Jimmy Barnes

Das letzte Mal war er vor zehn Jahren hierzulande zu sehen, jetzt kommt die australische Rocklegende endlich wieder nach Deutschland: Jimmy Barnes hat zwei exklusive Konzerte im Dezember 2018 bestätigt: am 15. Dezember 2018 in Winterbach bei Stuttgart (Lehenbachhalle) und am 16. Dezember 2018 im hessischen Bensheim (Rex). Support bei beiden Shows ist der ebenfalls australische Sänger/Gitarrist Johnny Diesel, der auch Mitglied in Barnes‘ Live-Band ist. Wenn es um die Rockmusik Australiens geht, darf sein Name auf keinen Fall fehlen: Jimmy „Barnesy“ Barnes gehört zu den wichtigsten Protagonisten der Szene down under, der ehemalige Cold Chisel-Frontmann ist das Herz und die Seele des australischen Rock’n’Roll. Allein acht seiner Solo-Studioalben erreichten die Spitze der einheimischen Charts, insgesamt sind es 15 Nummer Eins-Alben, mehr als die Beatles jemals schafften. Barnes ist damit der kommerziell erfolgreichste Künstler Australiens, niemand hat dort mehr Alben verkauft als er. Der mittlerweile 62-Jährige Sänger spielt zweifelsohne in seiner eigenen Liga und hat auch in Deutschland treue Fans. Jimmy Barnes ist aber auch abseits des Musiksektors ein Mann der Rekorde: Seine erste Biographie Working Class Boy (2016) wurde ein Bestseller und gewann den ‚Australian Book Industry Award‘ (ABIA) als ‚Biographie des Jahres‘. Der Nachfolger Working Class Man erschien 2017 und wurde genauso erfolgreich. Damit ist Barnes die erste Person, dem die ‚Biographie des Jahres‘ gleich zweimal gelang; über eine halbe Million verkaufter Bücher machen ihn zum erfolgreichsten Verfasser einer Biographie-Serie in Australien. Mit seiner auf beiden Büchern basierenden Konzept-Show Stories & Songs gab er mehr als 100 ausverkaufte Konzerte, Working Class Boy wird demnächst auch als filmische Dokumentation erscheinen. Man sieht, Australier aller Altersstufen scheinen von ihm fasziniert zu sein. Dabei sah es zu Beginn seiner Karriere nicht unbedingt danach aus: James Dixon Swan wurde am 28. April 1956 im schottischen Glasgow geboren, seine Eltern wanderten, wie übrigens auch die Youngs und die Scotts fast zur selben Zeit, nach Australien aus. Barnes kam nach Adelaide, nahm den Nachnamen seines zweiten Stiefvaters an und war erst 16 Jahre alt, als 1973 bei Cold Chisel einstieg. Mit seiner Vorliebe für Soul und Rock und einer unnachahmlichen Reibeisen Stimme wurde er schnell zu einer der schillerndsten Figuren des Aussie Pub Rocks. Einen großen Anteil am Erfolg von Cold Chisel hatten der Zorn und die Unberechenbarkeit, mit der Barnes die Songs des Quintetts jeden Abend auf die Bühne brachte. In den goldenen späten Siebzigern spielte der Sänger das Spiel der Zeit mit, Drogen und Wodka waren der Antriebsstoff für unvergessliche Konzerte. Fans sahen ihn 1980 sogar als Kandidaten für die Bon ScottNachfolge bei AC/DC. Aber er wurde nie gefragt. Cold Chisel gelangen ein Reihe von Klassikern: East, Circus Animals und Twentieth Century. Viele ihrer Songs – Khe Sanh, Choirgirl, Cheap Wine, You Got Nothing I Want, Flame Trees, When The War Is Over – sind so etwas wie Nationalhymnen in Australien geworden. Nach seinem Ausstieg Anfang der Achtziger machte Barnes einfach weiter: Sein Solo-Debüt Bodyswerve wurde 1984 Nummer Eins, der Nachfolger For The Working Class Man 1986 ebenfalls. Weitere Hits folgten bis zum Beginn der Neunziger: Freight Train Heart, das LiveAlbum Barnestorming, Two Fires, Flesh And Wood. Das 91er-Werk Soul Deep – ein Album von R&B-Klassikern – wurde mit fast einer Million verkauften Einheiten sein erfolgreichstes. Aber der Erfolg forderte seinen Preis, Barnes verlor die Kontrolle und zog 1993 mit seiner Familie nach Europa, um sich selbst zu retten. 1996 kehrte er zurück. Auch in die Charts: Dem Best Of-Set Hits Anthology mit der Hitsingle Lover Lover folgten eine Cold Chisel-Tour und ein weiteres Nummer Eins Album (The Last Wave Of Summer, 1998). Nach einigen Alben kam 2005 dann der nächste Hit mit Double Happiness, ein Album mit zahlreichen Duetten. Mit Cold Chisel erschienen 2012 und 2015 zwei weitere Alben, die 2011er-Tour davor ist die erfolgreichste einer australischen Band bis dato. 2014 kommt 30:30 Hindsight auf den Markt, passend zum 30 jährigen Jubiläum als Solokünstler. Die Kollaboration mit internationalen Stars wie ‘Miami’ Steve Van Zandt, Keith Urban und Journey sowie australischen Größen wie Bernard Fanning, The Living End, Tina Arena oder Troy CassarDaley verkauft sich sehr gut. Soul Searchin’, sein 16. Studioalbum, wieder eins mit SoulKlassikern, wird 2016 erneut zur Nummer Eins. Damit ist Barnes offiziell der kommerziell erfolgreichste Künstler Australiens. Dabei bleibt er auf dem Boden der Tatsachen: „Mein Job ist es, den Leuten jede Nacht der Woche in eine Samstagnacht zu verwandeln. Gibt es etwas Besseres?“

Quelle: Reservix

JIMMY BARNES - „Germany 2018“ - Support: Diesel

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