Bild: Isacco

Isacco

Solist*innen | Heinrich-Schütz-Ensemble | Staatsorchester Kassel  

Martinsplatz 5a
34117 Kassel

Tickets ab 21,00 € *
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter: Kasseler Musiktage e.V. , Heinrich-Schütz-Allee 35, 34131 Kassel, Deutschland

Tickets

Veranstaltungsinfos

Dennis Orellana, Isacco | Christian Senn, Abramo | Ralitsa Ralinova, Sara | Andjela Spaic, Angelo | Heinrich-Schütz-Ensemble | KMD Eckhard Manz, Einstudierung | Staatsorchester Kassel | Ainārs Rubikis, Leitung

Marianna Martines’ Oratorium über Abraham und Isaak aus Mozarts Zeitalter mit Solist*innen, Chor und Orchester

Mit Isacco rückt ein Oratorium ins Zentrum der Kasseler Musiktage, das zu Lebzeiten seiner Schöpferin in Wien Aufsehen erregte – und danach fast verschwunden ist. Die Komponistin, Sängerin und Pianistin Marianna Martines, ausgebildet unter anderem von Joseph Haydn und Johann Adolph Hasse, schrieb ein Werk, das 1782 im Wiener Hofburgtheater aufgeführt wurde – als einziges Oratorium einer Frau an diesem renommierten Ort. Ihr dramatisches Gespür zeigt sich in virtuosen Arien und emotional wirkungsvoller Orchestermusik. Die biblische Geschichte von Abrahams Opferprüfung – der Auftrag, den eigenen Sohn Isaak zu töten, und der rettende Engel im letzten Moment – wird so zum musikalischen Spiegel für Vertrauen, Angst, Gehorsam und Zweifel: Was bewegt uns, wenn vertraute Sicherheiten ins Wanken geraten?

Das Staatsorchester Kassel unter Generalmusikdirektor Ainārs Rubiķis und das Heinrich-Schütz-Ensemble, beide regelmäßig bei den Kasseler Musiktagen zu erleben, bringen das selten gespielte Werk in der Martinskirche zur Aufführung. In den fünf Gesangspartien sind unter anderem der Sopranist Dennis Orellana in der Hauptrolle zu hören, welcher vergangenen Sommer bei den Salzburger Festspielen begeisterte, der an den bedeutendsten Opernhäusern weltweit gefragte Bariton Christian Senn sowie die am Staatstheater Kassel bestens vertraute Ralitsa Ralinova. In Kassel wurde auch die moderne Ausgabe des Werks verlegt, im Furore-Verlag, der sich seit 40 Jahren für die Musik von Komponistinnen stark macht.

Programm:
Marianna Martines (1744–1812): Isacco. Figura del Redentore (Isaak – Vorbild des Erlösers)
Oratorium für Soli, Chor und Orchester

Ort der Veranstaltung

Seit über 500 Jahren gehört die Martinskirche unverkennbar zum Stadtbild Kassels. Als größte Kirche der Stadt beherbergte die Martinskirche schon das kirchliche Begleitprogramm der documenta, der weltweit bedeutendsten Ausstellung für zeitgenössische Kunst. Damit tritt neben ihrer immensen religiösen Bedeutung als Predigtstätte des Bischofs von Kurhessen-Waldeck auch ihr kultureller Wert als Ausstellungs- und Konzertraum zutage.

Im 14. Jahrhundert wurde mit der Entstehung des Stadtteils Freiheit eine neue Kirche nötig, bereits 1462 konnte die Weihe stattfinden. Beim tragischen Einsturz des Gewölbes nur einige Jahre nach der Fertigstellung wurde ein Neubau notwendig, der aus den zahlreichen Mitteln finanziert wurde, die Kassel durch Pilgerfahrten einnahm. Die so charakteristischen Türme der Martinskirche wurden im Zuge der gotischen Umgestaltung 1889 errichtet und sind seitdem, gemeinsam mit der Wilhelmshöhe, eines der Wahrzeichen Kassels. Innerhalb der Hallenkirche finden sich zahlreiche Gräber der hessischen Landgrafen, darunter auch das besonders prachtvolle Philippswandgrab. Dem zwölf Meter hohen Grabmal verdankt das Gotteshaus seine besondere Bedeutung als Grabkirche. Dem Landgrafen Philipp und seiner Gattin Christine sind zudem zwei lebensgroße Porträtstatuen gewidmet.

Von jeher gehört die Musik zu einem der Schwerpunkte der Martinskirche. Bereits seit dem Mittelalter ist St. Martin kirchenmusikalisches Zentrum der Stadt und kommt dieser Tradition nach wie vor mit großer Leidenschaft nach. Auch als renommiertes Zentrum für Neue Musik in der Kirche hat sich die Martinskirche einen Namen gemacht. Der Dialog zwischen Kirche und Kunst wird dabei durch ein abwechslungsreiches Kulturprogramm aus Konzerten, Ausstellungen oder speziellen Theaterinszenierungen in Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Kassel vorangetrieben.
Evangelische Martinskirche Kassel
Martinsplatz 5
34117 Kassel
Evangelische Martinskirche Kassel