Geistliche Chormusik
Dresdner Kammerchor / Hans-Christoph Rademann  
Veranstalter:
Mitteldeutsche Barockmusik in Sachsen, Sachsen-Anhalt u. Thü , Immermannstr. 28, 39108 Magdeburg, Deutschland
Veranstaltungsinfos
RENAISSANCE II | Heinrich Schütz und Hugo Distler im Schatten des Krieges
mit Verleihung des Internationalen Heinrich-Schütz-Preises
Hugo Distler (1908–1942) blickte verklärt auf das Reformationsjahrhundert, in dessen Weltanschauung und Geisteshaltung er das fand, was er in seiner Gegenwart vermisste: einen Zusammenhalt, der über das Individuum hinausweist. Die Musik jener Zeit wurde ihm daher zum Vorbild und zur Zuflucht.
Während Heinrich Schütz‘ Leben und seine "Geistliche Chormusik" von 1648 entscheidend vom Dreißigjährigen Krieg geprägt wurden, stand Distlers Leben im Zeichen der Erstarkung des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs. Auch Distlers Zeitgenossen Günter Raphael (1903–1960), Hermann Grabner (1886–1969) und Helmut Bornefeld (1906–1990) orientierten sich an Schütz, weil sie in seinem Werk eine Haltung erkannten, die ihnen für die eigene Zeit wegweisend schien. Der Dresdner Kammerchor vereint in diesem Konzert die Werke, die nicht als Rückzug aus der Geschichte entstanden, sondern bis heute als Zeugnis inmitten von ihr gehört werden können.
HINWEIS: Auf gedruckten Flyern des Heinrich Schütz Musikfests 2026 ist die Schlosskapelle im Residenzschloss als Veranstaltungsort angegeben. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen und freuen uns auf Sie in der Annenkirche Dresden.
mit Verleihung des Internationalen Heinrich-Schütz-Preises
Hugo Distler (1908–1942) blickte verklärt auf das Reformationsjahrhundert, in dessen Weltanschauung und Geisteshaltung er das fand, was er in seiner Gegenwart vermisste: einen Zusammenhalt, der über das Individuum hinausweist. Die Musik jener Zeit wurde ihm daher zum Vorbild und zur Zuflucht.
Während Heinrich Schütz‘ Leben und seine "Geistliche Chormusik" von 1648 entscheidend vom Dreißigjährigen Krieg geprägt wurden, stand Distlers Leben im Zeichen der Erstarkung des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs. Auch Distlers Zeitgenossen Günter Raphael (1903–1960), Hermann Grabner (1886–1969) und Helmut Bornefeld (1906–1990) orientierten sich an Schütz, weil sie in seinem Werk eine Haltung erkannten, die ihnen für die eigene Zeit wegweisend schien. Der Dresdner Kammerchor vereint in diesem Konzert die Werke, die nicht als Rückzug aus der Geschichte entstanden, sondern bis heute als Zeugnis inmitten von ihr gehört werden können.
HINWEIS: Auf gedruckten Flyern des Heinrich Schütz Musikfests 2026 ist die Schlosskapelle im Residenzschloss als Veranstaltungsort angegeben. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen und freuen uns auf Sie in der Annenkirche Dresden.
Ort der Veranstaltung
Die Annenkirche in Dresden steht in der Tradition der ältesten Vorstadtkirche der Stadt und ist mit ihrem Gebäude zudem erster evangelischer Kirchenneubau der sächsischen Hauptstadt. Vor allem wegen der erstklassigen Akustik wird die Kirche gerne als Konzertraum genutzt und ist Ort vieler hochkarätiger klassischer Konzerte.
Erbaut wurde die erste Annenkirche 1578 und nach ihrer Stifterin, der Kurfürstin Anna, benannt. Nachdem dieses Gotteshaus während des Siebenjährigen Kriegs zerstört worden war, wurde 1769 die neue Annenkirche errichtet. Erbaut aus dem regionstypischen Postaer Sandstein, der auch für die Frauenkirche genutzt wurde, strahlt sie in spätbarockem Glanz. Ihr 57 Meter hoher Turm ist zudem der einzige klassizistische Kirchturm Dresdens und so an sich schon eine Besonderheit.
In ihrem Inneren präsentiert sich die Annenkirche seit ihrem Umbau Anfang des 20. Jahrhunderts im Jugendstil. Sie bietet so nicht nur für die regelmäßigen Gottesdienste sondern auch für die Kirchenkonzerte einen stilvollen Rahmen.
Erbaut wurde die erste Annenkirche 1578 und nach ihrer Stifterin, der Kurfürstin Anna, benannt. Nachdem dieses Gotteshaus während des Siebenjährigen Kriegs zerstört worden war, wurde 1769 die neue Annenkirche errichtet. Erbaut aus dem regionstypischen Postaer Sandstein, der auch für die Frauenkirche genutzt wurde, strahlt sie in spätbarockem Glanz. Ihr 57 Meter hoher Turm ist zudem der einzige klassizistische Kirchturm Dresdens und so an sich schon eine Besonderheit.
In ihrem Inneren präsentiert sich die Annenkirche seit ihrem Umbau Anfang des 20. Jahrhunderts im Jugendstil. Sie bietet so nicht nur für die regelmäßigen Gottesdienste sondern auch für die Kirchenkonzerte einen stilvollen Rahmen.