Veranstaltungsinfos
Im Rahmen unserer Festivalreihe CREATIO wird Musik als lebendiger schöpferischer Prozess erfahrbar – einer, der sich über Jahrhunderte hinweg entfaltet und zugleich immer wieder neu entsteht. Dieser Konzertabend macht hörbar, wie Tradition und Innovation miteinander in Resonanz treten können.
Im Wechselspiel zweier „Requiem“-Vertonungen begegnen sich unterschiedliche Epochen auf eindrucksvolle Weise: Tomás Luis de Victorias a-cappella-Komposition öffnet einen Raum zeitloser Spiritualität, während Peter Tillings Uraufführung für Instrumentalensemble den schöpferischen Akt in die Gegenwart überführt. Gemeinsam laden die Werke dazu ein, sich dem universellen Thema von Schöpfung, Vergänglichkeit und Abschied zu nähern.
Die Idee von CREATIO als fortwährender Akt des Erneuerns wird in Tillings Werk unmittelbar greifbar, während Victorias Musik das „Requiem“ in seiner konzentriertesten, geistlichen Form feiert. Aus dem Dialog von Vergangenheit und Gegenwart entsteht eine musikalische Brücke, die sowohl die Kraft der Überlieferung als auch den Mut zur Erneuerung würdigt – getragen von der Hoffnung auf Verwandlung: „Die Nacht ist fern gerückt, der Tag ist nahe. So lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und annehmen die Waffen des Lichts“ (Röm 13,12).
Tomás Luis de Victoria (1548-1611)
Requiem à 4
Peter Tilling (*1975)
Requiem für Instrumentalensemble in vier Sätzen
(Uraufführung)
ensemble risonanze erranti | Peter Tilling, Leitung
Capella Spirensis | Markus Melchiori, Leitung
Im Wechselspiel zweier „Requiem“-Vertonungen begegnen sich unterschiedliche Epochen auf eindrucksvolle Weise: Tomás Luis de Victorias a-cappella-Komposition öffnet einen Raum zeitloser Spiritualität, während Peter Tillings Uraufführung für Instrumentalensemble den schöpferischen Akt in die Gegenwart überführt. Gemeinsam laden die Werke dazu ein, sich dem universellen Thema von Schöpfung, Vergänglichkeit und Abschied zu nähern.
Die Idee von CREATIO als fortwährender Akt des Erneuerns wird in Tillings Werk unmittelbar greifbar, während Victorias Musik das „Requiem“ in seiner konzentriertesten, geistlichen Form feiert. Aus dem Dialog von Vergangenheit und Gegenwart entsteht eine musikalische Brücke, die sowohl die Kraft der Überlieferung als auch den Mut zur Erneuerung würdigt – getragen von der Hoffnung auf Verwandlung: „Die Nacht ist fern gerückt, der Tag ist nahe. So lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und annehmen die Waffen des Lichts“ (Röm 13,12).
Tomás Luis de Victoria (1548-1611)
Requiem à 4
Peter Tilling (*1975)
Requiem für Instrumentalensemble in vier Sätzen
(Uraufführung)
ensemble risonanze erranti | Peter Tilling, Leitung
Capella Spirensis | Markus Melchiori, Leitung
Ort der Veranstaltung
Groß und mächtig ragt der Speyerer Kaiserdom über den Dächern der Stadt auf. Seit 1000 Jahren zieht er Gläubige in die Stadt am Rhein und ist heute der geistliche Mittelpunkt der Diözese Speyer. Das Gotteshaus, das 1981 zum Weltkulturerbe erklärt wurde, gilt als größte erhaltene romanische Kirche überhaupt und gibt Zeugnis großartiger mittelalterlicher Baukunst.
Irgendwann in den 1020er-Jahren begann Konrad II. mit dem Bau des Doms. Sein erklärtes Ziel: Die größte Kirche der Epoche errichten. Nach nur 30 Jahren wurde der Bau im Jahr 1061 eingeweiht und machte das damals kleine Speyer zu einem machtvollen Städtchen auf der religiösen Landkarte des Mittelalters. Auf Anregung Heinrich IV. wurde die monumentale Kirche ausgebaut und erweitert: Erstmals in der Architektur verwirklichten Baumeister eine umlaufende Galerie, die Architektur der Kathedrale war richtungsweisend. Seine heutige Bedeutung erhält der Speyerer Dom nicht nur durch den Sitz der Diözese, sondern auch durch die Grabmäler zahlreichen salischer, staufischer und habsburgischer Könige und Bischöfe. Diese sind in der Krypta, die bis heute unverändert erhalten geblieben ist, Besuchern zugänglich. Die Geschichte des Kaiserdoms zu Speyer ist zugleich auch eine Geschichte von Zerstörung und Wiederaufbau und spiegelt so auch die Machtverhältnisse im Land. So hat der Dom nach der Zerstörung im Pfälzischen Erbfolgekrieg im Zuge der Restaurierung durch Ludwig I. Malereien im Innenraum erhalten, von denen heute noch ein Marienzyklus zu bewundern ist.
Nicht nur zahlreichen Gläubigen dient der Kaiserdom zu Speyer als Stätte der Andacht, der Ruhe und des Gebets, auch hunderte Touristen bestaunen täglich die der Gottesmutter Maria und dem heiligen Stephanus geweihte Kathedrale. Im Kaiserdom findet neben einem Mittagsgebet auch regelmäßig die Heilige Messe statt. Doch auch neben der sakralen Nutzung ist der Dom in Führungen Besuchern zugänglich und wird auch wegen der Akustik häufig für Konzerte genutzt. Die besondere Verkündigungskraft der Musik kommt so nicht nur in der Liturgie, sondern auch ganz weltlich zum Tragen und strahlt über die gesamte Region hinaus.
Irgendwann in den 1020er-Jahren begann Konrad II. mit dem Bau des Doms. Sein erklärtes Ziel: Die größte Kirche der Epoche errichten. Nach nur 30 Jahren wurde der Bau im Jahr 1061 eingeweiht und machte das damals kleine Speyer zu einem machtvollen Städtchen auf der religiösen Landkarte des Mittelalters. Auf Anregung Heinrich IV. wurde die monumentale Kirche ausgebaut und erweitert: Erstmals in der Architektur verwirklichten Baumeister eine umlaufende Galerie, die Architektur der Kathedrale war richtungsweisend. Seine heutige Bedeutung erhält der Speyerer Dom nicht nur durch den Sitz der Diözese, sondern auch durch die Grabmäler zahlreichen salischer, staufischer und habsburgischer Könige und Bischöfe. Diese sind in der Krypta, die bis heute unverändert erhalten geblieben ist, Besuchern zugänglich. Die Geschichte des Kaiserdoms zu Speyer ist zugleich auch eine Geschichte von Zerstörung und Wiederaufbau und spiegelt so auch die Machtverhältnisse im Land. So hat der Dom nach der Zerstörung im Pfälzischen Erbfolgekrieg im Zuge der Restaurierung durch Ludwig I. Malereien im Innenraum erhalten, von denen heute noch ein Marienzyklus zu bewundern ist.
Nicht nur zahlreichen Gläubigen dient der Kaiserdom zu Speyer als Stätte der Andacht, der Ruhe und des Gebets, auch hunderte Touristen bestaunen täglich die der Gottesmutter Maria und dem heiligen Stephanus geweihte Kathedrale. Im Kaiserdom findet neben einem Mittagsgebet auch regelmäßig die Heilige Messe statt. Doch auch neben der sakralen Nutzung ist der Dom in Führungen Besuchern zugänglich und wird auch wegen der Akustik häufig für Konzerte genutzt. Die besondere Verkündigungskraft der Musik kommt so nicht nur in der Liturgie, sondern auch ganz weltlich zum Tragen und strahlt über die gesamte Region hinaus.