KAFKA ZWISCHEN DEN ZEITEN - Doppelvorstellung
EIN HUNGERKÜNSTLER / DER PROCESS  
Tickets ab 29,70 €
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Veranstalter:
Societätstheater GmbH Dresden , An der Dreikönigskirche 1a, 01097 Dresden, Deutschland
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Veranstaltungsinfos
In einem grotesken Theaterabend mit Texten von Franz Kafka über Vergänglichkeit und die Absurdität des Daseins bestaunen die Compagnie Freaks und Fremde zusammen mit dem Schauspiel-Duo Kathleen Gaube & Mario Holetzeck das menschliche Streben und Treiben. Am Jahresende, zwischen Gänsebraten und Silvesterfeuerwerk, gewinnt der zweiteilige Abend Kafkas grandiosen Texten vor allem das Groteske und Komische ab. Denn auf diese Weise lässt sich das Verworrene und Abgründige des Menschen unterhaltsam und erkennend beschauen.
EIN HUNGERKÜNSTLER (Cie. Freaks und Fremde)
Es ist alles eine Frage des Appetits. Der eine giert nach Macht und Moneten, der andere nach Liebe und Luxus, ein Dritter nach dem Nichtstun oder stoischer Gelassenheit. Kafkas Hungerkünstler will nichts von alledem, aber keiner soll behaupten, er giere nach gar nichts. Nein, er ist ehrgeizig, geradezu süchtig nach Ruhm, er will, dass die Menschen ihm bewundernd zuschauen, wenn er in seinem Käfig hungert. Seine Tragödie ist nicht das Hungern-Müssen aus bitterem Entbehren, denn er hat sich längst damit abgefunden, dass die Welt nicht nach seinem Geschmack ist. Seine Unzufriedenheit mit sich selbst rührt nur daher, dass ihm das Hungern so schrecklich leichtfällt. Sein wahres Drama ist das allmähliche Ausbleiben des Publikums. Er legt sich mächtig ins Zeug, um den Zuschauer an sich zu binden. Er muss an die Grenze gehen, an die Grenze des Lebens. Seine spektakuläre Erfahrung will er dem Publikum zum Fraß vorwerfen, es mit seinem Schau-Hungern nähren, hätscheln und verblüffen. Er ist ein Künstler und erst mit dem eigenen Ende wird seine Kunst perfekt. Im Zusammenspiel von Sprache, Puppenspielkunst und Musik umkreist die Compagnie Freaks und Fremde Kafkas gewitzte Parabel auf das Künstlertum und seine Fallstricke.
DER PROCESS (Kathleen Gaube & Mario Holetzeck)
In einer physischen, unmittelbaren, szenisch-visuellen Lesung bringen Kathleen Gaube und Mario Holetzeck Kafkas Jahrhundertroman als intensives Theatererlebnis auf die Bühne. An seinem 30. Geburtstag wird der Bankprokurist Josef K. ohne erkennbaren Grund verhaftet. Seine Suche nach Recht und Klarheit führt ihn immer tiefer in die undurchdringlichen Strukturen eines anonymen Gerichts. Während das System sich jeder Logik entzieht, verliert Josef K. zunehmend den Halt – zwischen Ablenkung, Verlockung und wachsenden Schuldgefühlen. Beamte und Advokaten stolpern dabei in Slapstick-Manier durch die Handlung: Leute fallen, bewegen sich mechanisch und umständlich. Anwälte lassen sich von gereizten Angestellten die Treppe hinunterwerfen und dergleichen. Die besondere Komik solcher Szenen ist oft Kafkas eigene »Slapstick«-Methode genannt worden. Kafka hätte beim Vorlesen des Textes so sehr gelacht, »dass er weilchenweise nicht weiterlesen konnte«, berichtet sein Freund Max Brod. Dabei eröffnet sich ein besonderer Blick, wenn Kathleen Gaube sich dem Stoff aus der Perspektive der verschiedenen Frauenfiguren des Romans nähert. Ein zeitloser und vielschichtiger Text über Schuld und Macht, die eigene Verantwortung des Menschen im Konstrukt seiner Systeme, den man vielleicht in der Muße zwischen den Jahren nach diesem Abend wieder zur Hand nimmt.
EIN HUNGERKÜNSTLER
Puppenspiel, Performance: Sabine Köhler, Heiki Ikkola | Live-Musik: Tobias Herzz Hallbauer | Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
DER PROCESS
Szenische Einrichtung: Mario Holetzeck | Schauspiel: Kathleen Gaube, Mario Holetzeck
Dauer: ca. 2 Stunden (inkl. Pause)
EIN HUNGERKÜNSTLER (Cie. Freaks und Fremde)
Es ist alles eine Frage des Appetits. Der eine giert nach Macht und Moneten, der andere nach Liebe und Luxus, ein Dritter nach dem Nichtstun oder stoischer Gelassenheit. Kafkas Hungerkünstler will nichts von alledem, aber keiner soll behaupten, er giere nach gar nichts. Nein, er ist ehrgeizig, geradezu süchtig nach Ruhm, er will, dass die Menschen ihm bewundernd zuschauen, wenn er in seinem Käfig hungert. Seine Tragödie ist nicht das Hungern-Müssen aus bitterem Entbehren, denn er hat sich längst damit abgefunden, dass die Welt nicht nach seinem Geschmack ist. Seine Unzufriedenheit mit sich selbst rührt nur daher, dass ihm das Hungern so schrecklich leichtfällt. Sein wahres Drama ist das allmähliche Ausbleiben des Publikums. Er legt sich mächtig ins Zeug, um den Zuschauer an sich zu binden. Er muss an die Grenze gehen, an die Grenze des Lebens. Seine spektakuläre Erfahrung will er dem Publikum zum Fraß vorwerfen, es mit seinem Schau-Hungern nähren, hätscheln und verblüffen. Er ist ein Künstler und erst mit dem eigenen Ende wird seine Kunst perfekt. Im Zusammenspiel von Sprache, Puppenspielkunst und Musik umkreist die Compagnie Freaks und Fremde Kafkas gewitzte Parabel auf das Künstlertum und seine Fallstricke.
DER PROCESS (Kathleen Gaube & Mario Holetzeck)
In einer physischen, unmittelbaren, szenisch-visuellen Lesung bringen Kathleen Gaube und Mario Holetzeck Kafkas Jahrhundertroman als intensives Theatererlebnis auf die Bühne. An seinem 30. Geburtstag wird der Bankprokurist Josef K. ohne erkennbaren Grund verhaftet. Seine Suche nach Recht und Klarheit führt ihn immer tiefer in die undurchdringlichen Strukturen eines anonymen Gerichts. Während das System sich jeder Logik entzieht, verliert Josef K. zunehmend den Halt – zwischen Ablenkung, Verlockung und wachsenden Schuldgefühlen. Beamte und Advokaten stolpern dabei in Slapstick-Manier durch die Handlung: Leute fallen, bewegen sich mechanisch und umständlich. Anwälte lassen sich von gereizten Angestellten die Treppe hinunterwerfen und dergleichen. Die besondere Komik solcher Szenen ist oft Kafkas eigene »Slapstick«-Methode genannt worden. Kafka hätte beim Vorlesen des Textes so sehr gelacht, »dass er weilchenweise nicht weiterlesen konnte«, berichtet sein Freund Max Brod. Dabei eröffnet sich ein besonderer Blick, wenn Kathleen Gaube sich dem Stoff aus der Perspektive der verschiedenen Frauenfiguren des Romans nähert. Ein zeitloser und vielschichtiger Text über Schuld und Macht, die eigene Verantwortung des Menschen im Konstrukt seiner Systeme, den man vielleicht in der Muße zwischen den Jahren nach diesem Abend wieder zur Hand nimmt.
EIN HUNGERKÜNSTLER
Puppenspiel, Performance: Sabine Köhler, Heiki Ikkola | Live-Musik: Tobias Herzz Hallbauer | Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
DER PROCESS
Szenische Einrichtung: Mario Holetzeck | Schauspiel: Kathleen Gaube, Mario Holetzeck
Dauer: ca. 2 Stunden (inkl. Pause)
Ort der Veranstaltung
Ein historisches Gebäude, ein tolles Programm und eine Bühne, die Platz für Künstler aus dem In- und Ausland bieten. Das ist das Societaetstheater in Dresden. Es schafft den Balanceakt zwischen dem Glanz der vergangenen Jahrhunderte und dem Zauber moderner Inszenierungen.
1779 begann die erste, sehr kurze Nutzung des Societaetstheaters. Nach fünfzig Jahren wurde das Projekt auf Eis gelegt. Mit dem Schauspiel „Die Erinnerung“ schloss das Theater vorrübergehend. Und die Erinnerung an diese Tage veranlasste den Verein „Societaetstheater e. V.“ den Spielbetrieb Ende der 1990er-Jahre wieder aufzunehmen. Seitdem bieten die restaurierten Räumlichkeiten Platz für zwei Bühnen, einen Spielraum im Foyer und eine Bühne im barocken Garten. Ein modernes Theater mit Schwerpunkt auf Sprech-, Tanz-, Musik-, und Figurentheater hat hier Einzug gehalten. Des Weiteren finden hier Werkstattveranstaltungen und Festivals statt.
Das älteste Bürgertheater Dresdens mit der einzigen Gartenbühne Dresdens ist ein Must-See. Neben Zwinger, Frauenkirche und Semperoper gehört dieses Theater zu den Hauptattraktionen der wunderschönen Stadt an der Elbe.
1779 begann die erste, sehr kurze Nutzung des Societaetstheaters. Nach fünfzig Jahren wurde das Projekt auf Eis gelegt. Mit dem Schauspiel „Die Erinnerung“ schloss das Theater vorrübergehend. Und die Erinnerung an diese Tage veranlasste den Verein „Societaetstheater e. V.“ den Spielbetrieb Ende der 1990er-Jahre wieder aufzunehmen. Seitdem bieten die restaurierten Räumlichkeiten Platz für zwei Bühnen, einen Spielraum im Foyer und eine Bühne im barocken Garten. Ein modernes Theater mit Schwerpunkt auf Sprech-, Tanz-, Musik-, und Figurentheater hat hier Einzug gehalten. Des Weiteren finden hier Werkstattveranstaltungen und Festivals statt.
Das älteste Bürgertheater Dresdens mit der einzigen Gartenbühne Dresdens ist ein Must-See. Neben Zwinger, Frauenkirche und Semperoper gehört dieses Theater zu den Hauptattraktionen der wunderschönen Stadt an der Elbe.