
Marica Bodrožić wurde 1973 in Dalmatien geboren. 1983 siedelte sie nach Hessen über. In Frankfurt am Main machte sie eine Ausbildung zur Buchhändlerin und studierte Kulturanthropologie, Psychoanalyse und Slawistik. 2002 debütierte sie mit Erzählungen, die unter dem Titel Tito ist tot veröffentlicht wurden. Zuletzt erschien 2024 ihr autofiktional eingefärbter Roman Das Herzflorett. Sie erzählt darin vom Heranwachsen unter Migrationsbedingungen, problematischen Familienverhältnissen und einem Emanzipationsprozess, der schließlich in ein selbstbestimmtes Leben führt. Marica Bodrožić schreibt Gedichte, Romane, Erzählungen und Essays, die in über sechzehn Sprachen übersetzt wurden. Für ihr bisheriges Werk wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Walter-Hasenclever-Literaturpreis, dem Manès-Sperber-Literaturpreis für ihr Gesamtwerk sowie dem Irmtraud-Morgner-Preis. „Sie verkörpert das „Grenzgänger“-Sein in einem modernen Europa. Das Eigene wird dadurch gerade im zunächst Fremden, Anderen entdeckt und zum Ausdruck gebracht. Dabei stellt sich die Autorin auch der aktuellen Identitätsfrage. Sie definiert Heimat nicht nostalgisch, sondern als eine Verpflichtung zum „Unterwegssein“ in eine „Zukunft“, eine „Ankunft in Wörtern“, heißt es in der Begründung zum Walter-Hasenclever-Literaturpreis. Marica Bodrožić arbeitet zudem als Übersetzerin aus dem Englischen und dem Kroatischen. 2007 wurde ihr erster Dokumentarfilm, den sie zusammen mit der Literaturkritikerin und Filmemacherin Katja Gasser gedreht hat, von 3sat ausgestrahlt (Das Herzgemälde der Erinnerung. Eine Reise durch mein Kroatien). Bodrožić schrieb dafür das Drehbuch und war Co-Regisseurin. Als freie Schriftstellerin lebt sie in Berlin und in einem kleinen Dorf in Mecklenburg.
Das Landgang-Stipendium wird jährlich an deutschsprachige Schriftstellerinnen und Schriftsteller vergeben. Ausgezeichnet wurden damit bisher Matthias Politycki, Marion Poschmann, Michael Kumpfmüller, Mirko Bonné, Judith Hermann, Jan Brandt, Iris Wolff, David Wagner, Judith Kuckart und Deniz Utlu.
Marica Bodrožić wurde 1973 in Dalmatien geboren. 1983 siedelte sie nach Hessen über. In Frankfurt am Main machte sie eine Ausbildung zur Buchhändlerin und studierte Kulturanthropologie, Psychoanalyse und Slawistik. 2002 debütierte sie mit Erzählungen, die unter dem Titel Tito ist tot veröffentlicht wurden. Zuletzt erschien 2024 ihr autofiktional eingefärbter Roman Das Herzflorett. Sie erzählt darin vom Heranwachsen unter Migrationsbedingungen, problematischen Familienverhältnissen und einem Emanzipationsprozess, der schließlich in ein selbstbestimmtes Leben führt. Marica Bodrožić schreibt Gedichte, Romane, Erzählungen und Essays, die in über sechzehn Sprachen übersetzt wurden. Für ihr bisheriges Werk wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Walter-Hasenclever-Literaturpreis, dem Manès-Sperber-Literaturpreis für ihr Gesamtwerk sowie dem Irmtraud-Morgner-Preis. „Sie verkörpert das „Grenzgänger“-Sein in einem modernen Europa. Das Eigene wird dadurch gerade im zunächst Fremden, Anderen entdeckt und zum Ausdruck gebracht. Dabei stellt sich die Autorin auch der aktuellen Identitätsfrage. Sie definiert Heimat nicht nostalgisch, sondern als eine Verpflichtung zum „Unterwegssein“ in eine „Zukunft“, eine „Ankunft in Wörtern“, heißt es in der Begründung zum Walter-Hasenclever-Literaturpreis. Marica Bodrožić arbeitet zudem als Übersetzerin aus dem Englischen und dem Kroatischen. 2007 wurde ihr erster Dokumentarfilm, den sie zusammen mit der Literaturkritikerin und Filmemacherin Katja Gasser gedreht hat, von 3sat ausgestrahlt (Das Herzgemälde der Erinnerung. Eine Reise durch mein Kroatien). Bodrožić schrieb dafür das Drehbuch und war Co-Regisseurin. Als freie Schriftstellerin lebt sie in Berlin und in einem kleinen Dorf in Mecklenburg.
Das Landgang-Stipendium wird jährlich an deutschsprachige Schriftstellerinnen und Schriftsteller vergeben. Ausgezeichnet wurden damit bisher Matthias Politycki, Marion Poschmann, Michael Kumpfmüller, Mirko Bonné, Judith Hermann, Jan Brandt, Iris Wolff, David Wagner, Judith Kuckart und Deniz Utlu.
Ort der Veranstaltung
Der Bontekai in Wilhelmshaven führt entlang dem Nordufer des Ems-Jade-Kanals und verbindet den Südstrand und den Hafen der Stadt mit der neuen Stadtmitte, der „Nordseepassage“. Der Kai beginnt unweit der Kaiser-Wilhelm-Brücke – größte Doppeldrehbrücke Europas – und lässt einen die Nordseeluft auf der Haut spüren.
Die Stadt Wilhelmshaven selbst blickt auf eine junge Geschichte zurück. Sie wurde 1869 durch König Wilhelm I. von Preußen als Marinegarnison gegründet und ist heute größter Marinestützpunkt in Deutschland. Wilhelmshaven lebt von der Seefahrt, was auch viele Touristen in die Stadt im Norden zieht. Im Jahr 2000 fand hier die „Expo am Meer“ statt, die den Bekanntheitsgrad der Stadt wachsen ließ. Der Südstrand lädt nach informativen und spannenden Museumsbesuchen zum Spazieren am Meer ein und am Bontekai können die Museumsschiffe „Kapitän Meyer“ und das Weserfeuerschiff „Nordeney“ bewundert werden.
Der Bontekai in Wilhelmshaven dient außerdem als Startpunkt für aufregende Segeltörns der Wilhelmshavener Touristik und Freizeit GmbH. Vom Hauptbahnhof Wilhelmshaven gelangen Sie in 20 Gehminuten an besagtes Ufer, aber auch der Bus (Linie 6) der öffentlichen Verkehrsmittel bringt Sie sicher in die Nähe des Bontekai.
Die Stadt Wilhelmshaven selbst blickt auf eine junge Geschichte zurück. Sie wurde 1869 durch König Wilhelm I. von Preußen als Marinegarnison gegründet und ist heute größter Marinestützpunkt in Deutschland. Wilhelmshaven lebt von der Seefahrt, was auch viele Touristen in die Stadt im Norden zieht. Im Jahr 2000 fand hier die „Expo am Meer“ statt, die den Bekanntheitsgrad der Stadt wachsen ließ. Der Südstrand lädt nach informativen und spannenden Museumsbesuchen zum Spazieren am Meer ein und am Bontekai können die Museumsschiffe „Kapitän Meyer“ und das Weserfeuerschiff „Nordeney“ bewundert werden.
Der Bontekai in Wilhelmshaven dient außerdem als Startpunkt für aufregende Segeltörns der Wilhelmshavener Touristik und Freizeit GmbH. Vom Hauptbahnhof Wilhelmshaven gelangen Sie in 20 Gehminuten an besagtes Ufer, aber auch der Bus (Linie 6) der öffentlichen Verkehrsmittel bringt Sie sicher in die Nähe des Bontekai.