Bild: Große Reihe | Schostakowitsch 7

Große Reihe | Schostakowitsch 7

Augustin Hadelich, Alain Altinoglu, hr-Sinfonieorchester  

Opernplatz 1
60313 Frankfurt am Main

Tickets ab 22,00 € *
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter: Hessischer Rundfunk , Bertramstr. 8, 60320 Frankfurt am Main, Deutschland
* Preise inkl. MwSt., pro Bestellung

Tickets

Veranstaltungsinfos

Schostakowitsch 7

Augustin Hadelich | Violine
Alain Altinoglu | Dirigent

Sergej Prokofjew | 2. Violinkonzert
Dmitrij Schostakowitsch | 7. Sinfonie

Zwei Komponisten, beide bedroht vom sowjetischen Herrschaftssystem: Von Prokofjew stammt ein Violinkonzert, zu dem ein Film aus mystisch-dunklen Bildern laufen könnte – und von Schostakowitsch eine Sinfonie, die selbst aus einer dunklen Zeit stammt. Und die höchst eindrücklich vom Krieg und seinem Schrecken erzählt.
Schostakowitschs Sinfonie Nr. 7, die »Leningrader«, ist eines der monumentalen künstlerischen Zeugnisse des 20. Jahrhunderts: ein Werk zwischen Hoffnung und Verzweiflung, geschrieben 1941 im Schatten der erbarmungslosen, über eine Million Opfer fordernden Belagerung dieser Stadt durch die deutsche Wehrmacht. Die Musik: ein klingendes Protokoll von Bedrohung und Widerstand, von Propaganda und innerer Freiheit, aber auch eine beißende Abrechnung mit dem Totalitarismus, die heute so aktuell ist wie damals. Schostakowitsch, der die Blockade Leningrads selbst erlebte, benennt die Realität – Prokofjew dagegen ist in seinem 2. Violinkonzert ein »Geschichtenerzähler«, jedenfalls stellt Augustin Hadelich ihn sich so vor. »Viele seiner Werke sind sehr deskriptiv«, sagt er. »Man fängt sofort an, sich Szenen aus Märchen und Geschichten vorzustellen, die sich entfalten.« Diese erzählerische Qualität findet der Geiger besonders ausgeprägt in diesem atmosphärisch intensiven g-Moll-Konzert: »Es beginnt sehr mysteriös mit der Violine allein (…), und wenn das Orchester einsetzt, bekommt die Szenerie einen geheimnisvollen Zauber.«

Konzerteinführung: 19 Uhr
Konzertdauer: ca. 145 Minuten – inklusive Pause
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Two composers, both threatened by the Soviet regime: Prokofiev wrote a violin concerto that could accompany a film of mystical, dark images, and Shostakovich wrote a symphony that itself originated in a dark period. It tells a highly impressive story of war and its horrors.
Shostakovich's Symphony No. 7, the »Leningrad« is one of the monumental artistic testimonies of the 20th century: a work between hope and despair, written in 1941 in the shadow of the German Wehrmacht's merciless siege of the city, which claimed over a million victims. The music: a resounding record of threat and resistance, of propaganda and inner freedom, but also a scathing reckoning with totalitarianism that is as relevant today as it was then. Shostakovich, who experienced the blockade of Leningrad himself, names reality – Prokofiev, on the other hand, is a »storyteller« in his Second Violin Concerto, at least as Augustin Hadelich imagines him. »Many of his works are very descriptive,« he says. »You immediately begin to imagine scenes from fairy tales and stories unfolding.« The violinist finds this narrative quality particularly pronounced in this atmospherically intense G minor concerto: »It begins very mysteriously with the violin alone (...), and when the orchestra joins in, the scene takes on a mysterious magic.«

Concert introduction: 7 pm
Concert duration: about 145 minutes – including break

Ort der Veranstaltung

Mitten in der Frankfurter Innenstadt steht die „Alte Oper Frankfurt“. Sie lockt mit Konzerten und Veranstaltungen der Spitzenklasse. Künstler wie Martha Argerich, Alfred Brendel oder Hélène Grimaud, sowie die „Berliner Philharmoniker“ sind hier schon aufgetreten.

Seit 1880 bietet die „Alte Oper Frankfurt“ Raum für Musik und Feste. Daran konnten auch „Dynamit-Rudi´s“ Pläne, das Gebäude in die Luft zu sprengen, nichts ändern. Und seit der Eröffnung zieht die Oper prominente Künstler und Gäste an. Kaiser Wilhelm der 1. kam zur Eröffnung zu Besuch und Carl Orffs „Carmina Burana“ wurde hier 1937 uraufgeführt. Und so hat sich zwischen den Bürotürmen ein wichtiges Stück Stadtgeschichte gehalten. Dem Schriftzug über dem Eingang „Dem Wahren, Schönen, Guten“ entsprechend, ist die „Alte Oper Frankfurt“ ein Garant für ein tolles Programm und unvergessliche Konzertabende. Der große Saal bietet mit 2500 Sitzplätzen genug Platz für große Konzerte, der „Mozartsaal“ schafft mit 700 Plätzen eine intimere Atmosphäre.

Die „Alte Oper Frankfurt“ ist eine feste Kulturinstitution. Sie genießt weit über das Rhein-Main-Gebiet einen sehr guten Ruf. Hier wird Kunst perfektioniert.
Alte Oper
Opernplatz 1
60313 Frankfurt am Main
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