Jeanquirit Quartett | Haydn Blue
H42
Magdeburger Straße 58
01067 Dresden
Tickets ab 19,00 €
*
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter:
JAZZTAGE DRESDEN gUG , Tännichtgrundstraße 10, 01156 Dresden, Deutschland
Veranstaltungsinfos
Ein Abend über musikalische Freiheit und das Überschreiten von Grenzen – von Haydn zu Dvořák, von Europa nach Amerika, von der Klassik zum Jazz und wieder zurück.
Vier Streicher, vier Stimmen – und ein musikalischer Weg von Wien über Prag bis nach Amerika. Das Streichquartett Jeanquirit zeigt bei den Jazztagen Dresden, wie viel Freiheit, Rhythmus und Experimentierlust in vier Jahrhunderten vermeintlich „klassischer“ Musik stecken.
Den Ausgangspunkt bildet Joseph Haydns Streichquartett B-Dur op. 76 Nr. 4, das wegen seines leuchtenden Beginns den Beinamen „Der Sonnenaufgang“ erhielt. Haydn machte das Streichquartett zu einem Gespräch unter vier gleichberechtigten Stimmen: Motive werden aufgenommen, weitergegeben, beantwortet und verwandelt. Ein musikalischer Dialog, dessen Prinzip dem Jazz erstaunlich nahe ist.
Mit Erwin Schulhoffs „Fünf Stücken für Streichquartett“ beginnt dieser Dialog zu tanzen. Schulhoff gehörte zu den aufregendsten Grenzgängern der Musik des frühen 20. Jahrhunderts. Fasziniert von Jazz, Tanzmusik und Dadaismus verband er klassische Formen mit neuen Rhythmen und der Musik seiner Zeit. Seine fünf Miniaturen führen durch unterschiedliche Tanzwelten – pointiert, rhythmisch, manchmal bissig und voller Überraschungen.
Spätestens bei George Gershwin verschwimmen die Grenzen endgültig. Seine Three Preludes verbinden klassische Komposition mit Blues, Jazz und den pulsierenden Rhythmen des amerikanischen Großstadtlebens. Gershwin bewies wie kaum ein anderer Komponist seiner Zeit, dass Konzertsaal und Jazzclub keine Gegensätze sein müssen.
Den großen Bogen des Abends schließt Antonín Dvořáks „Amerikanisches Quartett“. 1893 entstand es während seines Aufenthalts in Iowa, mitten in der Suche nach einer eigenständigen amerikanischen Musiksprache. Dvořák begegnete dort Spirituals und afroamerikanischer Musik ebenso wie den musikalischen Traditionen der Einwanderer. Das Ergebnis ist Musik voller Weite, rhythmischer Energie und Melodien, die unmittelbar ins Ohr gehen.
Jeanquirit – frei übersetzt „der lachende Hans“ – taucht als Pseudonym in den Schriften Robert Schumanns auf. Für die vier Musiker aus Sächsischer Staatskapelle Dresden und Dresdner Philharmonie, die sich 2020 aus purer Freude am Streichquartett zusammenfanden, könnte der Name zugleich Programm sein: höchste kammermusikalische Qualität, aber ohne musikalische Scheuklappen.
Programm: Haydn Blue
Joseph Haydn Streichquartett B-Dur, op.76,4 „Der Sonnenaufgang“
Erwin Schulhoff Fünf Stücke für Streichquartett
Pause
George Gershwin Three Preludes
Antonin Dvorak Streichquartett F-Dur, op. 96 „Amerikanisches Quartett“
Vier Streicher, vier Stimmen – und ein musikalischer Weg von Wien über Prag bis nach Amerika. Das Streichquartett Jeanquirit zeigt bei den Jazztagen Dresden, wie viel Freiheit, Rhythmus und Experimentierlust in vier Jahrhunderten vermeintlich „klassischer“ Musik stecken.
Den Ausgangspunkt bildet Joseph Haydns Streichquartett B-Dur op. 76 Nr. 4, das wegen seines leuchtenden Beginns den Beinamen „Der Sonnenaufgang“ erhielt. Haydn machte das Streichquartett zu einem Gespräch unter vier gleichberechtigten Stimmen: Motive werden aufgenommen, weitergegeben, beantwortet und verwandelt. Ein musikalischer Dialog, dessen Prinzip dem Jazz erstaunlich nahe ist.
Mit Erwin Schulhoffs „Fünf Stücken für Streichquartett“ beginnt dieser Dialog zu tanzen. Schulhoff gehörte zu den aufregendsten Grenzgängern der Musik des frühen 20. Jahrhunderts. Fasziniert von Jazz, Tanzmusik und Dadaismus verband er klassische Formen mit neuen Rhythmen und der Musik seiner Zeit. Seine fünf Miniaturen führen durch unterschiedliche Tanzwelten – pointiert, rhythmisch, manchmal bissig und voller Überraschungen.
Spätestens bei George Gershwin verschwimmen die Grenzen endgültig. Seine Three Preludes verbinden klassische Komposition mit Blues, Jazz und den pulsierenden Rhythmen des amerikanischen Großstadtlebens. Gershwin bewies wie kaum ein anderer Komponist seiner Zeit, dass Konzertsaal und Jazzclub keine Gegensätze sein müssen.
Den großen Bogen des Abends schließt Antonín Dvořáks „Amerikanisches Quartett“. 1893 entstand es während seines Aufenthalts in Iowa, mitten in der Suche nach einer eigenständigen amerikanischen Musiksprache. Dvořák begegnete dort Spirituals und afroamerikanischer Musik ebenso wie den musikalischen Traditionen der Einwanderer. Das Ergebnis ist Musik voller Weite, rhythmischer Energie und Melodien, die unmittelbar ins Ohr gehen.
Jeanquirit – frei übersetzt „der lachende Hans“ – taucht als Pseudonym in den Schriften Robert Schumanns auf. Für die vier Musiker aus Sächsischer Staatskapelle Dresden und Dresdner Philharmonie, die sich 2020 aus purer Freude am Streichquartett zusammenfanden, könnte der Name zugleich Programm sein: höchste kammermusikalische Qualität, aber ohne musikalische Scheuklappen.
Programm: Haydn Blue
Joseph Haydn Streichquartett B-Dur, op.76,4 „Der Sonnenaufgang“
Erwin Schulhoff Fünf Stücke für Streichquartett
Pause
George Gershwin Three Preludes
Antonin Dvorak Streichquartett F-Dur, op. 96 „Amerikanisches Quartett“
Ort der Veranstaltung
H42
Magdeburger Str. 58
01067 Dresden