Jan Wilm - »Sachertorte und andere Fiktionen«. Buchpremiere
Tickets ab 6,00 €
*
Veranstalter:
Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V. , Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main, Deutschland
Veranstaltungsinfos
»Die Geschichte, sie muss ohne ihn enden, jetzt, wo die Geschichte geschrieben wurde.«
Wussten Sie, dass die Technik des Overdub bereits im 19. Jahrhundert vom deutsch-tschechischen Pianisten Jan Jindřich Kašpar Dienstbier erfunden wurde, nachdem dieser seine linke Hand verloren hatte? Oder dass der Grund, weshalb bei so vielen antiken Statuen des römischen Kaisers Marc Aurel die Nase fehlt, ein ganz einfacher ist, nämlich dass er selbst keine besaß? Falls Sie das nicht wussten, hat das einen ganz einfachen Grund: Es handelt sich um Fiktionen.
In seinem ersten Erzählband »Sachertorte und andere Fiktionen« lotet Jan Wilm aus, welche Kraft im Fiktionalen liegt. In 18 Erzählungen zeigt er auf eindrückliche Weise, dass es sich dabei nicht nur um einen Modus literarischer Produktion handelt, sondern um eine grundsätzliche Haltung zur Welt. Das wird etwa deutlich, wenn die Eltern eines getöten Kindes über ihre schriftstellerische und filmische Arbeit einen Weg finden, um gemeinsam zu trauern. Oder wenn ein japanischer Angestellter sich in Wien auf die Suche nach der echten Sachertorte begibt, nur um festzstellen, dass das, was man ihm im Hotel Sacher serviert, ganz und gar nichts mit dem zu tun hat, was er für eine Sachertorte gehalten hat. Und so muss er erkennen, dass es sich beim sogenannten Original am Ende auch um nichts anderes handelt als um eine Fiktion.
Moderation: Hans-Jürgen Balmes
Eintritt: € 6,-/9,-/12,- (pay as you wish)
Jan Wilm, geboren 1983, lebt als Schriftsteller und Übersetzer in Frankfurt am Main. Er promovierte an der Goethe-Universität Frankfurt mit einer Arbeit über die philosophischen Aspekte im Werk von J. M. Coetzee. Er übersetzte u. a. Werke von Maggie Nelson, Lydia Davis, Arundhati Roy und Joshua Cohen, wofür er zahlreiche Auszeichnungen erhielt. 2019 erschien der Roman »Winterjahrbuch«, 2022 der Essay »Ror. Wolf. Lesen.« (beide bei Schöffling) sowie 2025 der Essay »Bärtierchen« in der Reihe Naturkunden.
Hans-Jürgen Balmes, 1958 in Koblenz geboren, war Lektor und Übersetzer im Ammann Verlag, ab 1999 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2024 schließlich Programmleiter für internationale Literatur im S. Fischer Verlag und Mitherausgeber der Neuen Rundschau.
Wussten Sie, dass die Technik des Overdub bereits im 19. Jahrhundert vom deutsch-tschechischen Pianisten Jan Jindřich Kašpar Dienstbier erfunden wurde, nachdem dieser seine linke Hand verloren hatte? Oder dass der Grund, weshalb bei so vielen antiken Statuen des römischen Kaisers Marc Aurel die Nase fehlt, ein ganz einfacher ist, nämlich dass er selbst keine besaß? Falls Sie das nicht wussten, hat das einen ganz einfachen Grund: Es handelt sich um Fiktionen.
In seinem ersten Erzählband »Sachertorte und andere Fiktionen« lotet Jan Wilm aus, welche Kraft im Fiktionalen liegt. In 18 Erzählungen zeigt er auf eindrückliche Weise, dass es sich dabei nicht nur um einen Modus literarischer Produktion handelt, sondern um eine grundsätzliche Haltung zur Welt. Das wird etwa deutlich, wenn die Eltern eines getöten Kindes über ihre schriftstellerische und filmische Arbeit einen Weg finden, um gemeinsam zu trauern. Oder wenn ein japanischer Angestellter sich in Wien auf die Suche nach der echten Sachertorte begibt, nur um festzstellen, dass das, was man ihm im Hotel Sacher serviert, ganz und gar nichts mit dem zu tun hat, was er für eine Sachertorte gehalten hat. Und so muss er erkennen, dass es sich beim sogenannten Original am Ende auch um nichts anderes handelt als um eine Fiktion.
Moderation: Hans-Jürgen Balmes
Eintritt: € 6,-/9,-/12,- (pay as you wish)
Jan Wilm, geboren 1983, lebt als Schriftsteller und Übersetzer in Frankfurt am Main. Er promovierte an der Goethe-Universität Frankfurt mit einer Arbeit über die philosophischen Aspekte im Werk von J. M. Coetzee. Er übersetzte u. a. Werke von Maggie Nelson, Lydia Davis, Arundhati Roy und Joshua Cohen, wofür er zahlreiche Auszeichnungen erhielt. 2019 erschien der Roman »Winterjahrbuch«, 2022 der Essay »Ror. Wolf. Lesen.« (beide bei Schöffling) sowie 2025 der Essay »Bärtierchen« in der Reihe Naturkunden.
Hans-Jürgen Balmes, 1958 in Koblenz geboren, war Lektor und Übersetzer im Ammann Verlag, ab 1999 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2024 schließlich Programmleiter für internationale Literatur im S. Fischer Verlag und Mitherausgeber der Neuen Rundschau.
Teilnahmebedingungen
Bitte beachten!
Nacheinlass nur bis 20 Uhr möglich.
Ort der Veranstaltung
Seit 1988 gilt das freie Theater Künstler*innenhaus Mousonturm als eines der wichtigsten internationalen Produktionshäuser für zeitgenössischen Tanz, Theater und Performance in Deutschland. Sein Programm weist eine enorme Bandbreite von Tanz, Musik und bildender Kunst über Literatur bis hin zu Film und Hörspiel auf.
Im Mittelpunkt der Programm- und Vermittlungsarbeit stehen intensive Begegnungen, Kooperationen und Vernetzungen mit und zwischen Kunstschaffenden der darstellenden Künste in der Rhein-Main-Region, im deutschsprachigen Raum und an vielen Orten weltweit. Die mit dem Mousonturm verbundenen künstlerischen Praktiken vereinen unterschiedlichste Kenntnisse und Erfahrungen - aus Biografie und Alltag, aus kunst- und gesellschaftskritischen Diskursen sowie Einflüsse aus Pop-, Sub- und Soziokultur. Wie erfolgreich dieses Konzept ist, beweisen diverse Auszeichnungen sowie regelmäßige Einladungen zum renommierten Berliner Theatertreffen. Inzwischen ist das Künstler*innenhaus Mousonturm eine der ältesten Produktionsstätten für experimentelles und innovatives Theater in Deutschland und gilt darüber hinaus als wichtige Plattform für Nachwuchskünstlerinnen und -künstler.
Die Anreise zum Künstler*innenhaus Mousonturm gelingt am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad. Die nächste Haltestelle der U-Bahn befindet sich nur wenige Gehminuten entfernt, die Anbindung an den Hauptbahnhof ist exzellent.
Im Mittelpunkt der Programm- und Vermittlungsarbeit stehen intensive Begegnungen, Kooperationen und Vernetzungen mit und zwischen Kunstschaffenden der darstellenden Künste in der Rhein-Main-Region, im deutschsprachigen Raum und an vielen Orten weltweit. Die mit dem Mousonturm verbundenen künstlerischen Praktiken vereinen unterschiedlichste Kenntnisse und Erfahrungen - aus Biografie und Alltag, aus kunst- und gesellschaftskritischen Diskursen sowie Einflüsse aus Pop-, Sub- und Soziokultur. Wie erfolgreich dieses Konzept ist, beweisen diverse Auszeichnungen sowie regelmäßige Einladungen zum renommierten Berliner Theatertreffen. Inzwischen ist das Künstler*innenhaus Mousonturm eine der ältesten Produktionsstätten für experimentelles und innovatives Theater in Deutschland und gilt darüber hinaus als wichtige Plattform für Nachwuchskünstlerinnen und -künstler.
Die Anreise zum Künstler*innenhaus Mousonturm gelingt am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad. Die nächste Haltestelle der U-Bahn befindet sich nur wenige Gehminuten entfernt, die Anbindung an den Hauptbahnhof ist exzellent.