Leopold Mozart Quartett
Mariko Umae, Aleksandra Manic, Christian Döring, Johannes Gutfleisch  
Tickets ab 20,00 €
*
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter:
gVe e.V. , Südliche Stadtmauerstr. 35, 91054 Erlangen, Deutschland
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Veranstaltungsinfos
Es ist eine der vitalsten Gattungen der Musikgeschichte: Das Streichquartett, dem Joseph Haydn das klassische Design verlieh, und dessen charakteristisches Gepräge dann Goethe mit seinem berühmten Aperçu beschrieb: „Man hört vier vernünftige Leute sich untereinander unterhalten.“ Bei uns hört man die Damen und Herren des Leopold Mozart Quartetts. Sie sind Mitglieder der Augsburger Philharmoniker, aus deren Reihen 2005 auch die Gründer der Formation hervorgingen. Bei uns starten sie in den Abend mit dem a-Moll-Streichquartett des deutschen Erzromantikers Robert Schumann. Danach stößt das Leopold Mozart Quartett in die Domäne seines Repertoires vor – in die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Tobias PM Schneid, 1963 bei Hof geboren, ist ein Stilpluralist, der sich diverser Traditionsbestände der Musik aus Geschichte und Gegenwart bedient – von der Romantik über die Avantgarde der Nachkriegszeit bis zur Postmoderne unserer Tage: „In meiner Musik verwende ich traditionelles Material und versuche, mit diesem auf meine ganz eigene Art umzugehen.“ In Schneids 1. Streichquartett klingt dieses Prinzip schon im Untertitel an: „Versuch über Vergangenes“.
Auch die beiden Quartette nach der Pause führen einen Dialog mit Vergangenem: Sie spielen auf Mozarts Streichquartett B-Dur KV 458 an, das wegen des Chasse-Charakters des Kopfsatzes mit seiner signalhaften Melodik im schnellen 6/8-Takt den Beinamen Jagdquartett trägt. Heinz Winbeck, der 1946 geboren wurde und 2019 verstarb, hat als Kompositionsprofessor an der Musikhochschule Würzburg unzählige junge Komponisten – darunter Tobias PM Schneid – geprägt. Er selbst profilierte sich als Komponist vor allem mit seinen Sinfonien in der Tradition der Weltanschauungssinfonik à la Bruckner und Mahler sowie überhaupt mit einer Musik, die den grausigen Realitäten unserer Zeit einen klingenden Spiegel vorhält. Sein 3. Streichquartett prangert mit tonmalerischer Drastik die Jagd zum sportlichen Zeitvertreib an – und zwar aus dem Erleben eines parforcegejagten Hirschs. Das Jagdquartett des Starklarinettisten und Erfolgskomponisten Jörg Widmann, Jahrgang 1973, schlägt die Brücke zurück zu Schumann. Ausgehend vom Finalthema aus dessen „Papillons“ entwickelt sich eine „wilde Jagd“, in deren Verlauf sich die hohen Streicher gegen das Cello verschwören und es schließlich „niederstrecken“. Verblüffende Klangeffekte, drohende Gesten, Rufe und Schreie machen diese Musik zu einem Erlebnis für Ohren und Augen! Ein „unerHÖRT!er“ Quartettabend im Zeichen packender neuer Kammermusik.
Text: Klaus Meyer
Auch die beiden Quartette nach der Pause führen einen Dialog mit Vergangenem: Sie spielen auf Mozarts Streichquartett B-Dur KV 458 an, das wegen des Chasse-Charakters des Kopfsatzes mit seiner signalhaften Melodik im schnellen 6/8-Takt den Beinamen Jagdquartett trägt. Heinz Winbeck, der 1946 geboren wurde und 2019 verstarb, hat als Kompositionsprofessor an der Musikhochschule Würzburg unzählige junge Komponisten – darunter Tobias PM Schneid – geprägt. Er selbst profilierte sich als Komponist vor allem mit seinen Sinfonien in der Tradition der Weltanschauungssinfonik à la Bruckner und Mahler sowie überhaupt mit einer Musik, die den grausigen Realitäten unserer Zeit einen klingenden Spiegel vorhält. Sein 3. Streichquartett prangert mit tonmalerischer Drastik die Jagd zum sportlichen Zeitvertreib an – und zwar aus dem Erleben eines parforcegejagten Hirschs. Das Jagdquartett des Starklarinettisten und Erfolgskomponisten Jörg Widmann, Jahrgang 1973, schlägt die Brücke zurück zu Schumann. Ausgehend vom Finalthema aus dessen „Papillons“ entwickelt sich eine „wilde Jagd“, in deren Verlauf sich die hohen Streicher gegen das Cello verschwören und es schließlich „niederstrecken“. Verblüffende Klangeffekte, drohende Gesten, Rufe und Schreie machen diese Musik zu einem Erlebnis für Ohren und Augen! Ein „unerHÖRT!er“ Quartettabend im Zeichen packender neuer Kammermusik.
Text: Klaus Meyer
Ort der Veranstaltung
Das Bürgerpalais Stutterheim ist das barocke Juwel der Stadt Erlangen. Der imposante Bau am südlichen Teil des Marktplatzes beherbergt die Stadtbibliothek und bietet mit dem Bürgersaal einen eindrucksvoller Raum, der gern für Trauungen genutzt werden kann.
Anfang des 18. Jahrhunderts für Amtshauptmann Christian Hieronymus von Stutterheim erbaut, diente das Bürgerpalais bereits als Wohnsitz, Poststelle, Polizeiquartier, Rathaus, Galerie und nun Sitz der Stadtbücherei. Vom stilvollen Bürgersaal im zweiten Obergeschoss hat man einen wundervollen Blick auf die malerische Kulisse des belebten Marktplatzes in dessen Mittelpunkt sich der restaurierte Paulibrunnen befindet. Das Bürgerpalais glänzt seit seiner Renovierung im Jahr 2010 in alter Pracht und überzeugt durch eine neu gewonnen Offenheit, die dem Bau eine elegante Leichtigkeit verleiht. Transparente Windfänge, gläserne Portale und helle Räume sorgen für eine freundliche Atmosphäre. Der überdachte Innenhof verbindet die nördlich und südlich gelegenen Eingänge des Gebäudes und schafft die Atmosphäre einer italienischen Galleria. Sogenannte Lesebrücken verbinden die Gebäudeteile und machen das Bürgerpalais zu einem kinderfreundlichen und barrierefreien Komplex.
Das Bürgerpalais Stutterheim ist ein ganz besonderer Schatz im Stadtbild Erlangens und zu recht beliebter Treffpunkt für Groß und Klein.
Anfang des 18. Jahrhunderts für Amtshauptmann Christian Hieronymus von Stutterheim erbaut, diente das Bürgerpalais bereits als Wohnsitz, Poststelle, Polizeiquartier, Rathaus, Galerie und nun Sitz der Stadtbücherei. Vom stilvollen Bürgersaal im zweiten Obergeschoss hat man einen wundervollen Blick auf die malerische Kulisse des belebten Marktplatzes in dessen Mittelpunkt sich der restaurierte Paulibrunnen befindet. Das Bürgerpalais glänzt seit seiner Renovierung im Jahr 2010 in alter Pracht und überzeugt durch eine neu gewonnen Offenheit, die dem Bau eine elegante Leichtigkeit verleiht. Transparente Windfänge, gläserne Portale und helle Räume sorgen für eine freundliche Atmosphäre. Der überdachte Innenhof verbindet die nördlich und südlich gelegenen Eingänge des Gebäudes und schafft die Atmosphäre einer italienischen Galleria. Sogenannte Lesebrücken verbinden die Gebäudeteile und machen das Bürgerpalais zu einem kinderfreundlichen und barrierefreien Komplex.
Das Bürgerpalais Stutterheim ist ein ganz besonderer Schatz im Stadtbild Erlangens und zu recht beliebter Treffpunkt für Groß und Klein.