Veranstaltungsinfos
Panorama ciego
Christoph Sietzen | Schlagzeug
Michael Wendeberg | Dirigent / Klavier
Bernd Alois Zimmermann | Photoptosis
Bernd Richard Deutsch | Schlagzeugkonzert (Uraufführung – Auftragswerk des hr)
Isabel Mundry | Panorama ciego
Dieter Ammann | glut
Mit seinem deutsch-österreichisch-schweizerischen Programm kommt das erste »Forum N« der Spielzeit wie eine Art »3sat in concert« daher. Drei Werken aus dem 21. Jahrhundert, darunter einer veritablen Uraufführung, steht dabei ein 1968 entstandenes Orchesterstück von Bernd Alois Zimmermann, einem der bedeutendsten Komponisten der bundesrepublikanischen Nachkriegs-Moderne, gegenüber.
Etwas verwirrend wird die grenzüberschreitende Kulturbegegnung durch eine »Vorspiegelung falscher Tatsachen«, handelt es sich doch bei Bernd Richard Deutsch – seinem vermeintlich eindeutigen Nachnamen zum Trotz – um einen Österreicher. Sein Schlagzeugkonzert erlebt an diesem Abend im hr-Sendesaal seine Weltpremiere, die bei dem in Salzburg geborenen und bereits vielfach preisgekrönten luxemburgischen Multi-Perkussionisten Christoph Sietzen in besten Händen liegt. Das gilt ebenso für die weiteren drei Kompositionen des Konzerts unter der kundigen Leitung von Michael Wendeberg, der sein hr-Debüt als Dirigent gibt. Als Pianist war er hingegen schon einmal bei »Forum N« zu Gast, und in dieser Funktion präsentiert er nun ein Konzertstück für Klavier und Kammerorchester aus der Feder der ehemaligen Frankfurter Hochschulprofessorin Isabel Mundry, das sie 2001 für Daniel Barenboim schrieb und dessen Titel »Blindes Panorama« auf ein Gedicht Federico García Lorcas zurückgeht. Abgerundet wird das Programm durch Dieter Ammanns »glut« – ein Orchesterwerk, in dem der Schweizer Komponist die im Titel angelegte Ambivalenz zwischen der englischen und der deutschen Lesart des Wortes – also zwischen »Überfluss« und einer mit »Feuer« und »Leidenschaft« konnotierten Bedeutungsebene – aufgreift.
Konzerteinführung: 19 Uhr
Konzertdauer: ca. 110 Minuten – inklusive Pause
___________
With its German-Austrian-Swiss programme, the first »Forum N« of the season takes the form of a sort of »3sat in concert«. Three works from the 21st century, including a genuine world premiere, are juxtaposed with an orchestral piece composed in 1968 by Bernd Alois Zimmermann, one of the most significant composers of post-war modernism in the Federal Republic of Germany.
This cross-border cultural encounter is somewhat confused by a »misrepresentation of the facts«, as Bernd Richard Deutsch – despite his seemingly unambiguous surname »German« – is in fact Austrian. His Percussion Concerto is having its world premiere this evening in the Broadcasting Hall of the Hessischer Rundfunk (HR), and is in the very capable hands of the Salzburg-born, multi-award-winning Luxembourgish multi-percussionist Christoph Sietzen. The same applies to the concert’s other three compositions, under the expert baton of Michael Wendeberg, who is making his HR debut as a conductor. As a pianist, however, he has previously appeared as a guest at the »Forum N« series, and in this capacity he now presents a concert piece for piano and chamber orchestra penned by the former Frankfurt university professor Isabel Mundry, which she wrote in 2001 for Daniel Barenboim and whose title »Blind Panorama« is derived from a poem by Federico García Lorca. The programme is rounded off by Dieter Ammann’s »glut« – an orchestral work in which the Swiss composer explores the ambivalence inherent in the title between the English and German interpretations of the word – that is, between »abundance« and a layer of meaning connoting »fire« and »passion«.
Concert introduction: 7 pm
Concert duration: about 110 minutes – including break
Christoph Sietzen | Schlagzeug
Michael Wendeberg | Dirigent / Klavier
Bernd Alois Zimmermann | Photoptosis
Bernd Richard Deutsch | Schlagzeugkonzert (Uraufführung – Auftragswerk des hr)
Isabel Mundry | Panorama ciego
Dieter Ammann | glut
Mit seinem deutsch-österreichisch-schweizerischen Programm kommt das erste »Forum N« der Spielzeit wie eine Art »3sat in concert« daher. Drei Werken aus dem 21. Jahrhundert, darunter einer veritablen Uraufführung, steht dabei ein 1968 entstandenes Orchesterstück von Bernd Alois Zimmermann, einem der bedeutendsten Komponisten der bundesrepublikanischen Nachkriegs-Moderne, gegenüber.
Etwas verwirrend wird die grenzüberschreitende Kulturbegegnung durch eine »Vorspiegelung falscher Tatsachen«, handelt es sich doch bei Bernd Richard Deutsch – seinem vermeintlich eindeutigen Nachnamen zum Trotz – um einen Österreicher. Sein Schlagzeugkonzert erlebt an diesem Abend im hr-Sendesaal seine Weltpremiere, die bei dem in Salzburg geborenen und bereits vielfach preisgekrönten luxemburgischen Multi-Perkussionisten Christoph Sietzen in besten Händen liegt. Das gilt ebenso für die weiteren drei Kompositionen des Konzerts unter der kundigen Leitung von Michael Wendeberg, der sein hr-Debüt als Dirigent gibt. Als Pianist war er hingegen schon einmal bei »Forum N« zu Gast, und in dieser Funktion präsentiert er nun ein Konzertstück für Klavier und Kammerorchester aus der Feder der ehemaligen Frankfurter Hochschulprofessorin Isabel Mundry, das sie 2001 für Daniel Barenboim schrieb und dessen Titel »Blindes Panorama« auf ein Gedicht Federico García Lorcas zurückgeht. Abgerundet wird das Programm durch Dieter Ammanns »glut« – ein Orchesterwerk, in dem der Schweizer Komponist die im Titel angelegte Ambivalenz zwischen der englischen und der deutschen Lesart des Wortes – also zwischen »Überfluss« und einer mit »Feuer« und »Leidenschaft« konnotierten Bedeutungsebene – aufgreift.
Konzerteinführung: 19 Uhr
Konzertdauer: ca. 110 Minuten – inklusive Pause
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With its German-Austrian-Swiss programme, the first »Forum N« of the season takes the form of a sort of »3sat in concert«. Three works from the 21st century, including a genuine world premiere, are juxtaposed with an orchestral piece composed in 1968 by Bernd Alois Zimmermann, one of the most significant composers of post-war modernism in the Federal Republic of Germany.
This cross-border cultural encounter is somewhat confused by a »misrepresentation of the facts«, as Bernd Richard Deutsch – despite his seemingly unambiguous surname »German« – is in fact Austrian. His Percussion Concerto is having its world premiere this evening in the Broadcasting Hall of the Hessischer Rundfunk (HR), and is in the very capable hands of the Salzburg-born, multi-award-winning Luxembourgish multi-percussionist Christoph Sietzen. The same applies to the concert’s other three compositions, under the expert baton of Michael Wendeberg, who is making his HR debut as a conductor. As a pianist, however, he has previously appeared as a guest at the »Forum N« series, and in this capacity he now presents a concert piece for piano and chamber orchestra penned by the former Frankfurt university professor Isabel Mundry, which she wrote in 2001 for Daniel Barenboim and whose title »Blind Panorama« is derived from a poem by Federico García Lorca. The programme is rounded off by Dieter Ammann’s »glut« – an orchestral work in which the Swiss composer explores the ambivalence inherent in the title between the English and German interpretations of the word – that is, between »abundance« and a layer of meaning connoting »fire« and »passion«.
Concert introduction: 7 pm
Concert duration: about 110 minutes – including break
Ort der Veranstaltung
Hier wird Musik zum Leben erweckt. Ob bei öffentlichen Konzerten, Proben des hr-Sinfonieorchesters, oder Live-Sendungen. Das breite Aufgabenspektrum des Sendesaals bietet Qualität der Spitzenklasse.
Im Nordosten Frankfurts gehört der hr-Sendesaal seit Anfang der 1950er Jahre zum Gebäudekomplex des Hessischen Rundfunks. Hier kann das Publikum auf bis ca. 868 Sitzplätzen großangelegte Orchesterwerke und bis zu hundertköpfige Chöre erleben. Zusätzlich verfügt der Saal über eine Orgel und das nötige technische Equipment, um Werke aus nahezu allen Gattungen der E-Musik aufführen zu können. Eine Technik, die der Ausstattung der Berliner Philharmonie in nichts nachsteht macht hochwertige Übertragungen möglich. Durch die computergesteuerte Bühne kann die Bühnenlandschaft binnen weniger Minuten komplett umgebaut werden. Und die gute Akustik des Saals perfektioniert den Bau des hr-Sendesaals. Schon längst sind diese Räumlichkeiten zu einer festen Konzert-Location avanciert. Neben der Alten Oper und dem Schauspiel Frankfurt hat sich hier eine weitere überregionale Kulturinstitution entwickelt.
Der hr-Sendesaal verbindet traditionelle Klänge mit modernster Übertragungstechnik, ältere Musik mit jungem Publikum. Das Programm des Hessischen Rundfunks und des Sinfonieorchesters hat für jeden etwas zu bieten. Erleben Sie Musik in ungeahnten Dimensionen.
Im Nordosten Frankfurts gehört der hr-Sendesaal seit Anfang der 1950er Jahre zum Gebäudekomplex des Hessischen Rundfunks. Hier kann das Publikum auf bis ca. 868 Sitzplätzen großangelegte Orchesterwerke und bis zu hundertköpfige Chöre erleben. Zusätzlich verfügt der Saal über eine Orgel und das nötige technische Equipment, um Werke aus nahezu allen Gattungen der E-Musik aufführen zu können. Eine Technik, die der Ausstattung der Berliner Philharmonie in nichts nachsteht macht hochwertige Übertragungen möglich. Durch die computergesteuerte Bühne kann die Bühnenlandschaft binnen weniger Minuten komplett umgebaut werden. Und die gute Akustik des Saals perfektioniert den Bau des hr-Sendesaals. Schon längst sind diese Räumlichkeiten zu einer festen Konzert-Location avanciert. Neben der Alten Oper und dem Schauspiel Frankfurt hat sich hier eine weitere überregionale Kulturinstitution entwickelt.
Der hr-Sendesaal verbindet traditionelle Klänge mit modernster Übertragungstechnik, ältere Musik mit jungem Publikum. Das Programm des Hessischen Rundfunks und des Sinfonieorchesters hat für jeden etwas zu bieten. Erleben Sie Musik in ungeahnten Dimensionen.