Macbeth - Kostprobe, Stückeinführung 19:30 Uhr
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Event organiser:
Zimmertheater Tübingen GmbH , Bursagasse 16, 72070 Tübingen, Germany
Event info
Macbeth
William Shakespeare
Deutsch von Schlegel/Tieck und anderen
Premiere: 8. Mai 2027
Macbeth ist, so auch der Shakespeareforscher Harald Bloom, der wohl unglücklichste aller Shakespearschen Helden, und zwar deswegen, weil er der mit der lebhaftesten Einbildungskraft ist. Oder in den Worten des schlaflosen und von Alpträumen geplagten Macbeths: „Was ist, ist nicht so schlimm wie das, was man sich vorstellt.“
Shakespeare thematisiert in seiner kürzesten und blutigsten Tragödie die Sinnlosigkeit der menschlichen Existenz und kreiert eine Welt, die uns wie eine gefallene Schöpfung erscheint, in welcher der unbedingte Machtwille, die Verführung durch Macht, die nicht endende Gewaltspirale und der Blutkreislauf der Vorstellungskraft alles zu dominieren scheinen. Inwieweit verweist der (tyrannische) und zwischen Sein und Schein kreisende Kosmos der Macbeths auf die heutige Welt, in welcher die Selbstvernichtung des Menschen unaufhaltsam voranschreitet und der Bund mit der Natur längst aufgekündigt wurde?
Das zwischen 1603 und 1607 entstandene Stück erzählt ebenso vom Verhältnis der Geschlechter. Im Zentrum des Geschehens steht das Paar Lady Macbeth und Macbeth, die sich wie Magnete anziehen und abstoßen, von Schuld und Verdrängung heimgesucht und von Geistern der Vergangenheit verfolgt werden. Interessant ist hier, auf welche Schuld unser (westliches) Leben eigentlich gebaut ist und welche aus unserer Vergangenheit kommenden Geister uns beschäftigen oder eben nicht beschäftigen. Und erinnert der Tötungsdrang der Macbeths nicht auch an die untergehenden Bonnie und Clyde?
Zugleich fordert das durch seine bildkräftige und poetische Sprache leuchtende Nachtstück, in dem prophezeiende Hexen, aber eben auch Geister auftreten und sich gleich ein ganzer Wald in Bewegung setzt, das Theater wie selten heraus..
Wir spielen Macbeth, in Fortsetzung zu unserer Sturm-Inszenierung, in einer Fassung für zwei Schauspielerinnen und einen Schauspieler, die immer wieder ihre Rollen wechseln und gemeinsam spielerisch gerade die offenen Deutungshorizonte dieses vielschichtigen Dramas erkunden werden.
Besetzung
Elias Popp, Sophie Maria Scherrieble, Christina Weiser
Regie: Olivia Müller-Elmau
Ausstattung: N.N.
Dramaturgie: Dr. Stefan Tigges
Technik: Mike Michelus, Alexander Schwab
William Shakespeare
Deutsch von Schlegel/Tieck und anderen
Premiere: 8. Mai 2027
Macbeth ist, so auch der Shakespeareforscher Harald Bloom, der wohl unglücklichste aller Shakespearschen Helden, und zwar deswegen, weil er der mit der lebhaftesten Einbildungskraft ist. Oder in den Worten des schlaflosen und von Alpträumen geplagten Macbeths: „Was ist, ist nicht so schlimm wie das, was man sich vorstellt.“
Shakespeare thematisiert in seiner kürzesten und blutigsten Tragödie die Sinnlosigkeit der menschlichen Existenz und kreiert eine Welt, die uns wie eine gefallene Schöpfung erscheint, in welcher der unbedingte Machtwille, die Verführung durch Macht, die nicht endende Gewaltspirale und der Blutkreislauf der Vorstellungskraft alles zu dominieren scheinen. Inwieweit verweist der (tyrannische) und zwischen Sein und Schein kreisende Kosmos der Macbeths auf die heutige Welt, in welcher die Selbstvernichtung des Menschen unaufhaltsam voranschreitet und der Bund mit der Natur längst aufgekündigt wurde?
Das zwischen 1603 und 1607 entstandene Stück erzählt ebenso vom Verhältnis der Geschlechter. Im Zentrum des Geschehens steht das Paar Lady Macbeth und Macbeth, die sich wie Magnete anziehen und abstoßen, von Schuld und Verdrängung heimgesucht und von Geistern der Vergangenheit verfolgt werden. Interessant ist hier, auf welche Schuld unser (westliches) Leben eigentlich gebaut ist und welche aus unserer Vergangenheit kommenden Geister uns beschäftigen oder eben nicht beschäftigen. Und erinnert der Tötungsdrang der Macbeths nicht auch an die untergehenden Bonnie und Clyde?
Zugleich fordert das durch seine bildkräftige und poetische Sprache leuchtende Nachtstück, in dem prophezeiende Hexen, aber eben auch Geister auftreten und sich gleich ein ganzer Wald in Bewegung setzt, das Theater wie selten heraus..
Wir spielen Macbeth, in Fortsetzung zu unserer Sturm-Inszenierung, in einer Fassung für zwei Schauspielerinnen und einen Schauspieler, die immer wieder ihre Rollen wechseln und gemeinsam spielerisch gerade die offenen Deutungshorizonte dieses vielschichtigen Dramas erkunden werden.
Besetzung
Elias Popp, Sophie Maria Scherrieble, Christina Weiser
Regie: Olivia Müller-Elmau
Ausstattung: N.N.
Dramaturgie: Dr. Stefan Tigges
Technik: Mike Michelus, Alexander Schwab
Event location
Mitten in der malerischen Altstadt Tübingens gelegen, umgeben von alten Fachwerkhäusern, strahlt das Zimmerthetaer im Löwen von außen wie von innen eine besondere Atmosphäre aus, die einen Besuch garantiert wert ist! Entdecken Sie die moderne Bühne mit Theaterbar für bis zu 99 Zuschauerinnen und Zuschauer umgebaut.
In dem historischen Gebäude, dessen Geschichte sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen lässt, hat über die Jahrhunderte ein reger Wandel stattgefunden. Eine Konstante behielt sich der Löwen jedoch über diese Zeitspanne bei: Er war stets einer der wichtigsten Kulturort und Versammlungsort in Tübingen.
Der Löwen liegt zentral in der Altstadt Tübingens und ist zu Fuß oder mit dem Bus gut zu erreichen. Nur circa 15 Gehminuten von dem Tübinger Hauptbahnhof entfernt, lässt es sich auch gut aus weiter Ferne anreisen. Beste Voraussetzungen für einen entspannten Theaterbesuch.
In dem historischen Gebäude, dessen Geschichte sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen lässt, hat über die Jahrhunderte ein reger Wandel stattgefunden. Eine Konstante behielt sich der Löwen jedoch über diese Zeitspanne bei: Er war stets einer der wichtigsten Kulturort und Versammlungsort in Tübingen.
Der Löwen liegt zentral in der Altstadt Tübingens und ist zu Fuß oder mit dem Bus gut zu erreichen. Nur circa 15 Gehminuten von dem Tübinger Hauptbahnhof entfernt, lässt es sich auch gut aus weiter Ferne anreisen. Beste Voraussetzungen für einen entspannten Theaterbesuch.