Künstler zwischen Glanz und Elend der Weimarer Republik
Thomas R. Hoffmann  
Veranstalter:
Urania Berlin e.V. , An der Urania 17, 10787 Berlin, Deutschland
Veranstaltungsinfos
Die Weimarer Republik war eine Gesellschaft im Ausnahmezustand: Hyperinflation, Massenarbeitslosigkeit und politische Gewalt auf den Straßen standen einem beispiellosen kulturellen Aufbruch gegenüber. Berlin wurde zur Welthauptstadt der Moderne – und die Kunst zum Seismografen dieser widersprüchlichen Zeit.
Die künstlerischen Antworten auf diesen Umbruch fielen höchst unterschiedlich aus. Lesser Ury hielt an der impressionistischen Formensprache fest und fing das flüchtige Großstadtleben im Lichtglanz der Berliner Metropole ein. Otto Dix und Georg Grosz hingegen radikalisierten ihre Bildsprache: Aus dem anarchischen Impuls des Dadaismus heraus entwickelten sie die Neue Sachlichkeit – eine schonungslose, oft bitterböse Bestandsaufnahme zwischen Kriegstrauma, Dekadenz und aufziehendem Faschismus. Otto Nagel und Karl Hofer wiederum wählten den Weg des expressiven Realismus und richteten ihren Blick auf die Verlierer der Moderne: die Armen, die Entrechteten, die Vergessenen.
So vielfältig diese Stile waren, so sehr eint sie ein gemeinsamer Impuls: Kunst als Reaktion auf gesellschaftliche Erschütterung, als Haltung und als Zeitzeugnis. Die Sonderausstellung „Ruin und Rausch" in der Neuen Nationalgalerie versammelt eindrucksvolle Werke all dieser Künstler. Der Kunsthistoriker Thomas R. Hoffmann nimmt dies zum Anlass, über die aktuelle Präsentation hinaus weitere Werke vorzustellen und sie in einen thematischen, inhaltlichen und stilistischen Dialog zu setzen.
Bild: Lesser Ury – In den Zelten (Berlin-Tiergarten) 1920er Jahre (Ausschnitt)
Die künstlerischen Antworten auf diesen Umbruch fielen höchst unterschiedlich aus. Lesser Ury hielt an der impressionistischen Formensprache fest und fing das flüchtige Großstadtleben im Lichtglanz der Berliner Metropole ein. Otto Dix und Georg Grosz hingegen radikalisierten ihre Bildsprache: Aus dem anarchischen Impuls des Dadaismus heraus entwickelten sie die Neue Sachlichkeit – eine schonungslose, oft bitterböse Bestandsaufnahme zwischen Kriegstrauma, Dekadenz und aufziehendem Faschismus. Otto Nagel und Karl Hofer wiederum wählten den Weg des expressiven Realismus und richteten ihren Blick auf die Verlierer der Moderne: die Armen, die Entrechteten, die Vergessenen.
So vielfältig diese Stile waren, so sehr eint sie ein gemeinsamer Impuls: Kunst als Reaktion auf gesellschaftliche Erschütterung, als Haltung und als Zeitzeugnis. Die Sonderausstellung „Ruin und Rausch" in der Neuen Nationalgalerie versammelt eindrucksvolle Werke all dieser Künstler. Der Kunsthistoriker Thomas R. Hoffmann nimmt dies zum Anlass, über die aktuelle Präsentation hinaus weitere Werke vorzustellen und sie in einen thematischen, inhaltlichen und stilistischen Dialog zu setzen.
Bild: Lesser Ury – In den Zelten (Berlin-Tiergarten) 1920er Jahre (Ausschnitt)
Ort der Veranstaltung
Wer in Berlin auf der Suche nach interessanten Events ist, der landet mit Sicherheit früher oder später in der Urania. Seit der Gründung im 19. Jahrhundert setzt die Urania mit ihrer einzigartigen Philosophie, wissenschaftliche Bildung allen Bürgern zugänglich zu machen, neue Maßstäbe. Auf dem Programm stehen hier von Lesungen, über Diskussionsrunden bis hin zu künstlerischen Darbietungen jede Menge interessante Events aus den Bereichen Wissenschaft und Kultur.
Die Urania in Berlin hat sich seit ihrer Entstehung weit über die Grenzen der Hauptstadt hinaus einen Namen gemacht. 1888 wurde in Berlin auf Impulse von Alexander von Humboldt hin das einzigartige Projekt verwirklicht, wissenschaftliche Erkenntnisse auch einem Laien-Publikum verständlich zu machen: die Urania war geboren! Das erste „Science-Center“ der Welt war damals noch in der Invalidenstraße im Moabit untergebracht. Nach einer turbulenten Geschichte und zahlreichen Standort-Wechseln, befindet sich die heutige Urania in den ehemaligen Räumlichkeiten der Technischen Universität. Der bereits vorhandene Altbau, der zudem auf eine bewegte Geschichte als Jüdisches Logenhaus und spätere Reichsfilmakademie zurückblickt, wurde geschickt mit einem ansprechenden Neubauteil zusammengefügt. Heute befinden sich hinter der verspiegelten Glasfassade mehrere Veranstaltungssäle, darunter der große Humboldt-Saal, weitläufige Foyers, eine Art Loft sowie die Cafeteria. Alle Räume sind mit modernster Projektions- und Vortragstechnik ausgestattet und versprechen damit jedes Event perfekt in Szene zu setzen!
Circa 1400 Veranstaltungen finden jährlich in der Urania statt und damit zählt sie zu einem der Event-Locations in Berlin. Seit ihrer Gründung hat sich das Veranstaltungszentrum über zwei Weltkriege und die Wirtschaftskrise hinweg gehalten. Seitdem haben hier zahlreiche Highlights stattgefunden – darunter u.a. Lesungen berühmter Literaten wie Heinrich Böll, Max Frisch und Günter Grass‘. Und auch in der Zukunft werden in der Urania noch einige interessante Events stattfinden – überzeugen Sie sich selbst!
Die Urania in Berlin hat sich seit ihrer Entstehung weit über die Grenzen der Hauptstadt hinaus einen Namen gemacht. 1888 wurde in Berlin auf Impulse von Alexander von Humboldt hin das einzigartige Projekt verwirklicht, wissenschaftliche Erkenntnisse auch einem Laien-Publikum verständlich zu machen: die Urania war geboren! Das erste „Science-Center“ der Welt war damals noch in der Invalidenstraße im Moabit untergebracht. Nach einer turbulenten Geschichte und zahlreichen Standort-Wechseln, befindet sich die heutige Urania in den ehemaligen Räumlichkeiten der Technischen Universität. Der bereits vorhandene Altbau, der zudem auf eine bewegte Geschichte als Jüdisches Logenhaus und spätere Reichsfilmakademie zurückblickt, wurde geschickt mit einem ansprechenden Neubauteil zusammengefügt. Heute befinden sich hinter der verspiegelten Glasfassade mehrere Veranstaltungssäle, darunter der große Humboldt-Saal, weitläufige Foyers, eine Art Loft sowie die Cafeteria. Alle Räume sind mit modernster Projektions- und Vortragstechnik ausgestattet und versprechen damit jedes Event perfekt in Szene zu setzen!
Circa 1400 Veranstaltungen finden jährlich in der Urania statt und damit zählt sie zu einem der Event-Locations in Berlin. Seit ihrer Gründung hat sich das Veranstaltungszentrum über zwei Weltkriege und die Wirtschaftskrise hinweg gehalten. Seitdem haben hier zahlreiche Highlights stattgefunden – darunter u.a. Lesungen berühmter Literaten wie Heinrich Böll, Max Frisch und Günter Grass‘. Und auch in der Zukunft werden in der Urania noch einige interessante Events stattfinden – überzeugen Sie sich selbst!