Veranstaltungsinfos
Missa Solemnis
Beethoven 200
Julia Kleiter | Sopran
Wiebke Lehmkuhl | Alt
Benjamin Bruns | Tenor
Hanno Müller-Brachmann | Bass
MDR-Rundfunkchor
Hugh Wolff | Dirigent
Ludwig van Beethoven | Missa Solemnis
»Völlige Erden-Entrücktheit« – das hat sein Sekretär an Beethoven beobachtet, als der an seinem größten kirchenmusikalischen Werk arbeitete. Eine Messe, so komplex, so eigenwillig, so extrem artifiziell. Und doch ein Werk, das – so Beethoven – »von Herzen« komme und »zu Herzen gehen« möge«.
Ein frommer Wunsch, vom Komponisten eigenhändig auf der Partitur vermerkt. Diese Zeile stand lange im Widerspruch zu dem, was man aus dieser alle Grenzen sprengenden Messe herauszuhören glaubte: Nämlich puren, fast übermenschlichen Kunstanspruch. Doch der Zugriff auf dieses radikal anspruchsvolle Großwerk hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert, auch dank Dirigenten wie Hugh Wolff. Dieser hatte um 2000, während seiner Zeit als Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters, einen ganz neuen, transparent-frischen Klassiker-Ton in Frankfurt etabliert und ebenso das Wissen um die historisch informierte Interpretationspraxis. Beethoven spannend neu, verständlich und durchhörbar gestalten: das können Wolff und das Orchester. Genau das Richtige für ein so bedeutungsschweres Werk wie die »Missa solemnis«.
Konzerteinführung: 18 Uhr
Konzertdauer: ca. 90 Minuten – ohne Pause!
___________
»Complete detachment from the earth« – this is what Beethoven's secretary observed when he was working on his greatest work of church music. A mass so complex, so idiosyncratic, so extremely artificial. And yet a work that – according to Beethoven – came »from the heart« and was intended to »touch the heart«.
A pious wish, noted by the composer himself on the score. For a long time, this line contradicted what one thought one could hear in this mass that broke all boundaries: namely, pure, almost superhuman artistic ambition. But the approach to this radically demanding major work has changed in recent decades, thanks in part to conductors such as Hugh Wolff. Around 2000, during his time as chief conductor of the Frankfurt Radio Symphony Orchestra, he established a completely new, transparent and fresh classical sound in Frankfurt, as well as knowledge of historically informed performance practice. Wolff and the orchestra are able to present Beethoven in an exciting new way that is understandable and transparent. This is exactly what is needed for a work as significant as the »Missa solemnis«.
Concert introduction: 6 pm
Concert duration: about 90 minutes – without a break!
Beethoven 200
Julia Kleiter | Sopran
Wiebke Lehmkuhl | Alt
Benjamin Bruns | Tenor
Hanno Müller-Brachmann | Bass
MDR-Rundfunkchor
Hugh Wolff | Dirigent
Ludwig van Beethoven | Missa Solemnis
»Völlige Erden-Entrücktheit« – das hat sein Sekretär an Beethoven beobachtet, als der an seinem größten kirchenmusikalischen Werk arbeitete. Eine Messe, so komplex, so eigenwillig, so extrem artifiziell. Und doch ein Werk, das – so Beethoven – »von Herzen« komme und »zu Herzen gehen« möge«.
Ein frommer Wunsch, vom Komponisten eigenhändig auf der Partitur vermerkt. Diese Zeile stand lange im Widerspruch zu dem, was man aus dieser alle Grenzen sprengenden Messe herauszuhören glaubte: Nämlich puren, fast übermenschlichen Kunstanspruch. Doch der Zugriff auf dieses radikal anspruchsvolle Großwerk hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert, auch dank Dirigenten wie Hugh Wolff. Dieser hatte um 2000, während seiner Zeit als Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters, einen ganz neuen, transparent-frischen Klassiker-Ton in Frankfurt etabliert und ebenso das Wissen um die historisch informierte Interpretationspraxis. Beethoven spannend neu, verständlich und durchhörbar gestalten: das können Wolff und das Orchester. Genau das Richtige für ein so bedeutungsschweres Werk wie die »Missa solemnis«.
Konzerteinführung: 18 Uhr
Konzertdauer: ca. 90 Minuten – ohne Pause!
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»Complete detachment from the earth« – this is what Beethoven's secretary observed when he was working on his greatest work of church music. A mass so complex, so idiosyncratic, so extremely artificial. And yet a work that – according to Beethoven – came »from the heart« and was intended to »touch the heart«.
A pious wish, noted by the composer himself on the score. For a long time, this line contradicted what one thought one could hear in this mass that broke all boundaries: namely, pure, almost superhuman artistic ambition. But the approach to this radically demanding major work has changed in recent decades, thanks in part to conductors such as Hugh Wolff. Around 2000, during his time as chief conductor of the Frankfurt Radio Symphony Orchestra, he established a completely new, transparent and fresh classical sound in Frankfurt, as well as knowledge of historically informed performance practice. Wolff and the orchestra are able to present Beethoven in an exciting new way that is understandable and transparent. This is exactly what is needed for a work as significant as the »Missa solemnis«.
Concert introduction: 6 pm
Concert duration: about 90 minutes – without a break!
Ort der Veranstaltung
Mitten in der Frankfurter Innenstadt steht die „Alte Oper Frankfurt“. Sie lockt mit Konzerten und Veranstaltungen der Spitzenklasse. Künstler wie Martha Argerich, Alfred Brendel oder Hélène Grimaud, sowie die „Berliner Philharmoniker“ sind hier schon aufgetreten.
Seit 1880 bietet die „Alte Oper Frankfurt“ Raum für Musik und Feste. Daran konnten auch „Dynamit-Rudi´s“ Pläne, das Gebäude in die Luft zu sprengen, nichts ändern. Und seit der Eröffnung zieht die Oper prominente Künstler und Gäste an. Kaiser Wilhelm der 1. kam zur Eröffnung zu Besuch und Carl Orffs „Carmina Burana“ wurde hier 1937 uraufgeführt. Und so hat sich zwischen den Bürotürmen ein wichtiges Stück Stadtgeschichte gehalten. Dem Schriftzug über dem Eingang „Dem Wahren, Schönen, Guten“ entsprechend, ist die „Alte Oper Frankfurt“ ein Garant für ein tolles Programm und unvergessliche Konzertabende. Der große Saal bietet mit 2500 Sitzplätzen genug Platz für große Konzerte, der „Mozartsaal“ schafft mit 700 Plätzen eine intimere Atmosphäre.
Die „Alte Oper Frankfurt“ ist eine feste Kulturinstitution. Sie genießt weit über das Rhein-Main-Gebiet einen sehr guten Ruf. Hier wird Kunst perfektioniert.
Seit 1880 bietet die „Alte Oper Frankfurt“ Raum für Musik und Feste. Daran konnten auch „Dynamit-Rudi´s“ Pläne, das Gebäude in die Luft zu sprengen, nichts ändern. Und seit der Eröffnung zieht die Oper prominente Künstler und Gäste an. Kaiser Wilhelm der 1. kam zur Eröffnung zu Besuch und Carl Orffs „Carmina Burana“ wurde hier 1937 uraufgeführt. Und so hat sich zwischen den Bürotürmen ein wichtiges Stück Stadtgeschichte gehalten. Dem Schriftzug über dem Eingang „Dem Wahren, Schönen, Guten“ entsprechend, ist die „Alte Oper Frankfurt“ ein Garant für ein tolles Programm und unvergessliche Konzertabende. Der große Saal bietet mit 2500 Sitzplätzen genug Platz für große Konzerte, der „Mozartsaal“ schafft mit 700 Plätzen eine intimere Atmosphäre.
Die „Alte Oper Frankfurt“ ist eine feste Kulturinstitution. Sie genießt weit über das Rhein-Main-Gebiet einen sehr guten Ruf. Hier wird Kunst perfektioniert.