Liebe, Krieg und große Gefühle Historische Romane in Burgkulisse
Helmut Orpel, Martin Fuchs und Karin Lassen  
Burg Windeck
Alter Burgweg 2
67240 Bobenheim-Roxheim
Tickets ab 15,00 €
*
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter:
Literaturfestival Weinheim e. V. , Königsberger Straße 1, 67240 Bobenheim-Roxheim, Deutschland
Veranstaltungsinfos
Ein Kurfürst, der für die Liebe Konventionen bricht und eine Region in den Untergang reißt. Jean Paul Friedrich Richter, der seine Leser durch ein philosophisches Labyrinth aus Vorworten führt. Und eine Frau, deren Leben zwischen Kriegstraumata und dem Schweigen ihrer Eltern zerrieben wird. Drei Autoren nehmen uns mit auf eine Reise durch die Geschichte – und das an einem der stimmungsvollsten Orte Weinheims: Burg Windeck.
Helmut Orpel: „Heidelberger Elegien“
Eine Liebestragödie wie aus der Feder Shakespeares entsteht in Heidelberg, als sich der mit Charlotte von Hessen-Kassel verheiratete Kurfürst Karl Ludwig unsterblich in deren Hofdame verliebt, sich scheiden lässt und die rangniedere Luise von Degenfeld heiratet. Dadurch bricht er mit den Konventionen seiner Zeit. Der moderne Fürst will die im 30jährigen Krieg stark beschädigte Kurpfalz wiederaufbauen und modernisieren. Dabei gerät er in das Spiel konkurrierender Mächte, was schließlich zur vollständigen Zerstörung der Kurpfalz führt. Der Kunsthistoriker Helmut Orpel nimmt uns auf eine Reise durch das aufgewühlte Europa in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts mit. Manche historischen Fakten sind bekannt und erscheinen als Jahreszahlen in den Geschichtsbüchern. Was aber in diesem Roman spannend ist, sind die persönlichen Entscheidungen, durch welche die Protagonisten Kontur gewinnen. Der Autor verfolgt deren Spuren, die teils historisch belegt, teils aber auch frei erfunden sind, in ganz Europa. So reisen seine Leserinnen und Leser von der Kurpfalz aus über Holland, England und über die Alpen nach Venedig, wo Ferdinand von Degenfeld, der Bruder der schönen Luise, in militärischen Diensten steht. Mit Sophie, der Schwester des Kurfürsten, geht es sogar zum Französischen König und auf die Baustelle des Versailler Schlosses, das zu Lebzeiten Karl Ludwigs noch nicht fertiggestellt ist.
Helmut Orpel studierte Kunstgeschichte, Philosophie und spanische Literaturwissenschaft an der Universität Heidelberg. 1995 promovierte er über politische Kunst in Spanien. Während und nach dem Studium arbeitete er als freier Redakteur bei verschiedenen Kunstzeitschriften und veröffentlichte zahlreiche Texte zu Kunstthemen. 1995 gründete Orpel die Kunstzeitschrift ArtProfil und war dort bis 2007 Herausgeber und Chefredakteur.
Martin Fuchs: „Jean Paul: Vorwort Virtuose/Die unterschätzte Macht der Einführung“
Warum ein Buch, das nur aus Vorreden und Vorwörtern, ja sogar aus Vorreden der Vorreden besteht? Die Vorreden waren für Jean Paul Friedrich Richter auch eine Bühne für seine philosophischen Kapriolen. Inmitten von Schachtelsätzen und Satzschleifen offen-
barte er dem Leser seine Gedanken über das Leben, die Liebe und den Sinn des Seins. Wer Richters Romane lesen wollte, musste sich zuerst durch sein geistiges Labyrinth der Vorworte manövrieren – eine intellektuelle Mutprobe, die nur den Wagemutigen gelang. Er beschwerte sich sogar, dass seine Romane ihm den Platz für seine Vorreden stehlen. Deshalb habe ich ihm den Wunsch nun erfüllt ein Buch nur aus seinen Vorreden zu gestalten. Was er darüber gedacht hätte, weiß ich nicht, aber ich glaube, es hätte ihm ein kleines Lächeln abgerungen.
Jean Paul Friedrich Richter, geboren am 21. März 1763 in Wunsiedel. Unter dem Pseudonym Jean Paul verfasste er humorvolle und philosophische Werke. Er war ein Zeitgenosse von Goethe und Schiller und zu seiner Zeit ebenso populär wie die beiden Klassiker. Sein Schreibstil zeichnete sich durch komplexe Satzstrukturen, Wortspielereien und eine tiefe Auseinandersetzung mit menschlichen Emotionen aus. Worte wie Angsthase, Schmutzfink, Waschmaschine, Ehehälfte u.v.m. sind Worterfindungen des Autors. Er war ein kritischer Beobachter seiner Zeit, der gesellschaftliche Entwicklungen hinterfragte und seine Gedanken in vielschichtiger Prosa festhielt. Jean Paul starb am 14. November 1825 in Bayreuth.
Martin Fuchs, Herausgeber und leidenschaftlicher Jean-Paul-Enthusiast, präsentiert sein neues Buch und nimmt Sie mit auf eine faszinierende Reise durch das Werk eines der eigenwilligsten Autoren der Goethezeit. Ein roter Faden? Fehlanzeige! Stattdessen erwartet Sie ein Feuerwerk sprachlicher Einfälle – ein Abend für Literaturgenießer und Neugierige, für Humorliebhaber und Sinnsuchende oder Unsinnsuchende.
Karin Lassen:„Sei tapfer im Leben – Die Spuren er Kriegskinder“
Es ist der 11. Mai 2014 – der 75. Geburtstag von Ilse Oehler. Ein gemütliches Essen soll es werden in einem schönen Lokal, ein harmonischer Abend gemeinsam mit Tochter Birgit und Schwiegersohn Markus. Doch der Abend endet jäh; mehr noch, er ist der traurige Beginn einer Reihe von fatalen Missverständnissen, schonungslosen Anschuldigungen, schweren Vorwürfen und kaltem Schweigen. Und mit tragischem Ende .... Perspektivwechsel: In ausführlichen Rückblenden tauchen wir ein in Ilses bewegtes Leben. Geboren wird sie 1939 als einzige Tochter ihrer Eltern Hedwig und Wilhelm Oehler in Ludwigshafen/Rhein. Keine Zeit für Idylle – es herrscht Krieg: Die ersten Lebensjahre der Familie sind geprägt von wiederkehrendem Fliegeralarm, Bombenangriffen und ängstlichen Nächten im Bunker. Ilses Eltern, stets pflicht- und traditionsbewusst, sprach- und machtlos gegenüber den Schrecken des Krieges, flüchten sich in eisiges Schweigen und hüllen auch ihre Tochter darin ein. Und so verfolgen wir Ilses Lebensweg weiter, als lebenslustiges Mädchen, als junge Mutter, fleißige Angestellte, stets auf der verzweifelten Suche nach Harmonie mit ihren Eltern, Liebe, Anerkennung, Freiheit und einem kleinen bisschen Glück. Doch die Widerstände scheinen unüberwindbar zu sein – zu hoch die Mauer des Schweigens, zu groß die gesellschaftlichen Zwänge. Die Seele der jungen Frau muss daran zerbrechen! Ein großer historischer Roman, der die Auswirkungen der chaotischen Kriegsjahre, die Atmosphäre von Trümmerzeit und Wirtschaftswunder im Leben einer jungen Frau Revue passieren lässt. Im Hintergrund spielen immer auch Ereignisse aus der Region Ludwigshafen und Mann heim eine Rolle. Ein Versuch, das Auf und Ab eines ganzen Lebens zu ergründen, Unaufgeklärtes zu verstehen.
Karin Lassen gehört der Kriegsenkel-Generation an. Nach einer kaufmännischen Ausbildung in der pharmazeutischen Industrie übernahm sie verschiedenste Tätigkeiten im Marketing, Ver trieb und Projektmanagement. Sie qualifizierte sich als systemischer Coach, übernahm bundes- weit Projekte im Personal- und Schulungsbereich und baute sich ihr zweites Standbein rund um das Thema ‚Redaktion und kreatives Schreiben’ auf. Karin Lassen, Jahrgang 1966, stammt aus Ludwigshafen am Rhein und lebt mit ihrem Mann und ihren Katzen im Stadtzentrum von Mannheim
Helmut Orpel: „Heidelberger Elegien“
Eine Liebestragödie wie aus der Feder Shakespeares entsteht in Heidelberg, als sich der mit Charlotte von Hessen-Kassel verheiratete Kurfürst Karl Ludwig unsterblich in deren Hofdame verliebt, sich scheiden lässt und die rangniedere Luise von Degenfeld heiratet. Dadurch bricht er mit den Konventionen seiner Zeit. Der moderne Fürst will die im 30jährigen Krieg stark beschädigte Kurpfalz wiederaufbauen und modernisieren. Dabei gerät er in das Spiel konkurrierender Mächte, was schließlich zur vollständigen Zerstörung der Kurpfalz führt. Der Kunsthistoriker Helmut Orpel nimmt uns auf eine Reise durch das aufgewühlte Europa in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts mit. Manche historischen Fakten sind bekannt und erscheinen als Jahreszahlen in den Geschichtsbüchern. Was aber in diesem Roman spannend ist, sind die persönlichen Entscheidungen, durch welche die Protagonisten Kontur gewinnen. Der Autor verfolgt deren Spuren, die teils historisch belegt, teils aber auch frei erfunden sind, in ganz Europa. So reisen seine Leserinnen und Leser von der Kurpfalz aus über Holland, England und über die Alpen nach Venedig, wo Ferdinand von Degenfeld, der Bruder der schönen Luise, in militärischen Diensten steht. Mit Sophie, der Schwester des Kurfürsten, geht es sogar zum Französischen König und auf die Baustelle des Versailler Schlosses, das zu Lebzeiten Karl Ludwigs noch nicht fertiggestellt ist.
Helmut Orpel studierte Kunstgeschichte, Philosophie und spanische Literaturwissenschaft an der Universität Heidelberg. 1995 promovierte er über politische Kunst in Spanien. Während und nach dem Studium arbeitete er als freier Redakteur bei verschiedenen Kunstzeitschriften und veröffentlichte zahlreiche Texte zu Kunstthemen. 1995 gründete Orpel die Kunstzeitschrift ArtProfil und war dort bis 2007 Herausgeber und Chefredakteur.
Martin Fuchs: „Jean Paul: Vorwort Virtuose/Die unterschätzte Macht der Einführung“
Warum ein Buch, das nur aus Vorreden und Vorwörtern, ja sogar aus Vorreden der Vorreden besteht? Die Vorreden waren für Jean Paul Friedrich Richter auch eine Bühne für seine philosophischen Kapriolen. Inmitten von Schachtelsätzen und Satzschleifen offen-
barte er dem Leser seine Gedanken über das Leben, die Liebe und den Sinn des Seins. Wer Richters Romane lesen wollte, musste sich zuerst durch sein geistiges Labyrinth der Vorworte manövrieren – eine intellektuelle Mutprobe, die nur den Wagemutigen gelang. Er beschwerte sich sogar, dass seine Romane ihm den Platz für seine Vorreden stehlen. Deshalb habe ich ihm den Wunsch nun erfüllt ein Buch nur aus seinen Vorreden zu gestalten. Was er darüber gedacht hätte, weiß ich nicht, aber ich glaube, es hätte ihm ein kleines Lächeln abgerungen.
Jean Paul Friedrich Richter, geboren am 21. März 1763 in Wunsiedel. Unter dem Pseudonym Jean Paul verfasste er humorvolle und philosophische Werke. Er war ein Zeitgenosse von Goethe und Schiller und zu seiner Zeit ebenso populär wie die beiden Klassiker. Sein Schreibstil zeichnete sich durch komplexe Satzstrukturen, Wortspielereien und eine tiefe Auseinandersetzung mit menschlichen Emotionen aus. Worte wie Angsthase, Schmutzfink, Waschmaschine, Ehehälfte u.v.m. sind Worterfindungen des Autors. Er war ein kritischer Beobachter seiner Zeit, der gesellschaftliche Entwicklungen hinterfragte und seine Gedanken in vielschichtiger Prosa festhielt. Jean Paul starb am 14. November 1825 in Bayreuth.
Martin Fuchs, Herausgeber und leidenschaftlicher Jean-Paul-Enthusiast, präsentiert sein neues Buch und nimmt Sie mit auf eine faszinierende Reise durch das Werk eines der eigenwilligsten Autoren der Goethezeit. Ein roter Faden? Fehlanzeige! Stattdessen erwartet Sie ein Feuerwerk sprachlicher Einfälle – ein Abend für Literaturgenießer und Neugierige, für Humorliebhaber und Sinnsuchende oder Unsinnsuchende.
Karin Lassen:„Sei tapfer im Leben – Die Spuren er Kriegskinder“
Es ist der 11. Mai 2014 – der 75. Geburtstag von Ilse Oehler. Ein gemütliches Essen soll es werden in einem schönen Lokal, ein harmonischer Abend gemeinsam mit Tochter Birgit und Schwiegersohn Markus. Doch der Abend endet jäh; mehr noch, er ist der traurige Beginn einer Reihe von fatalen Missverständnissen, schonungslosen Anschuldigungen, schweren Vorwürfen und kaltem Schweigen. Und mit tragischem Ende .... Perspektivwechsel: In ausführlichen Rückblenden tauchen wir ein in Ilses bewegtes Leben. Geboren wird sie 1939 als einzige Tochter ihrer Eltern Hedwig und Wilhelm Oehler in Ludwigshafen/Rhein. Keine Zeit für Idylle – es herrscht Krieg: Die ersten Lebensjahre der Familie sind geprägt von wiederkehrendem Fliegeralarm, Bombenangriffen und ängstlichen Nächten im Bunker. Ilses Eltern, stets pflicht- und traditionsbewusst, sprach- und machtlos gegenüber den Schrecken des Krieges, flüchten sich in eisiges Schweigen und hüllen auch ihre Tochter darin ein. Und so verfolgen wir Ilses Lebensweg weiter, als lebenslustiges Mädchen, als junge Mutter, fleißige Angestellte, stets auf der verzweifelten Suche nach Harmonie mit ihren Eltern, Liebe, Anerkennung, Freiheit und einem kleinen bisschen Glück. Doch die Widerstände scheinen unüberwindbar zu sein – zu hoch die Mauer des Schweigens, zu groß die gesellschaftlichen Zwänge. Die Seele der jungen Frau muss daran zerbrechen! Ein großer historischer Roman, der die Auswirkungen der chaotischen Kriegsjahre, die Atmosphäre von Trümmerzeit und Wirtschaftswunder im Leben einer jungen Frau Revue passieren lässt. Im Hintergrund spielen immer auch Ereignisse aus der Region Ludwigshafen und Mann heim eine Rolle. Ein Versuch, das Auf und Ab eines ganzen Lebens zu ergründen, Unaufgeklärtes zu verstehen.
Karin Lassen gehört der Kriegsenkel-Generation an. Nach einer kaufmännischen Ausbildung in der pharmazeutischen Industrie übernahm sie verschiedenste Tätigkeiten im Marketing, Ver trieb und Projektmanagement. Sie qualifizierte sich als systemischer Coach, übernahm bundes- weit Projekte im Personal- und Schulungsbereich und baute sich ihr zweites Standbein rund um das Thema ‚Redaktion und kreatives Schreiben’ auf. Karin Lassen, Jahrgang 1966, stammt aus Ludwigshafen am Rhein und lebt mit ihrem Mann und ihren Katzen im Stadtzentrum von Mannheim
Ort der Veranstaltung
Burg Windeck
Alter Burgweg 2
67240 Bobenheim-Roxheim