Freyer Schwung und feurige Kraft
Veranstalter:
Mitteldeutsche Kammerphilharmonie gGmbH (MKP) , Markt 17/19, 39218 Schönebeck, Deutschland
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Veranstaltungsinfos
Kann das Zufall sein? Quasi zur selben Zeit schreiben zwei Komponisten, die in tiefer Freundschaft miteinander verbunden sind, zwei Werke in derselben Tonart: der eine, Haydn, eine Sinfonie, der andere, Mozart, ein Klavierkonzert. Deren einleitende Takte sind fast identisch, wobei der eine das Hauptmotiv des anderen lediglich
um eine Note und zwei Takte erweitert. Auch die Finalsätze weisen thematische Verwandtschaften im Tonmaterial auf und changieren zwischen c-Moll und C-Dur. Knapp vier Jahrzehnte später greift Ferdinand Ries, engster Freund Beethovens, dieses thematische Material auf und entwickelt daraus – ebenfalls in c-Moll und im 3/4-Takt – die Einleitung seiner 2. Sinfonie, eines Meisterwerks, über das der Rezensent der Leipziger Uraufführung schrieb, sie sei „ein Werk voller Geist und Leben, im ächten Styl der Gattung, wohin nämlich diese jetzt gewendet und erhoben ist; in diesem Styl eigenthümlich erfunden, gründlich ausgearbeitet, vortrefflich instrumentirt, und sonach gleich interessant für Kenner und Nichtkenner“. Ein anderer Zuhörer derselben Aufführung bemerkte begeistert: „Denn freyer Schwung und feurige Kraft bewegt sich in diesem Satze, und kein aufmerksamer Zuhörer, der Beethovens geniales nicht kennte, würde diesem Satze einen, aus dem Geiste frey hervorquellenden Gedanken-Zusammenhang absprechen können“
Joseph HAYDN – Sinfonie Nr. 78 c-Moll Hob I:78
Wolfgang Amadeus MOZART – Konzert für Klavier und Orchester c-Moll KV 491
Ferdinand RIES – Sinfonie Nr. 2 c-Moll op. 80
Orchester: Mitteldeutsche Kammerphilharmonie Schönebeck
Dirigent & Hammerflügel: Jan Michael Horstmann
um eine Note und zwei Takte erweitert. Auch die Finalsätze weisen thematische Verwandtschaften im Tonmaterial auf und changieren zwischen c-Moll und C-Dur. Knapp vier Jahrzehnte später greift Ferdinand Ries, engster Freund Beethovens, dieses thematische Material auf und entwickelt daraus – ebenfalls in c-Moll und im 3/4-Takt – die Einleitung seiner 2. Sinfonie, eines Meisterwerks, über das der Rezensent der Leipziger Uraufführung schrieb, sie sei „ein Werk voller Geist und Leben, im ächten Styl der Gattung, wohin nämlich diese jetzt gewendet und erhoben ist; in diesem Styl eigenthümlich erfunden, gründlich ausgearbeitet, vortrefflich instrumentirt, und sonach gleich interessant für Kenner und Nichtkenner“. Ein anderer Zuhörer derselben Aufführung bemerkte begeistert: „Denn freyer Schwung und feurige Kraft bewegt sich in diesem Satze, und kein aufmerksamer Zuhörer, der Beethovens geniales nicht kennte, würde diesem Satze einen, aus dem Geiste frey hervorquellenden Gedanken-Zusammenhang absprechen können“
Joseph HAYDN – Sinfonie Nr. 78 c-Moll Hob I:78
Wolfgang Amadeus MOZART – Konzert für Klavier und Orchester c-Moll KV 491
Ferdinand RIES – Sinfonie Nr. 2 c-Moll op. 80
Orchester: Mitteldeutsche Kammerphilharmonie Schönebeck
Dirigent & Hammerflügel: Jan Michael Horstmann