Bild: Ilija Matusko - »Jugo«

Ilija Matusko - »Jugo«

Waldschmidtstraße 4
60316 Frankfurt am Main

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Veranstalter: Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V. , Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main, Deutschland

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Veranstaltungsinfos

»Unsere Beziehung ist bestimmt durch das Aushalten der Abstände, deren wahre Ausmaße für uns im Verborgenen bleiben, deren Überwindung wir dennoch anstreben, jedes Mal aufs Neue.«

Ilijas Vater hat genug. Die Kinder sind erwachsen, seine Ehe ist geschieden, das letzte gepachtete Restaurant hat sich nicht getragen. Er entscheidet sich zur Rückkehr nach Kroatien, 30 Jahre, nachdem er sich von dort auf den Weg nach Deutschland gemacht hat. Die Familie wird einsilbig informiert, die Distanz, die zwischen Vater und Sohn schon immer herrschte, wird dadurch nicht kleiner. Doch Ilijas jährliche Besuche beim Vater verschieben etwas. Trotz ihrer heftigen Streits am Anfang eines jeden Wiedersehens kommen sie sich bei Bootstouren, Familientreffen und beim gemeinsamen Schweigen näher und stellen fest, wie ähnlich sie sich in vielen Punkten sind, nicht zuletzt in jenem, nie irgendwo angekommen zu sein.
Nach seinem eindrücklichen Essayband »Verdunstung in der Randzone« (2023) legt Ilija Matusko mit »Jugo« nun seinen ersten Roman vor. Hier wie dort werden Fragen nach Herkunft und Zugehörigkeit gestellt, aber während in der essayistischen Erkundung der eigenen Familie die soziologische Perspektive im Zentrum stand, beeindruckt Matusko in seinem literarischen Debüt nun mit der zärtlichen Konzentration, mit der er eine belastete Vater-Sohn-Beziehung und das Ringen zweier Männer um Nähe ausleuchtet.

Moderation: Björn Jager

Eintritt: € 6,-/9,-/12,- (pay as you wish)

Iljia Matusko, geboren 1980, hat Soziologie und Politikwissenschaften studiert. Er lebt und arbeitet als freier Autor in Berlin. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Stipendien, u. a. ein Stipendium des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Kultur der Arbeitswelt sowie ein Stipendium in der Villa Aurora in Los Angeles. 2023 erschien »Verdunstung in der Randzone« in der edition suhrkamp. »Jugo« ist sein Romandebüt.

Teilnahmebedingungen

Bitte beachten!
Der Nacheinlass ist nur bis 20 Uhr möglich.

Ort der Veranstaltung

Seit 1988 gilt das freie Theater Künstler*innenhaus Mousonturm als eines der wichtigsten internationalen Produktionshäuser für zeitgenössischen Tanz, Theater und Performance in Deutschland. Sein Programm weist eine enorme Bandbreite von Tanz, Musik und bildender Kunst über Literatur bis hin zu Film und Hörspiel auf.

Im Mittelpunkt der Programm- und Vermittlungsarbeit stehen intensive Begegnungen, Kooperationen und Vernetzungen mit und zwischen Kunstschaffenden der darstellenden Künste in der Rhein-Main-Region, im deutschsprachigen Raum und an vielen Orten weltweit. Die mit dem Mousonturm verbundenen künstlerischen Praktiken vereinen unterschiedlichste Kenntnisse und Erfahrungen - aus Biografie und Alltag, aus kunst- und gesellschaftskritischen Diskursen sowie Einflüsse aus Pop-, Sub- und Soziokultur. Wie erfolgreich dieses Konzept ist, beweisen diverse Auszeichnungen sowie regelmäßige Einladungen zum renommierten Berliner Theatertreffen. Inzwischen ist das Künstler*innenhaus Mousonturm eine der ältesten Produktionsstätten für experimentelles und innovatives Theater in Deutschland und gilt darüber hinaus als wichtige Plattform für Nachwuchskünstlerinnen und -künstler.

Die Anreise zum Künstler*innenhaus Mousonturm gelingt am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad. Die nächste Haltestelle der U-Bahn befindet sich nur wenige Gehminuten entfernt, die Anbindung an den Hauptbahnhof ist exzellent.
Künstler*innenhaus Mousonturm
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